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Auswärts fahre ich ja nur selten, aber wenn es ein Argument für ein Daheimbleiben benötigt hätte, dann wäre der CSD in Hamburg sicherlich ein wirklich gutes gewesen. Die Parade zum Christopher Street Day ist ja auch nicht „nur irgendeine Party“, sondern vor allem anderen eine nach wie vor sehr notwendige Demo. Überaus notwendig waren auch diese drei Punkte auswärts beim KSC, nachdem der Saisonauftakt mit dem torlosen Unentschieden nicht gerade das Polster darstellte, mit dem positiv auf die anstehende Saison geschaut werden konnte. Es ist nie von Nachteil, wenn man gut startet. Das Selbstbewußtsein können wir gerade nach der letzten Saison gut gebrauchen. Wie wir auch gesamtgesellschaftlich mehr Offenheit und gleichberechtigte Chancen statt Bevormundung benötigen…

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Das diesjährige Motto der CSD Parade hat sich eigentlich von selbst ergeben durch die gesamtgesellschaftlichen Angriffe von sich selbst als „besorgt“ bezeichnenden Homophoben rund um eine Aufklärung in der Schule auch in Sachen LGBT – siehe dazu http://www.hamburg-pride.de/hamburg-pride-csd/kampagne/.

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Leider leben wir in einer Zeit, in denen nicht nur Menschen, die nicht der definierten „Norm“ entsprechen, ihre Rechte vorenthalten werden – das erleben wir ja auch deutlich bei „unserer“ Regierung (nur ein Beispiel von vielen), auch in anderen Ländern wird es immer schlimmer, ja sogar zunehmend lebensgefährlich, wenn man nicht der als „normal“ propagierten Heteronorm entspricht.

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Homosexualität steht in vielen Ländern unter Strafe, mitunter sogar der Todesstrafe und es gibt in den letzten Jahren sogar eine Verschlechterung dieser Situation, beispielsweise in Rusland, aber auch in Europa werden entsprechende Stimmen lauter – nur als aktuelles Beispiel http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Huonder-hetzt-weiter-gegen-die-HomoEhe/story/18380495.

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Es liegt an uns allen, als Gesellschaft hier deutlich zu reagieren und diesen Menschen entgegenzutreten – und sie nicht zum Rathaus einzuladen wie Ende Januar in Hamburg oder sie als „besorgte Bürger“ in der Berichterstattung zu hofieren.

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Die wunderbare Stimmung auf dem CSD war jedenfalls ungemein aufbauend und ideal, um die Energiereserven vollzutanken.

Auf welche Weise die Mannschaft ihre Kraft sich geholt hat vor dem Spiel, das kann ich zwar nicht sagen, aber mit was für einer tollen Energieleistung sie aufgewartet hatte, daß hatten wir alle mit ansehen können. Einfach nur großartig. Sicherlich war der KSC in der derzeitigen Verfassung nach der relegationsbedingten Verkürzung der Vorbereitung und der negativen Gefühle ob des Ausgangs dieses Nachsitzens ein willkommener Aufbaugegner für uns – aber schon bei diesem Wort sollte allen klar sein, daß wir es eigentlich immer umgekehrt gemacht hatten und den Vereinen in solchen Phasen der willkommene erste Schritt in eine bessere Zukunft auf dem Präsentierteller angeboten hatten. Daß wir diesmal die Gelegenheit nutzten, die wir uns zudem hart erarbeiten mußten, spricht für die großartige Mannschaftsleistung an diesem Tag. Und zwei äußerst sehenswerte Tore gab es ja auch noch, wobei der Hintertorkopfball von Sobiech zum 0-1 schon klasse anzusehen, der Sonntagsschuß von Halstenberg zum 1-2 Endstand aber einfach nur überwältigend schön war. Aber auch sonst hat unsere Verteidigung überzeugt, nicht nur beim Tore schießen. Bis auf den einen Aussetzer von Gonther, der zum zwischenzeitlichen 1-1 ausgenutzt wurde, standen wir da hinten wieder einmal sehr gut und haben nur wenig zugelassen. Aus dieser Kompaktheit hinten läßt es sich einfach gut nach vorne agieren. Und wenn dann auch noch Tore für uns fallen, dann können es sogar auswärts Punkte geben. Platz 6 ist doch ein sehr ansehnliches Zwischenfazit nach zwei Spielen.

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Daß man den FCSP bedingungslos lieben kann, braucht man zwar nicht an Ergebnissen festmachen, doch es stimmt in dieser Saison zu Beginn jedenfalls doch mehr, als mitunter befürchtet wurde. Sicherlich werden wir nicht zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten zählen sondern weiterhin bis vielleicht zum Schluß um den Klassenerhalt kämpfen. Aber es gibt Ziele, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und es gibt Menschen, mit denen es sich zusammen lohnt zu kämpfen.

In diesem Sinne: in einer Woche kann der Erstligist und CL-Teilnehmer Gladbach ruhig kommen. Wir haben zwar keine Chance, aber das hindert uns ja nicht daran, alles dafür zu tun, sie doch zu nutzen.

Mehr zum Spiel in Karlsruhe:
http://blog.rennen-graetschen-grasfressen.de/2015/08/03/todsicherer-tipp/
http://blog.uebersteiger.de/2015/08/03/2-spieltag-a-karlsruher-sc/
http://grenzenlos1910.com/gaensehaut-bei-ueber-30-grad/
http://www.breitseite-stpauli.de/karlsruhe_auswaerts.htm
http://provincefanatics.blogsport.de/2015/08/04/ksc-1-2-fcsp-02-08-2015-auswaerts-ungeschlagen/
https://fcspsouthendscum.wordpress.com/2015/08/03/matchday-02-karlsruher-sc-fc-sankt-pauli-1-2/

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