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Ein Vorteil einer Länderspielpause ist ja, daß ich mir mit einem Spielbericht auch mal etwas Zeit lassen kann. Aber nun ist es wahrlich genug, also ran an die Tasten. Es gab ja noch dieses 0-0 gegen einen der Aufstiegsaspiranten aus dem Norden, einen äußerst Irischen Tag davor und einen nicht wirklich ungestörten Spaziergang direkt nach dem Heimspiel in Barmbek aus leider nicht so schönen Gründen. Dafür aber in umso schönerer Gesellschaft.

Alljährlich am 17.03. – gewisse Ausnahmen einmal beiseite gelassen – ist es Zeit für einige schön Grüne Dinge. Wobei es ja nicht unbedingt auf die Farbe ankommt… Der Irische Nationalfeiertag ist zwar sowohl ein katholischer als auch nationaler Anlaß, was ihn jedoch zum Feiern macht, das ist die Irische Geschichte mit all ihrem Widerstand und Freiheitskämpfen. Und da neben Irischem Whiskey an diesem Tag ein feines Stout nicht fehlen darf, stand ersteinmal Backen mit Guinness auf dem Plan. Dieses leckere Guinness-Brot war mit Butter und Zuckerrübensirup genossen übrigens einfach der Hammer. Und natürlich mit Guinness…

In der kleineren Hamburger Zeitung mit vier Buchstaben gab es mal ein ebenfalls sehr schmackhaftes Schokokuchenrezept mit diesem Stout, was auch in Cupcake-Form umgesetzt mehr als nur lohnend war. Paßt wirklich perfekt.

Und natürlich auch ein paar Tropfen aus dem freien Irland dürfen an diesem Tag nicht fehlen. Gibt und gab natürlich auch bessere, aber das ist ein anderes Thema…

Am morgen danach war dann doch ersteinmal Enthaltsamkeit angesagt – und daß bei einem Heimspiel. Hatte aber eh genügend Irisches im Blut…

Die Gäste aus Hannover waren zwar auf der Nord, es gibt aber auch aus dieser Stadt ganz besonders liebe Menschen, die im Heimbereich unterwegs sind und irgendwie muß ich bei der Nennung dieser Stadt dann auch eher an diese als an die Gästefans denken.

Gefühlt gab es im Heimbereich noch etwas mehr an Papierschnippseln als eh schon üblich.

Das Papierinferno sollte dann auch der Hauptteil der visuell wahrnehmbaren Unterstützung beim Einlaufen darstellen an diesem Tag.

Sicher, es gab auch ohne Ende Fahnen und dergleichen – aber diese Konfettiwut war schon sehr ansehnlich.

Wenn der Rasen schon danach so ausschaut, dann weiß man, daß Heimspiel ist.

Und daß eines war, weiß man dann an den Papierschnippseln, die man in den Klamotten mit herausträgt…

Über das Spiel selbst gibt es nicht wirklich viel zu sagen. Vor allem die erste Hälfte war eine sehr ausgeglichene Partie, die zwei Mannschaften auf Augenhöhe zeigte, welche sich gegenseitig kaum eine Chance einräumen wollten. Erwähnenswert an dieser Stelle unsere starke Innenverteidigung, denn auch wenn Lasse aufgrund einer Gelbsperre und Hornschuh angeschlagen aussetzen mußten, hatten wir mit Gonther und Ziereis absolut gleichwertigen Ersatz anzubieten. Zum Glück fiel keiner davon aus, so daß wir diese Stärken auch die ganzen 90 Minuten über sehen durften. Eigentlich verrückt, wie extrem stark in der Rückrunde unsere Verteidigung wieder aufspielt, in der Hinrunde hatten wir ja Schwierigkeiten, diesen Mannschaftsteil wiederzuerkennen. Hervorzuheben ist dabei aber insbesondere Dudziak, der sich in den letzten Spielen auf einem Level präsentiert, daß man sich kaum einen besseren Außenverteidiger wünschen könnte – bärenstark! Mit Nehrig und Buchtmann hatten wir davor eher die gewohnte defensive Zentrale, aber da Møller Dæhli wieder auflaufen konnte, war hier für die erste Stunde ein spielerisch ganz anderer Zug zu sehen als in der Hinrunde – auch dessen Auswechslung durch Thy war dann ja keine Option, die wir im ersten Halbjahr hatten. Vom Ergebnis her brachte uns das nicht auf die Anzeigentafel, aber ein wichtiger Punkt wurde an diesem Tag geholt und das war bei diesem Gast ja nun wirklich nicht selbstverständlich.

Auch wenn H96 in letzter Zeit eher ein wenig schwächelt, so muß man derartiges auch erst einmal schaffen – deswegen Kompliment und Glückwunsch an dieser Stelle an unsere BoysInBrown (mußte ich einfach mal an dieser Stelle loswerden).

Politisch gibt es an Themen ja leider auch mitten in Hamburg eines, daß es anzugehen gilt. Und während das Spiel lief, liefen auch andere in Barmbek: https://linksunten.indymedia.org/en/node/207056.

Für alle anderen gab es nach dem Spiel auch noch die Gelegenheit zur Teilnahme an einem „Stadtteilspaziergang“. Viele nahmen dies leider nicht wahr, das können wir definitiv noch besser!

Ein Gruß nach Griechenland geht immer (Hallo nach Athen auch von mir, allerdings in eine etwas andere Richtung). 😉

Warum wir die kommende Verschärfung des Widerstandsparagraphen nicht brauchen, hat der Anwaltsverein lesenswert zum Ausdruck gebracht:
Stellungnahme des Deutschen Anwaltvereins zu den geplanten Änderungen der §§ 113 bis 115, 125, 125a StGB
.

Mehr dazu auch hier: http://braunweissehilfe.de/index.php/2017/03/17/mehr-gewalt-gegen-polizei/.

Mehr Spannung gab es in der zweiten Halbzeit dann auch. Es wurde eine sehr umkämpfte Partie mit mehreren Torszenen, wobei beide Seiten einen Pfostentreffer hatten, der jeweils auch ein Tor hätte sein können – nimmt man die ein bis zwei nahezu 100%-tigen Chancen hinzu, die die Gäste auch noch hatten, könnte man fast von einem glücklichen Punkt sprechen. A

ber da auch wir die eine oder andere Chance hatten, die durchaus hätte hineingehen können, wurde es am Ende ein verdienter Punkt für beide Seiten.

Inwieweit die beiden Bundesligen noch wiederzuerkennen wären, wenn die schützende Regel 50+1 fallen würde, hat unser Sportchef in einem lesenswerten Interview gerade erst zum Ausdruck gebracht. England ist wahrlich ein abschreckendes Beispiel, aus Fansicht gesehen. Daß gerade die Vereinsführung der Gäste dies gerne anders hätte, ist ja seit langem bekannt – die Gegenwehr der Gästefans dagegen umso willkommener.

Wie umkämpft dieses Spiel war, konnte man gut direkt nach dem Abpfiff sehen. Hier haben beide Mannschaften alles gegeben.

Nimmt man die extreme Kälte durch den beißenden Wind an diesem Tag dazu, eine wirklich gute Leistung von unserer Seite (über die der Gäste kann man ja anders urteilen, deren Trainer in dieser komfortablen Situation zu entlassen muß man dann hingegen auch nicht verstehen, aber das ist ja nicht unser Problem).

Der Beifall von Heimseite war jedenfalls angemessen und liebevoll. Wir brauchten angesichts der Punkte der anderen Vereine im Kampf um den Klassenerhalt in den letzten Spieltagen dringend diesen Zähler. Und eigentlich in Aue dann auch einen Auswärtssieg. Holen wir ihn uns!

Nach dem Spiel kamen einige von uns dann nach Barmbek. Leider nicht so viele, wie es hätten sein können, ganz im Gegenteil, dafür aber viele, über die ich mich persönlich freuen konnte. Wogegen bzw. wofür wir auf die Straße gingen war ebenso lohnend wie die Menschen, die dabei waren. Nur angemeldet hatte keiner diesen Spaziergang, jedenfalls hatte Team Sicherheit keinerlei Bereitschaft gezeigt, auch nur in Ansätzen kooperartiv zu sein. Ein Katz und Maus-Spiel begann, daß dabei wohl vor allem eines zeigen sollte – daß Hamburg diesen Naziladen nicht hinnimmt. Da gilt es natürlich dranzubleiben. Angesichts der Umstände wurde es nur ein kurzer Spaziergang, aber da kommen ja noch andere Tage. Kein Fußbreit!

Mehr zum Spiel:
https://metalust.wordpress.com/2017/03/19/vom-frommen-tanz-ans-millentor-fc-st-pauli-hannover-96-00/
https://www.konbon.de/sportlich/scheiss-st-pauli-heimspiel-gegen-hannover-96/
http://niceguys.blogsport.de/2017/03/19/senfdazu35/
https://www.stefangroenveld.de/2017/zu-schwach/
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=409
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=8236
http://beebleblox.blogspot.de/2017/03/nullnummer.html
https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2017/03/19/matchday-25-fc-sankt-pauli-vs-hannover-96-0-0/

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