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Sechs Spiele in Folge ohne Dreier, da ist der Abstand nach vorne genauso gewachsen wie der nach unten geschrumpft – irgendwo im Niemandsland steht aktuell der FCSP und wenn wir nicht bald etwas Fahrt aufnehmen, dann könnte es noch eine sehr schwierige weitere Spielzeit werden. Zumindest gut aufgestellt sind wir weiterhin, wie der diesjährigen JHV zu entnehmen war – vor allem weiter mit Oke und co an der Spitze. Wenn nur die beiden Spiele nicht wären, die es davor und danach gegeben hat… Aber wollen wir wirklich über diese sprechen?

Verschweigen mag ich sie allerdings hier im Blog auch nicht, wenngleich ich mir erneut einiges an Zeit gelassen habe – auch ein Grund eine kurze Erkrankung, die mich auch die Teilnahme an der JHV gekostet hatte. Zum Glück hatte der offizielle twitter-account ausführlich über alles informiert, so daß man sich nah am Geschehen fühlen konnte – nochmals Danke dafür.

Absolut keinen Dank verdient Team Sicherheit, nicht nur, aber auch in Hamburg. Die NoG20 Prozesse lassen einen auch eher kopfschüttelnd zurück, brutale Härte gegen alle Protestierenden zeichnet die bisherigen Verfahren. Selbst die Feststellung eines rechtswidrigen Polizeieinsatzes wird bestraft durch die Pflicht zur Kostentragung, da der Staat sich ja bereits entschuldigt habe und so keine Feststellung mehr nötig gewesen sei.

Wenn die Polizei sich alles ohne Folgen zu befürchten herausnehmen kann, dann sind wir alle Repression und Willkür schutzlos ausgeliefert. Es macht fassungslos und auch wütend.

Positive Dinge gibt es natürlich trotz allem immer noch – und zwar all die Menschen, die zählen und zusammenhalten. Die FCSP Familie. Wichtiger den je. Wertvoller Besuch kam auch an jenem Wochenende von außerhalb und vor Ort waren eh wichtige Menschen. Das zählt.

Die Ausblicke auf die Spiele fallen momentan eher durchwachsen aus – bewußt übertriebene Zuversicht vor dem Spiel und die immer lauter werdenenen Sorgen wechseln sich ab – kaum noch etwas von der trotzigen Zuversicht der letzten Saison zu spüren. Wir stehen allerdings auch nicht mit dem Rücken zur Wand derzeit. Was vielleicht das Problem sein mag…

Das Spielsystem ist es in jedem Fall. Allagui als einzige Spitze hat sich nicht bewährt, aber auch ein 4-4-2 mit Aziz zusammen birgt große Risiken – und zwar im Spiel nach hinten, denn dort sind unsere Außen viel zu offen, als daß wir mit der Formation erfolgreich auftreten könnten. Das war am Anfang der Saison schon unser Problem und ist es prompt wieder geworden, als Janßen wieder auf dieses System umgestellt hat.

Wobei es ja auch Vorteile hat, wie man gegen Regensburg sehen konnte. Die ersten Minuten waren eine absolute Katastrophe und die beiden schnellen Tore für die Gäste ließen schlimmstes befürchten. Zum Glück hat unser Trainer ein gutes Händchen für Einwechslungen und brachte mit Aziz und Flum für Sobota und den angeschlagenen Nehrig den Erfolg zurück – zumindest ein wenig.

Stellt sich nur die Frage, warum wir immer so schlecht in die Spiele starten – als ob wir keinen funktionsfähigen Spielplan hätten. Es ist immer wieder grausam mitansehen zu müssen, wie wir erst einen Nackenschlag zu brauchen scheinen, bevor wir mit der Gegenwehr beginnen.

Bereiten wir uns denn nicht richtig auf das nächste Spiel vor oder woran liegt es? Ich weiß es nicht. Es wirkt vieles aktuell nicht wirklich gut.

Gegen die Gäste aus Regensburg sind wir nach einem 0-2 noch zurückgekommen, auch wenn es wieder einmal nicht für einen Dreier gereicht hatte – doch daß dies nicht immer gut geht, mußten wir schon am nächsten Spieltag in Fürth miterleben, da folgten eben noch zwei weitere Gegentore. Und es hätte noch schlimmer kommen können…

An der Unterstützung von den Rängen lag es jedenfalls nicht. Die war sowohl daheim als auch beim Auswärtsspiel vorhanden. Sicher, besser und lauter geht es immer – aber es war wirklich wieder viel Kraft und gerade auswärts auch wieder viele Fans mit von der Partie. Das ist einfach eine starke Unterstützung, die solche Auftritte schwer erklären lassen.

Am ungünstigen Sonnenstand mag es in den ersten Minuten auch gelegen haben, aber die Erklärung für die Gegentore wird eher im unglaublich schwachen Spiel der ganzen Mannschaft zu Beginn der Partie zu finden sein.

In der Anfangsphase waren wir wieder einmal in Gedanken einfach nicht beim Spiel.

Zumindest zusammengerissen haben wir uns dann aber – und wie! Ein großes Kompliment für das Auftreten danach nach der großen Kritik für den schlechten Anfang.

Wir blicken ja auch genau hin, ob alles so läuft, wie es sollte. Und machen uns bemerkbar, wenn etwas falsch läuft. Wenngleich dies weniger sportlich zu verstehen ist…

Fakt ist ja, daß wir von Glück sagen können, daß das klare Abseitstor von Allagui am Ende zählte – aber vielleicht hätten wir sonst auch aus anderer Situation das 2-2 noch erzielt, das Feuer dafür war da. Auch für einen möglichen Siegtreffer, doch so viel schafften wir dann doch nicht mehr. Es wirkt so, also ob wir aktuell das Siegen verlernt hätten. Zumindest für ein paar Spiele. Das kommt sicherlich wieder und ist kein Dauerzustand, dafür haben wir zu viel Potential im Team. Und das bereits mehrfach bewiesen. Das kann nicht einfach so weg sein und ist es auch nicht.

Die Frustration nach dem Regensburgspiel war groß, aber die aktuelle nach dem Fürth-Kick ist noch viel größer. Unzufriedenheit ist allerdings auch wichtig, um etwas zu ändern. Und ändern muß sich etwas. Wir kassieren zu viele Gegentreffer und sind nach vorne zu harmlos. Und kommen nach wie vor nicht wirklich ins Spiel. Und brauchen ein besser funktionierendes System.

Wie das zu bewerkstelligen wäre, das übersteigt meinen Fanhorizont. Aber zum Glück sind dafür andere da. Und das Vertrauen in die Spieler auf dem Feld und in unsere sportliche Führung ist auch da. Wir haben es ja schon mehr als einmal gezeigt, daß wir das können!

Wichtig aber vor allem, daß der Verein so gut aufgestellt ist. Gratulation an Oke für die Wiederwahl auf der JHV!

Er hat bislang ein gutes Händchen für den Verein bewiesen und ich traue ihm dies auch weiterhin absolut zu.

Von einer Krise nach den sechs sieglosen Spielen in Folge zu sprechen wäre natürlich unsinnig, auch wenn das 4-0 in Fürth extrem frustierend war. Aber eben auch kein Offenbarungseid. Es lief einfach mal so richtig nichts zusammen und die (Gelb-)Rote gegen Nehrig war auch ein erster Tiefpunkt dieser Art, was wir bislang in dieser Spielzeit ja vermieden hatten. Aber wenn es schon mal schlecht läuft…

Es gibt nach wie vor wichtigeres. Immer wieder.

Geht es aktuell auch runter, so haben wir uns dennoch schon zwanzig Punkte in der Hinrunde erspielt und sind damit im Soll, was den Klassenerhalt anbelangt. Zumindest rechnerisch und in der Theorie.

Andersrum dürfen wir auch nicht mehr so auftreten wie in Fürth, denn sonst holen wir in dieser Liga gar nichts mehr – aber natürlich werden wir auch das nicht mehr tun. Es gibt halt immer mal Tiefschläge und das war eben so einer. Aufbaugegnerphänomen und so. Mund abwischen und weiter. Mit Analyse aber bitte. Damit sich das nicht wiederholt.

Ein Lichtblick ist ja, daß wir breit genug im Kader aufgestellt sind, um auf diversen Positionen Spieler zu ersetzen. Das haben wir schon beweisen können und werden davon auch in der restlichen Spielzeit zehren können. Vielleicht wäre es ja mal an der Zeit, auch etwas mutiger umzustellen und nicht nur auf Verletzungen zu reagieren – hier würde ich persönlich mir beispielsweise mal einen Starteinsatz von Schneider im Sturm wünschen. Der Junge könnte für die nötige Torgefahr sorgen. Die haben wir aber auch echt nötig.

Wir schreien ja eh jede Mannschaft nach vorne – warum also nicht einfach mal etwas auf eine Weise ändern, wie wir es noch nicht gewagt haben in dieser Spielzeit? Bislang sind wir da vorne jedenfalls zu berechenbar. Vom System her.

Angesehen habe ich mir das Spiel in Fürth mal wieder nur von daheim aus – Danke an Tröööt wieder einmal für die Bilder, die einfach das Schönste von der Partie sind.

Das Spiel selbst mit den vier Gegentoren war jedenfalls echt zum Vergessen. Die Ratlosigkeit in den Gesichtern wird aktuell nur noch von dem Grauen vor dem nächsten Spieltag überboten. Eigentlich der perfekte Zeitpunkt, um mit einer Änderung für neuen Schwung zu sorgen.

Mit Liebe und Einsatz geht das. Wir können das!

Es kommt immer das nächste Spiel. Auf St. Pauli!

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