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Vier Punkte aus den letzten drei Spielen wäre eine optimale Ausbeute gewesen, nun sind es nur einer geworden und wir stehen erneut auf einem Abstiegsplatz. Ein „Sechs-Punkte-Spiel“ im Erzgebirge zu verlieren stand zwar nicht auf dem Plan, ist aber angesichts der nach wie vor machbaren Ausgangslage auch kein Genickbruch. Bereits am Dienstag gegen Sandhausen werden wir daheim die Chance bekommen, aus dieser Englischen Woche etwas Zählbares mitzunehmen – und nach dem 1-0 Erfolg unserer direkten Konkurrenten aus Aue, die mit uns den Platz damit in der Tabelle getauscht haben, brauchen wir nun auch alles Zählbare, was nur irgendwie möglich ist. Eigentlich daheim jeden denkbaren Punkt. Wäre da nicht das Quentchen Glück, das man dabei immer braucht und das uns in Aue definitiv gefehlt hatte.

Nicht, daß wir dort einen Sieg verdient hätten, was man von den Gastgebern leider durchaus so sagen konnte, doch ohne jenen einen Sonntagsschuß wäre eine Nullnummer durchaus im Bereich des Machbaren gewesen. Die enge personelle Situation – ein Ausfall unserer beiden torgefährlichsten Spieler durch Sperre bzw. Verletzung – war schon übel genug, doch daß nach Sahin und Aziz auch noch Nehrig beim Aufwärmen passen mußte, das riß uns dann auch noch im defensiven Mittelfeld ein nicht nur taktisches Loch.

Da half dann auch das beste Bier – mein Lieblingsstout, das ich nach langem endlich wieder beschaffen konnte – daheim am Bildschirm nicht über das, was sich auf dem Rasen abspielte, hinweg – es lief nicht rund bei uns. Und leider hatte das seine Gründe…

Das mag ja noch so erfolgversprechend sein, wenn eine Mannschaft bei jeder Berührung sich schreiend am Boden wälzt, aber Sympathiepunkte wird so eine Schauspielertruppe niemals sammeln können. Und was da in Aue von Heimseite gezeigt wurde, das war einfach nur noch zum Fremdschämen. Glücklicherweise fiel das Schiedsrichtergespann fast nie darauf herein, ansehnlich machte es den Kick in keinem Fall. Und da wir bei nahezu jedem Zweikampf besonders vorsichtig einstiegen, fiel dann auch aus ein paar nicht vehement genug geführten Zweikämpfen eigentlich aus dem Nichts das spielentscheidende Tor durch einen Seitenfallschuß, als ein Abpraller unglücklich für uns dem Spieler der Aue perfekt in die Schußbahn fiel. Da lief eigentlich fast alles gegen uns, was irgendwie möglich war. Wie es denn in so einem Spiel in so einer Situation nun einmal gerne ist.

Zeit genügend hätten wir ja im Anschluß auch noch gehabt, aus dem Erzgebirge zumindest einen Punkt mitzunehmen. Nur boten die Spieler auf dem Platz leider nicht die dafür notwendige Energie bzw. den Druck nach vorne auf. Lediglich der – wohl viel zu spät eingewechselte – Schneider bewirkte mit einem sehenswerten Knaller an die Latte so etwas wie ein Aufkeimen von Hoffnung, doch verlief sich das Spiel danach auch wieder ins Nichts und endete mit jenem Treffer auf der Anzeigetafel, ohne den es wohl an diesem Tag zu einer torlosen Punkteteilung gekommen wäre. Zu wenig boten beide Vereine auf dem Platz an Torgefahr auf. Da half dann auch der tiefe Blick ins Glas nach Abpfiff nicht weiter…

In Hamburg schien auch so die Sonne bei frühlingshaften Temperaturen, was der Blick auf die Tabelle nicht wirklich schöner macht, aber dafür liefen die Ergebnisse der anderen nicht ausschleßlich gegen uns. Sicher, Aue hat gegen uns gewonnen und Bielefeld ergatterte sich einen Punkt, aber Karlsruhe behielt mit einer Niederlage ganz unten die Rote Laterne und über uns verlor Lautern, so daß wir nach wie vor nur drei Punkte und ein Tor von denen getrennt sind (dazwischen steht nun allerdings Aue mit einem Zähler mehr als wir).

Holen wir also gegen Sandhausen einen Dreier, während zumindest Aue bei den Eisernen gerne leer ausgehen mag und zum Abschluß der Englischen Woche in Nürnberg vielleicht noch irgendetwas, dann würde der Blick auf die Tabelle sicherlich gar nicht mal so schlecht aussehen können. Nunja, Gedankenspiele bringen uns nicht weiter, aber irgendwie rechnet man ja schon die ganze Zeit mit.

Nötig wäre dazu aber definitiv eine deutliche Leistungssteigerung, denn der Kick in Aue war schon hart zu ertragen. Das können wir nicht nur besser, das müssen wir auch wieder so abliefern.

Zumindest Aziz wird am Dienstag vorn wieder für mehr Torgefahr sorgen können, bei Sahin sieht es ja leider noch nicht so vielversprechend aus. Egal. Schreien wir sie einfach nach vorn und hoffen darauf, daß etwas Gutes passieren wird. Aber Hauptsache, alle geben alles. Dann wird das am Ende zumindest schon was.

Manches geht halt nur gemeinsam – https://de-de.facebook.com/zeckensalon/posts/1478258468852550 mit zwei Terminen in Bezug auf den G20 bzw. was dagegen an Protesten gehen könnte. Einfach stillschweigend hinnehmen ist jedenfalls keine Option.

Das Gleiche gilt für die Situation in der Türkei und unsere ehemalige #23 – dazu verweise ich auf http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=8242.

Alles Gute noch den von Arschlöchern aus der Vorstadt Angegriffenen bei der Heimreise. So ein Scheiß.

Wir haben viel vor uns. Packen wir es an!

Mehr zum Spiel:
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=410
https://www.konbon.de/sportlich/wenn-das-wurstgulasch-das-highlight-ist/
https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2017/04/02/matchday-26-erzgebirge-aue-vs-fc-sankt-pauli-1-0/

2 Trackbacks/Pingbacks

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