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Das fünfte Saisonspiel dieser Spielzeit erfolgreich mit einem Sieg oder einem Unentschieden zu bestreiten wäre wohl auch zu viel gewesen – eine zwar unglückliche Niederlage, die aber dennoch weder unverdient noch zur Unzeit gekommen ist. Die 10 Punkte aus den ersten vier Spielen waren ein Polster, von welchem wir aus durchaus beruhigt, aber eben nicht entspannt auf die nächsten Spiele schauen können. Wie schnell es schief gehen kann, wenn man nicht ausreichend aufpaßt, das war in Frankfurt zu sehen, wo ein einziger Querschläger nebst Sonntagsschuß zur Spielentscheidung zu unseren Ungunsten ausreichte. Und doch war das im Angesichts der während des laufenden Spiels in den Medien verkündeten Abgangs von Halstenberg nach Leipzig eher nebensächlich an diesem extrem heißen und sonnigen Sommertag. Nein, so konnte es auch nicht weitergehen und doch – es wird, wie immer, weitergehen. Das wie bleibt dabei die spannende Frage.

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Da das Auswärtsspiel, zu dessen Besuch ich mich spontan entscheiden konnte, erst am Sonntag stattfand, gab es noch genügend Zeit am Samstag für die Craft Beer Days beim Alten Mädchen – http://www.craftbeerdays.de/craft-beer-days-2015/. 20 verschiedene Craft Beer Brauerein boten ihre diversen, mitunter sehr vielfältigen Produktpaletten an, wobei man schon bei einem 0,1 Glas einsteigen konnte – was das Ausprobieren der unterschiedlichsten Sorten erheblich erleichterte. Gewinner war für uns von den an diesem Tag getesteten Biersorten – alle haben wir wahrlich nicht geschafft und dabei vorsorglich gleich bereits bekannte wie Ratsherrn ausgespart – einstimmig das Riedenburger Brauhaus, die zwar nur zwei Sorten mitbrachten, die aber beide sehr schmackhaft waren – das Dolden Sud und das Dolden Dark Porter – einfach schmackhaft und ausgewogen. Lohnt sich mal zu probieren bei Gelegenheit.

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Gelohnt hat sich vor allem aber der Stand der Hobbybrauer aus Hamburg, die nicht nur sehr gut trinkbare Biere mitgebracht hatten, sondern auch die politisch wichtigen Dinge. Die Zeit für Solidarität ist definitiv da und in enorm wichtig – die Spendensammlung für Geflüchtete darum auch unterstützenswert. Diese tolle Aktion auf Kiezhelden http://www.kiezhelden.com/projekt/refugees-welcome hat zwar schon ihr Ziel erreicht, aber es gibt sicher noch ähnliche Nachfolgeprojekte. Und vor allem: über das finanzielle Hinaus gibt es auch immer die Möglichkeit, direkt mit den Menschen vor Ort Kontakt aufzunehmen.

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Ein Bier der Hobbybrauer hatte es mir besonders angetan – was bei dem wunderbaren Namen sicherlich nahelag. Eigentlich hätte ich mir für den 12.09. ein paar Flaschen davon mitnehmen sollen, aber leider bin ich darauf natürlich erst zu spät gekommen – andererseits wäre das auch eher für das Bier danach sinnvoll gewesen, während des laufenden Tages bleibt man definitiv besser nüchtern…

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Eine wunderbare alternative Veranstaltung – von einer Alternativveranstaltung möchte ich gar nicht erst anfangen – war an diesem Tag auch nicht weit weg – ein privates Straßenfest der Augustenpassage, wo für Geflüchtete gesammelt wurde und das einfach nur bunt, kommerzfrei und schön war.

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Ähnlich könnte auch das Schanzenfest am nächsten Sonntag verlaufen – das im Vorjahr war jedenfalls nur gelungen und ich hoffe auf ein ähnliches Erlebnis. Politisch mit einer anderen, nicht minder wichtigen Frage in Bezug auf die Stadt und die Mitgestaltungsmöglichkeiten der Bürger – nämlich des kommerziellen Würgekonstrukts der Olympischen Spiele, die dieser Senat hierherholen will, obwohl die kritischen Stimmen äußerst gute Argumente haben – sich zu informieren fernab der einseitigen Berichterstattung bereits festgelegter Medien dürfte allein ein Grund sein, am Sonntag in die Schanze zu kommen – aber es wird auch sicherlich so einfach toll. Daß es am Vortag auch noch das vegane Straßenfest in St. Georg geben wird, macht das nächste Wochenende für Veggies eh zum Genuß.

