Skip navigation

Die – zumindest für die meisten von uns, Mats war ja gegen die Deutsche Nationalmannschaft über 90 Minuten auf dem Platz und Aziz verletzte sich in der Vorbereitung für seine Landesauswahl – spielfreie Zeit führte leider nicht zu einer Ausdünnung der Verletztenliste. Ganz im Gegenteil, hier traf es weiter den Kader, der neben Lasse (und Ziereis) nun auch noch auf Aziz und Buchtmann verletzungsbedingt verzichten mußte. Wenigstens war mit der 15 Jahr USP-Party in der Zwischenzeit Grund zum Feiern – und auch mit dem gelungenen Heimauftakt der 1. Frauen gegen Kiel. Wie es in Nürnberg positiv werden sollte, war da allerdings nur mit ganz viel Hoffnung vorherzusagen.

Groß feiern kann man ja auch ohne Spiel – das zumindest haben USP wieder einmal bewiesen. Und damit meine ich nicht etwa einen nicht spielbezogene Feier mit dem Rücken zum Spielfeld oder dergleichen (um mal einen der üblichen Vorwürfe gegen Ultras überall an- aber nicht weiter auszuführen), sondern die feiernswerte Tatsache, daß Ultra St. Pauli auf mittlerweile ganze 15 Jahre zurückblicken kann. Herzlichen Glückwunsch an USP!

Die Feierlichkeiten, die nicht gerade im üblichen Rahmen abliefen, fanden im Ballsaal in der Süd, welche zu diesem Zweck etwas umdekoriert wurde, statt. Schick geworden.

Und ein passender Ort für diese Party, ist doch die Süd das Herzstück von USP seit dem Umzug nach dem Neubau. Und viel fürs Herz und die Ultra-Seele war durch die ganzen angereisten Gäste von befreundeten Gruppen auch noch dabei. Auf weitere 15 Jahre!

Und um aus dem Feiern gar nicht erst herauskommen zu können, ging es am nächsten Tag bei den 1. Frauen in der Feldarena auch gleich weiter mit der Party.

Und auch mit der gegen Heidenheim gezeigten Choreo mit dreifarbigen Ballons und dem Namen der Kurve bzw. Stätte – hier eben Feldarena.

Der Angstgegner der letzten Saison, die gut spielenden Frauen von Holstein Kiel, wurden diesmal aber angemessen vom Platz geschossen. Zweistellig! Die Anzeigentafel mußte sogar mit Klebehilfen auf den Endstand von 10-3 gebracht werden. Was für ein Spiel!

Und auch die Partie in Nürnberg sollte zu einer Feier werden. 0-1 durch Sobota stand nach 90 Minuten plus ordentlicher Nachspielzeit auf der Anzeigentafel im Frankenland. Und die Stimmung war ebenfalls überschäumend gut. Zumindest nach dem zu urteilen, was ich davon am Bildschirm mitbekommen konnte. Die Reise am ungeliebten Montag auf sich zu nehmen war schon hart genug – großartig, wie viele das dennoch auf sich genommen haben. Lohnte dann ja zum Glück auch!

Davor stand dann aber ein extremes Spiel. Was schon dadurch so besonders anfing, daß, wie anfangs bereits ausgeführt, die Verletztenliste derart lang geworden war, daß einfach sämtliche 18 Spieler, die spielen konnten, von Janßen nach Nürnberg mitgenommen wurden. ALL IN also. Und das auch noch erfolgreich!

Dabei sah dies anfangs gar nicht danach aus. Die Gastgeber waren drückend überlegen, machten uns im Spielaufbau nahezu alles durch aggressives Anlaufen kaputt, während unsere Abstände im Mittelfeld zu groß waren, als daß wir aus der eigenen Hälfte herausgekommen wären. Glücklicherweise stellte unser Trainer um und zog Mats deutlich nach hinten zurück, so daß die Anbindung wieder gegeben war. Aber da wir defensiv auch gut standen, fanden die Nürnberger einfach noch nicht nach vorne statt – während wir auf einmal – nein doppelt – vor deren Gehäuse auftauchten konnten. Und der großartig spielende Litka setzte nur knapp den ersten Schuß davon ans Außennetz. Da hätte es gut und gerne schon klappen können mit dem Auswärtstor. Anschließend wurde das Spiel wieder mehr in unsere Hälfte verlagtert und nur dem bärenstarken Himmelmann war es zu verdanken, daß wir keinen da hinten kassierten. Nein, nicht nur, auch unsere Abwehr machte seine Sache gut, insbesondere Avevor lieferte erneut stark ab – eine weitere Steigerung gegenüber dem Auftritt gegen Heidenheim. Er macht seine Rolle als Lasse Ersatz überraschend gut und weiß immer mehr zu überzeugen. Insgesamt wirkten wir zwar deutlich geschwächt durch die Ausfälle – doch haben sich alle derart ins spiel hineingebissen, daß die Mannschaftsleistung auch ohne die vier anfangs erwähnten wichtigen Spieler überwältigend war. Gerade weil sie in dieser Form nicht zuzutrauen war.

In der zweiten Halbzeit wurden die Gastgeber immer drückender und überlegener, der Führungstreffer schien für sie nur eine Frage der Zeit zu sein – doch auch weiterhin hielt unsere Abwehr stand und die Latte war zudem braun-weiß, da paßte alles. Mit viel Glück, aber auch Kampf und Abwehrvermögen auf unserer Seite. Daß dann mit quasi dem ersten gefährlichen Schuß der zweiten Halbzeit von uns der Ball auf einmal im Netz der Nürnberger landete, setzte dem Spiel endgültig die Krone auf. Abschlag, unfreiwillige Kopfballverlängerung durch einen Nürnberger, Sobota erläuft gerade noch so vor Verteidigern und Torwart den Ball und spitzelt ihn mit einer Berührung sogleich am Hintermann der Gastgeber vorbei ins Netz. Angesichts der Torchancen und Spielausbeute einfach nur der Wahnsinn!

Andererseits stand unsere Zweikampfbilanz deutlich zu unseren Gunsten wie auch unsere Laufbereitschaft auch noch im Raum. So unverdient, wie es sich auf den ersten Blick ausnahm, war die Führung nicht. Und auch nach dem Treffer war das Spiel ja noch nicht zu Ende – nur ließen wir eigentlich gar nichts mehr zu. Großartig verteidigt weiterhin und nach dem Apfiff ging es einen Auswärtssieg feiern. Und alle: „Hier im Frankenland, spielen wir euch an die Wand, immer weiter vor, schießt für uns ein Tor…“.

Oh yeah! 10 Punkte nach 5 Spielen. Macht einen Zwei-Punkte-Schnitt pro Partie. Und ist ein Viertel der Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt. Einfach nur schön! Schwer wird die Englische Woche, die ab Samstag bevorsteht, nichtsdestotrotz. Die Ausfälle werden voraussichtlich nicht zurück sein, eventuell der eine oder andere, aber eben nicht alle. Und Ingolstadt, Kiel auswärts und dann noch Düsseldorf, das werden schwere Spiele. Umso schöner, daß wir nun schon einige Punkte auf dem Konto haben. Gerne bald auch mehr. Forza St. Pauli!

Mehr zum Spiel:
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=8821
https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2017/09/13/matchday-05-1-fc-nurnberg-vs-fc-sankt-pauli-0-1/

One Trackback/Pingback

  1. […] Kleiner Tod (German) […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: