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Es kommt momentan wirklich viel zusammen. Tabellenletzter zu sein und dann auch noch die ganze Verletztenmisere waren im Vorfeld bereits ein schwerer Rucksack. In so einer Situation in der 86. Minute das Gegentor zu kassieren wäre auch schon schlimm genug, aber sich dann auch noch die Kugel selbst hineinzuschießen durch ein unglückliches Billardtor bei einem Rettungsversuch, das hat schon alles Dramacharakter. Aber – und das ist der positive Aspekt – diese Mannschaft hat gerade in der zweiten Mannschaft auch gezeigt, daß sie es schaffen könnte. Wir sind noch lange nicht am Ende und Aufgeben werden wir auch nicht.

Großartig finde ich vor allem die nach wie vor breite Unterstützung auswärts, denn daß bei so einer Negativserie immer noch so viele Fans die Spiele auch bei langer Anreise besuchen, das ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit und gehört ebenso honoriert wie der Versuch aller im Verein, unabhängig von der Ausgangslage diese Saison noch irgendwie herauszureißen. Inwieweit der neue Co-Trainer hierbei helfen kann, das wird sich erst noch herausstellen müssen. Daß Ewald in der Fanszene nach wie vor einen enormen Rückhalt genießt, das konnte man hingegen deutlich auch bei diesem Spiel am Bildschirm hören. Ich glaube nicht, daß wir auf dieser Position so bald einen Wechsel sehen – vor allem aber hoffe ich nicht, daß es so kommt. Mit diesem Trainer will ich wieder Erfolge erleben und ich habe das Vertrauen, daß eben dieses möglich ist und passieren wird. Auch wenn es erst einmal darum gehen wird, bis zur Winterpause den Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz möglichst gering zu halten – allein das dürfte bei allem Verletzungspech schwer genug werden.

millerntorherbst

Das Spiel in dem kleinen Stadion in Würzburg ging ja gut für uns los und um ein Haar hätte Picault früh die Führung erzielt, wenn er nicht den berühmten Schritt zu spät gekommen wäre. Wahrlich schade. Und auch Choi hätte diese Flanke verwerten können, aber aus spitzem Winkel traf er dann leider nicht mehr ins Netz. Da waren keine 5 Minuten gespielt und die Hoffnung wurde größer, daß wir ausnahmsweise wieder einmal punktemäßig etwas holen könnten. Doch dann fanden die Gastgeber immer besser ins Spiel und unsere Abwehr geriet derart in Bedrängnis, daß man bis auf Lasse und Himmelmann kaum noch von einer solchen sprechen konnte. Avevor zeigte dabei bei einer Ecke auf der anderen Seite größere Befähigungen als Stürmer, der Kopfball hätte auch passen können – im Gegensatz zu seinen meisten Aktionen nach hinten. Daß er dann ausgewechselt werden würde, war schnell abzusehen, daß es nach einem Zusammenprall mit einem erneuten Verdacht auf Gehirnerschütterung sein mußte hingegen nicht – gute Besserung. Wir haben echt kein Glück derzeit.

Der in der Halbzeit eingewechselte Gonther brachte endlich Stabilität hinten herein und vor allem im Zusammenwirken mit Sobiech stand die Abwehr die meiste Zeit fest und sicher – nur bei manchen spielbezogenen Ausflügen nach vorn von einen der beiden wackelte es hinten wieder, so wie in der entscheidenden Szene, als Lasse bei einer Abwehraktion aus der hinteren Position nach vorne rücken mußte – und als dabei der Ball verloren ging, da waren Koglin und Hedenstad leider unglücklich überfordert und brachten in dieser einen unfreiwilligen Gemeinschaftsaktion den Ball ins eigene Netz. Paßt leider einfach alles momentan – das Unglück mag uns gerade zu gern… Aber noch ist Zeit, sich dem entgegenzustemmen und etwas zu erreichen. Auch wenn es von Spieltag zu Spieltag schwieriger wird, noch ist über eine Saisonhälfte zu spielen – und wir werden uns die Punkte schon noch irgendwie erkämpfen. Müssen.

Inwieweit der ganze Frust angesichts der aktuellen Situation auf der JHV am Sonntag bemerkbar machen wird, ist unklar. Der Termin ist aber selbstverständlich unabhängig von der tabellarischen Lage Pflicht. Inwieweit die Anträge, siehe https://www.fcstpauli.com/news/mitgliederversammlung-2016-antraege-und-tagesordnung/, spannend werden, vermag ich nicht vorherzusehen. Was manche vom Ausrüster halten, das ist ja eine Sache. Wie es die Mitgliederversammlung sieht, vermutlich eine andere – aber warten wir ab.

Eigentlich gibt es bei er aktuellen Entwicklung weltweit wichtigeres als solche Fragen. Positiv ist, daß Naki in der Türkei freigesprochen wurde. Aber… Das in den USA ein vom KKK offen (nicht ohne Grund…) favorisierter Kandidat das Rennen macht, ist nicht nur in diesem Land ein Problem. Die USA wirken sowohl weltweit, als auch die in Europa befindlichen Bewegungen, siehe nur den Brexit oder die AfD, machen deutlich, daß wir uns nicht zurücklehnen können. Lesefutter dazu: https://patrick-gensing.info/2016/11/09/fluechtige-moderne-2-0-der-hass-als-neue-konstante/ und http://antifapinneberg.blogsport.de/2016/11/09/es-gibt-viel-zu-tun-packen-wirs-an/. Weil es verdammt nochmal wichtig ist.

Mehr zum Spiel selbst:
http://grenzenlos1910.com/stimmen-nach-dem-spiel/
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=396
https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2016/11/08/matchday-12-wurzburger-kickers-fc-sankt-pauli-1-0/

2 Trackbacks/Pingbacks

  1. […] Kleiner Tod (German) […]

  2. […] hätte ich auch die Überschrift vom letzten Bericht wiederverwenden können – „Wir brauchen keine Gegner mehr“ ist leider nach wie vor aktuell. Im zweiten Spiel in Folge erzielt die andere Mannschaft […]

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