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Besonders oft schaffe ich es ja nicht zu einem Auswärtsspiel, aber nach wie vor will ich es zumindest einmal in einer Spielzeit mitnehmen. Da es für mich und Union Berlin in diesem Jahr nicht reichen wird, kam mir die Chance zu einer spontanen Reise nach Frankfurt nur gerade recht. Zum FSV war ich noch nie gegangen und hatte schon sehr schöne Dinge über dieses kleine Stadion und seine Fans gehört. Ab in den ICE, auch wenn es sehr früh war, und mit der ein wenig Verspätung dann gerade noch rechtzeitig 90 Minuten vor Anpfiff beim Stadion am Bornheimer Hang mit dem verkauftem Namen.

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Der erste Eindruck gehörte, neben der extremen Sonne, den Flutlichtmasten, was dem Ganzen schon einmal einen positiven Geschmack gab. Daß das Stadion auch recht zentral – okay, Frankfurt ist eh ein Dorf – und gut erreichbar gelegen ist, kommt gerade aus Bahnfahrersicht noch hinzu.

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Der absolute Höhepunkt ist aber dieser wohl unsinnigste Tribünenteil überhaupt. Okay, zugegeben, zum Bierstand kommt man und es soll Fans geben, die in ihrem Block auch nicht mehr vom Spiel sehen. aber wer bitte hatte die Idee zu dieser Bauweise fernab des Rasens und vor allem warum?

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Vielleicht hatten sie bei dem Geld- und Namensgeber auch einfach nur zu viel Investitionsmittel übrig, die noch verbraten werden mußten. Was auch immer. Fing schonmal amüsant an.

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Aber eigentlich kann man das Stadion des FSV erst so richtig schätzen, wenn man den hässlichen Zugang der Heimfans, zumindest was ich so sehen konnte, nicht nimmt, sondern einfach als Gästefan in den Stehbereich geht – hier wurde es richtig grün und schön.

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Die minimalen Schatten und vor allem das kühle Grün ringsum wurden jedenfalls nur zu gern bei dieser Hitze mitgenommen im Vorübergehen.

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Bekannte Gesichter und der bekannte Stand vom Fanshop machten den Aufenthalt vor dem FSV Stadion schnell heimisch. Manche Karte kam hier noch an die wartenden Besitzer und vor allem die letzte Betankung vor dem Hineingehen wurde im Anbetracht der krassen Sommertemperaturen sicherlich jenseits der 30 Grad gerne angenommen.

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Da man mir noch ein hiesiges Erzeugnis in die Hand gedrückte hatte – ich weiß immer noch nicht, ob ich mich dafür bedanken sollte (Danke trotzdem!) – wollte diese Flasche natürlich auch noch geleert werden. Einen krasseren Gegensatz zum Vortag sich vorzustellen fällt allerdings sehr schwer.

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Das Hineingelangen war dann gar nicht so einfach, da die Kontrollen sehr streng waren und neben Taschen auch Portemonnaie Ketten abzugeben waren. Letzteres fiel zwar sehr schwer zu verstehen, da auch geworfene Geldstücke ähnliche Effekte erzielen würden und die sogar günstiger und leichter zu beschaffen wären, aber verstehen muß man solche Sicherheitswahnaktionen eh nie.

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Drinnen angelangt war dann die Platzsuche oberstes Gebot, knallte die Sonne einen doch nur so zu Boden. Was für extrem Sonnenfreudige an diesem Tag. Aber hallo.

Auch fernab der uneingeschränkten Sonneneinwirkung war die Temperatur sehr hoch, aber immerhin auszuhalten. Und der Blick war ja gut.

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Das Adjektiv verbietet sich zwar bei der angebotenen Licher Plörre im Stadion, doch war es sehr wichtig, überhaupt Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Und das eine oder andere Bier ist ja auch sehr erfrischend…

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Daß Ewald an diesem Tag wieder auf einige Spieler verzichten mußte, machte die Sache ja von Anfang an nicht einfacher, den vollen Support von den Rängen hat er aber so oder so – genauso wie die Mannschaft, wie immer sie auch nach der Transferperiode aussehen mag. Sicher stehen der Weggang von Halstenberg zur Mannschaft vom Spieltag vorher sowie der Neuzugang von der Mannschaft von diesem Spieltag, Marc Hornschuh, fest: http://www.fcstpauli.com/profis/news/8202 – aber auch Jeremy Dudziak und Heimkehrer Davidson Drobo-Ampem bereichern kurz vor Toreschluß noch das team. Herzlich willkommen! Und an Halste: viel Glück mit dem neuen Verein (von direkten Vergleichen natürlich abgesehen) und Danke für alles bis hierher.

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Es gibt ja viele Vereine und auch diverse Gründe, für diese Aufzulaufen, wobei das finanzielle sicherlich die absolute Hauptrolle, aber eben auch die Möglichkeit zu spielen wichtige Entscheidungskriterien sind. Manche Dinge, wie solche organisierten Vorspielaktionen oder auch Danke-Bitte-Ansagen muß ich als Fan ja nicht mit, sagen wir mal, Wohlwollen betrachten, zur Perspektive eines Spielers gehört so etwas sicherlich nicht. Insofern kein Vorwurf in irgendeine Richtung für diese Wahl. Als Fan entscheidet man halt anders.

