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Nach dem Auswärtskick in Dresden ging es am Sonntag schon wieder am Millerntor weiter mit einem Heimspiel – und wenn auch der Auswärtssieg gegen Dynamo ein sehr angenehmer Auftakt war, bleibt von der Heimniederlage gegen Darmstadt eigentlich vor allem der Auftakt, die Choreo zum Holocaustgedenktag, in Erinnerung. Und eigentlich war diese auch weitaus wichtiger und beeindruckender als beide Spiele zusammen. Zum einen ist die Thematik immer immens wichtig, gerade aktuell, und dann war auch die Umsetzung mit dem stillen Einlaufen der Mannschaften ohne Hells Bells bei einem Schweigen des ganzen Stadions und dem ganzen Trauerflor auf den Tribünen einfach nur atemberaubend. Da weiß man einfach immer wieder, daß man hier richtig ist. Da wird das Spielerische und die Ergebnisse dieser Tage schnell zur Nebensache.

Der Auftakt des Kalenderjahres 2018 in Dresden brachte nicht nur drei Punkte mit dem 1-3 nach einer sehenswerten Leistung – siehe dazu https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2018/01/26/matchday-19-dynamo-dresden-vs-fc-sankt-pauli-1-3/, es war zudem auch die richtige Antwort auf diverse Aktionen auf Seiten der Gastgeber bzw. genauer gesagt in deren Heimbereich – siehe http://www.sportbuzzer.de/artikel/740-polizisten-hubschrauber-und-wasserwerfer-bei-dynamo-dresden-st-pauli/ – was den Erfolg bei Dynamo nur um so schöner machte. Für die Tabelle war dieser Erfolg gerade anbetracht der Niederlage gegen Darmstadt am Sonntag zwar nicht gerade unwichtig. Aber ohne jeden Vergleich zum Gedenktag an diesem Tag. Was eben auch einfach wichtiger als irgendeine sportliche Momentaufnahme ist.

Das geht dabei weitaus über diese Betrachtungsweise hinaus, die Gewalt einfach verurteilt.

Der Holocaust ist ein einzigartiges Grauen, welches niemals zu vergessen oder zu vergeben ist – und um eine Wiederholung dessen zu vermeiden ist unbedingter Einsatz von uns allen wichtig.

Es ist und bleibt unser aller Auftrag.

Wichtige Worte vor Beginn. Danke dafür.

Es sind ja gerade die aktuellen Ereignisse der letzten Zeit, nicht nur hierzulande, die deutlich machen, wie schnell Menschen den ähnlichen oder gleichen Parolen wie damals zu folgen bereit sind.

Die Gemeinsamkeiten zu erkennen fällt leider immer leichter.

Umso wichtiger ist es, sich überall dagegen zu wehren. Danke für diesen Leserbrief.

Die Vornamen der aus dem Umfeld des FCSP von den Nazis Ermordeten wurden sinnbildlich für alle Opfer hochgehalten.

Und ohne jeden Ton liefen die Mannschaften ein.

Das große Schweigen.

Und alle machten mit.

Danke auch an den großartigen Gästeblock aus Darmstadt. Es waren die Richtigen an jenem Tag bei uns.

Ein Moment, der unter die Haut ging.

Nicht einfach eine Schweigeminute.

Danach löste sich einiges, aber der Moment blieb tief verankert und haften.

Auf den Rängen war es die erste Viertelstunde nicht nur deswegen ruhig, auch wenn auf dem Rasen einiges passierte. Leider nicht wirklich erfolgreich, was die Heimseite anging. Zu den langfristigen Ausfällen hatten sich ja auch noch Lasse und Nehrig gesellt, was unser Abwehr- und Mittelfeldzentrum leider zu verwundbar machte. In einer Aktion waren wir genau dort zu offen und daraus resultierte das einzige Tor des Tages. Einfach zum Vergessen.

Nun, die Gäste sehen das natürlich anders. Sei es ihnen gegönnt. Sie haben die Punkte aktuell zudem auch nötiger als wir. Mögen wir zusammen die nächste Spielzeit in dieser Liga erleben!

Bei einem Dreier gegen Darmstadt wären für uns zwar die Aufstiegsränge in Reichweite gekommen, aber irgendwie paßt die aktuelle Tabellensituation besser zu unserer momentanen Verfassung. Wir sind weit davon entfernt, die Liga zu rocken.

Vor allem im Sturm fehlt uns einfach die Trefferquote, die es benötigt, um Erfolge einzufahren. Das gegen Dresden war eher eine glückliche Ausnahme. Daheim gegen Darmstadt zeigten wir schon eher das bekannte Gesicht. Auch gute Chancen wußten wir einfach nicht zu nutzen.

Ausgenommen das perfekte Abwehren neben dem Platz des Versuchs einer Polizeigewerkschaft, sich an jenem Tage am Millerntor zu profilieren.

Ausgerechnet die Gewerkschaft, die den Auftritt einer Antifa-Gruppe in einem Gewerkschaftshaus verhindern wollte, weil derartiges Verhalten von ihnen als „linksextremistisch“ angesehen wird… Und das immer noch so darstellt. Siehe http://www.taz.de/!5460186/. Solche Organisationen brauchen wir hier wahrlich nicht.

Danke an den Verantwortlichen!

Auf dem Platz nur lief es nicht so gut für uns.

Es ist aber vor allem auch ein Verdienst der sehr gut verteidigenden Gäste, die uns das Spiel nach vorne sehr gut zustellten.

Von uns war das nicht wirklich schmackhafte Kost. Hervorzuheben ist eigentlich nur das gute Auftreten von Allagui, der in der ersten Halbzeit die wohl beste Leistung in unserem Trikot ablieferte – leider eben nur ohne einen erfolgreichen Abschluß zu generieren oder in der zweiten Hälfte daran anknüpfen zu können. Da fielen dann aber auch alle gemeinsam deutlich ab, es kam einfach zu wenig, um die Gäste aus Hessen besiegen zu können an diesem Tag. Etwas Mut machte der Einsatz von Diamantakos, der quirlig und engagiert sein Können andeutete – nur eben noch ohne die nötige Einbindung ins Team, was aber auch nach so kurzer Zeit kaum machbar zu sein scheint. Trotzdem: herzlich willkommen an Dimitris Diamantakos! Hoffen wir auf bessere Zeiten mit diesem neuen Mann da vorne.

Und auch wenn das Banner nach dem Abpfiff schon zerrissen war, die Erinnerung an diesen Tag und den Holocaust bleibt.

Was eben wirklich zählt.

Mehr zum Spiel und dem Drumherum:
https://www.stefangroenveld.de/2018/lautes-schweigen-am-millerntor/
http://blog.uebersteiger.de/2018/01/29/20-spieltag-h-sv-darmstadt-98/
http://niceguys.blogsport.de/2018/01/29/senfdazu48/
https://beebleblox.blogspot.de/2018/01/wenn-doch-nur-der-fuball-nicht-ware.html
https://www.konbon.de/sportlich/fc-st-pauli-herrenfussball/heimspielauftakt-2018-fc-st-pauli-gg-sv-darmstadt-98/
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=443
https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2018/01/29/matchday-20-fc-sankt-pauli-vs-sv-darmstadt-98-0-1/

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