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Der Start in die Englische Woche hätte noch besser ausgehen können und doch kann man mit der Nullnummer in Braunschweig zufrieden sein. Positiv stimmt nicht nur der gesamte Auftritt, auch die großartige Rettungsaktion von Himmelmann, der uns wieder einmal im Spiel gehalten hatte, bleiben in Erinnerung. Nicht verdrängen kann man allerdings auch die Bilder von all den vielen Menschen auf der Flucht und den ganzen freiwilligen Helfenden, die sich diesen in einem nicht genügend zu würdigenden Aufwand annehmen – während der Staat nichts besseres im Sinn hat, als den ganzen vor dem Nichts stehenden Geflüchteten auch noch das Leben hierzulande so unmöglich wie nur irgend möglich zu machen.

HH-HBF-Refugees

Gegen die geplanten Verschärfungen im Asylrecht – siehe http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/neuer_gesetzentwurf_abschottung_abschreckung_und_obdachlosigkeit/ – man könnte es auch den Versuch von dessen nun vollkommener Aushöhlung wenn nicht gar faktischer Abschaffung nennen – kann man zumindest aktuell noch protestieren und das sollte man auch nutzen – auch mit einer Unterschrift wie hier, wo es auch weitere Informationen gibt: https://www.campact.de/fluechtlinge/asylrecht/teilnehmen/. Das ganze hat eher etwas von einer Möglichkeit auf Gnade und keinem Recht auf Asyl mehr – aber da Menschenrechte dieser Regierung bislang eher nicht so wirklich wichtig zu sein scheinen, muß man davon ausgehen, daß so etwas in der Art womöglich auch umgesetzt wird. Es ist eine Katastrophe.

Aber auch, was aktuell abläuft in Europa. Eine menschliche Katastrophe. Denn es ist ein fast vollkommenes Versagen staatlicher Strukturen angesichts der großen Not so vieler Menschen auf der Flucht. Wenn es nicht so viele privat helfende Menschen geben würde, wäre es endgültig unerträglich. Und so unvorstellbar schlimm es auch für die Menschen ist, die auf der Flucht sind, so können wir doch etwas für sie tun – so beispielsweise am Hauptbahnhof, wo die Unterstützer jede helfende Hand benötigen können. Wer die Zeit findet, kann sich gerne unter der Brücke in der Wandelhalle melden. Dort wird alles irgendwie organisiert und auch Spenden wie Nahrungsmittel oder auch finanzielle Unterstützung gesammelt (aber bitte keine Kleidung). Besonders gebraucht werden aber Menschen, die ihre Zeit und Energie einbringen können, denn mit beiden sind die Helfenden vor Ort mittlerweile reichlich an ihrer Grenze angelangt. Auch würden Fahrgelegenheiten gebraucht vielfältiger Art – einfach im Hauptbahnhof vorbeischauen und Hilfe anbieten, wer es irgendwie erübrigen kann. Es ist alles wichtig, wie man mir am Sonntag dort vor Ort sagen konnte.

Der BLÖDen Scheinheiligkeit sind zum Glück in der 2. Liga etliche Vereine nicht auf den Leim gegangen – http://www.bildblog.de/70149/wer-nicht-fuer-bild-werben-will-muss-gegen-fluechtlinge-sein-3/ – wobei es sicher mal wieder gezeigt hat, wie gut diese Liga doch zu uns paßt. Im Oberhaus waren es zumindest viele der Fans, während die Vereine das unwürdige Spiel mitgemacht hatten. Viel schöner aber ist und bleibt: die Konzentration vieler Initiativen, auch der vieler Vereine – gilt der Unterstützung der Refugees. Hier zeigt sich, daß der Fußball wieder einmal weiter ist als die Politik.

Manche Fangruppierung begreifen aber auch in Liga 2 nicht, was aktuell abgeht. Von der Frage, inwieweit dort überhaupt irgendetwas begriffen wird, einmal ganz abgesehen. Viel mehr fällt mir zu diesem unterirrdischen Auftritt der Gastgeber unseres Sonntagsspiels jedenfalls nicht mehr ein. Aber BRAUNschweig hat sich ja noch nie durch eine besonders, sagen wir einmal, linke Szene ausgezeichnet… „Siamo tutti antifascisti“ Rufe aus dem FCSP Block waren daraufhin sogar am Bildschirm deutlich vernehmbar, wie auch der gesamte Auftritt akustisch gut herübergebracht wurde.

Alstertoern

Mit den drei Punkten hat es zwar nicht geklappt, aber wenn man sieht, wie extrem gut der Ball mitunter durch unsere Reihen lief, dann kann man nur sagen, daß wir weiterhin auf einem sehr guten Weg sind. Auch die drei Neuzugänge haben wieder einmal positiv mitgewirkt, nur leider konnten auch sie nichts Zählbares hervorbringen. Kompliment jedenfalls an alle – und natürlich insbesondere an Himmelmann für seine Glanztat, die uns am Ende den Punkt gerettet hatte. Wir haben den dritten Platz verteidigt – auch wenn das gar nicht das Ziel ist oder sein kann nach der vorangegangenen Saison – und freuen uns weiter über jeden Punkt, den wir für den Klassenerhalt sammeln können. Je früher desto besser!

Gefeiert haben wir dann spontan und alles andere als nüchtern auf der Alster. Irgendwie mußte das zum Abschluß einer anstrengenden Woche auch mal sein. So eine Nullnummer kann auch mal Laune machen. Und jeder Punkt zählt. Vor allem gegen solch einen Gegner…

Am Mittwoch geht es auch schon weiter, um 17:30 Uhr gegen Heidenheim. Eine ungeliebte Zeit, ein ungeliebter Tag, so mitten in der Woche – aber das ist in einer Englischen Woche ja leider immer so. Gegen diese starken Gäste wird es enorm schwer werden, aber mit viel Einsatz und Glück ist auch bei diesem Spiel etwas möglich. Und am Samstag in Paderborn wird es erneut eine schwere Aufgabe. Jedes nicht verlorene Spiel wird uns weiterhelfen. Schreien wir sie weiter voran!

Mehr zum Spiel:
blog.uebersteiger.de/2015/09/21/7-spieltag-a-eintracht-braunschweig-inkl-bildnotwelcome/
http://niceguys.blogsport.de/2015/09/21/senfdazu6/
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=342
http://grenzenlos1910.com/weniger-ist-manchmal-besser/
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=7823
https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2015/09/21/matchday-07-eintracht-braunschweig-fc-sankt-pauli-0-0/

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  1. […] Kleiner Tod (German) […]

  2. […] Kleiner Tod: Positiv:die Null steht beim #FCSP in Braunschweig. Negativ: viele Refugees stehen vor dem Nichts. […]

  3. […] Grenzenlos 1910: “Weniger ist manchmal besser” – Bericht KleinerTod: “Positiv: die Null steht beim FCSP in Braunschweig…” – Bericht […]

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