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Der Gästeblock hatte nicht nur dazu aufgerufen, in Rot zu erscheinen, es gab auch eine schicke Blockfahne vor dem Spiel.

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Und auch eine Menge Fahnen in Rot, deren Vorverwendung unschwer zu erkennen war…

Es ging aber nicht um Vereinspolitik, sondern um eine klare Ansage zum 12.09. http://www.keine-stimme-den-nazis.org/.

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Die Aufstellung war jetzt keine große Überraschung, die kannten wir vom Spiel zuvor – nur der Gedanke, daß wir Buballa wahrscheinlich auf Dauer für Halste hinten spielen sehen, daran werden wir uns wohl noch gewöhnen müssen. Es sei denn, die Neuzugänge sorgen hier noch für eine Veränderung. Oder ein Rückkehrer aus der Abteilung Genesung. Warten wir es ab.

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Es konnte losgehen!

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Und es ging los.

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Ein Fahnenmeer in Rot…

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Und dazu eine klitzekleine Prise Rauch und so.

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Naja, was soll ich schreiben, die Bilder sagen ja eh alles aus.

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Zum Thema selbst ist es auch müßig noch etwas zu schreiben.

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Für ein paar schicke Bilder ist sowas jedenfalls immer gut.

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Vor allem zusammen mit den Fahnen und Luftballons aus den Bereichen, wo noch etwas zu erkennen war…

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Der Rauch zog ja gerade nach hinten durch den Block und nicht woanders hin, was es irgendwie besonders schick machte und niemand anderen in Mitleidenschaft zog.

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Auch der Anpfiff brauchte sich so nicht zu verzögern, was bei der Hitze gerne mitgenommen wurde…

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Das Ganze wurde dann wieder von der Blockfahne bedeckt…

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Umd dann erneut in einem Fahnenmeer zu enden.

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Leider zündete der Funken dieser Choreo nicht bei der Mannschaft, die zwar ihr Spiel durchzog, aber so richtig in Schwung kamen wir das ganze Spiel über nicht. Die Gäste zwar auch nicht, doch deren schon anfangs erwähnte Knaller aus dem Nichts, der wohl einzige wirklich erwähnenswerte Torschuß, den unsere Hintermannschaft zugelassen hatte, der entschied ja alles. Seltsames Spiel. Verschweigen wir den Rest lieber.

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Nicht aber diese wunderschöne Tapete der Heimfans. Da Capo!

ANMERKUNG: da hatte ich doch zuerst tatsächlich erst „Gästefans“ geschrieben. Da merkt man, wie wenig ich auswärts fahre, daß mir unbewußt so eine Formulierung durchrutscht… Danke an die aufmerksame Leserschaft und sorry für den ungewollten faux pas in Richtung FSV Fans!

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Der FSV ist eben nicht die Eintracht – aber sie grüßen sie offensichtlich gern. Frankfurt halt.

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Und wenn man schon in Frankfurt weilt, dann sollte man sich statt des dortigen Bieres auch lieber an Apfelwein halten. Nicht, daß dieser Geschmack jetzt etwas besonders feines wäre, aber es ist urtypisch für dort und definitiv erfrischend. Perfekt für die Rückfahrt, die dann wieder Verspätung hatte…

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Dafür entlohnte das angenehme Gefühl, wieder zurück im wunderschönen Hamburg zu sein – und ein besonders schöner Mond, der sich an diesem Abend darbot.

Zeit für eine kleine Pause, zumindest in Sachen Fußball – vom Testkick einmal abgesehen, wo ich derzeit nicht gedenke hinzugehen, aber mal gucken. Das Wochenende hat ja genügend andere Termine, das danach sowieso.

Bis dahin!

Mehr zum Spiel:
https://metalust.wordpress.com/2015/08/30/no-nessie-no-kirschgarten-fsv-frankfurt-fc-st-pauli-10/
http://blog.uebersteiger.de/2015/08/31/5-spieltag-a-fsv-frankfurt-2/
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=7798
https://www.flickr.com/photos/auxarmes/sets/72157658001183641/
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=339
http://grenzenlos1910.com/fsv-frankfurt-fcsp-was-bleibt/
sanktpaulimafia.blogsport.de/2015/09/01/spruchbanderklaerung-fsv-frankfurt-fc-sankt-pauli/
http://fcumad.tumblr.com/post/128014707067/fsv-frankfurt-1-0-fc-sankt-pauli-33-degrees
https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2015/08/31/matchday-05-fsv-frankfurt-fc-sankt-pauli-1-0/

sowie

http://hallofrankfurt.de/blog/articles/heimsieg-fur-den-fsv

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