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Trotz des Anpfiffs zur unangenehm frühen Samstagmorgenstunde entwickelte sich ein heißes Spiel auf dem Rasen, auf den Rängen und darüber hinaus. Ungemein wertvolle drei Punkte und auch drei Tore für unser alles andere als gutes Torverhältnis bislang sind dabei herausgesprungen – und noch vieles mehr. Denn das, was an diesem Spieltag passierte, war wie ein seit langem nicht mehr erlebter Rausch am Millerntor. Gesänge noch lange danach in den Gängen der Gegengeraden, welche schon seit so langer Zeit nicht mehr in dieser Intensität erklungen waren, zeigten überaus deutlich, wie belebend so ein Ereignis sein kann. Und damit meine ich nicht den bloßen Heimsieg, sondern eben die Art und Weise, wie die ganze Mannschaft diesen gewollt und erspielt hatte. Unangenehmes gibt es bei den Gästefans zu berichten, zumindest vom Hörensagen, dazu später noch ein wenig mehr. Angenehm hingegen die AFM-Versammlung im Vorfeld, die zwar nur sehr schwach besucht war, dafür aber in ihrer Kürze rein positive Meldungen und keinerlei böses Blut aufzeigte – angesichts der bevorstehenden JHV alles andere als selbstverständlich.

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Selbtverständlich ist am Millerntor zum Glück weiterhin, daß Nazis hier (und anderswo) nicht willkommen sind. Dies schließt bekanntermaßen auch ein, daß Kleidung aus dem Naziumfeld wie von Thor Steinar hier in keiner Weise akzeptiert wird – und das geht über das reine Verbot in der Stadionordnung weit hinaus. Mit solchem Müll sollte sich niemand auf den Weg zum Millerntor machen. Worauf später noch einzugehen sein wird.

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Die Selbstverständlichkeiten innerhalb der FCSP Fanszene will ich jetzt gar nicht nachbeten – nicht, daß diese tatsächlich so selbstverständlich von allen, die ans Millerntor gehen, verinnerlicht wurden, ich gehe einfach davon aus, daß ich diese als bekannt an dieser Stelle unterstellen kann. Eines ist hingegen in keiner Weise selbstverständlich – und das ist das Erscheinen auf iner Mitgliederversammlung des FCSP oder gar „nur“ der AFM Versammlung, insbesondere bei Auswärtigen. Mein Respekt für all jene, die das trotzdem fertig bringen, während aus Hamburg so viele sich nicht zu einem Hingehen überwingen können, ist jedenfalls gewaltig. Was ich an dieser Stelle einfach mal so deutlich zum Ausdruck bringen möchte.

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Auch wenn die Bilder etwas anderes vermuten lassen – es wurde einfach nur sehr schnell dunkel an diesem Donnerstag-Abend – ging die AFM-Versammlung rasch zuende. Der einzige angekündigte Antrag wurde zurückgezogen, da dieser wenig Sinn machte. Gewünscht wurde eine kurze Redezeit zur Vorstellung eines Kandidaten für die Wahl zum Aufsichtsrat. Doch hierzu wird es einen eigenen Termin voraussichtlich am 4.11. im Ballsaal geben, wo alle dazu die Gelegenheit bekommen. Außerdem ist die Anmeldefrist für Kandidaten noch nicht abgelaufen, so daß dies einfach zu früh gekommen wäre. Nach Ablauf dieser Frist wird der AFM-Vorstand dann auch eine Wahlempfehlung herausgeben, die sicherlich, ebenso wie die Kandidaten selbst, spannend werden wird. Es wird ja nicht nur ein neues Präsidium gewählt werden auf der JHV – das Kommen zu diesen Termin am 16.11., Einlaß 9 Uhr 30, Beginn 11 Uhr, im CCH wird ungemein wichtig werden zur mitwirkenden Gestaltung des zukünftigen Vereins – also kommt bitte alle zahlreich und sagt dies auch weiter. Wir sind ja nicht die Vorstadt, die freiwillig auf die Mitwirkung der Mitglieder zugunsten externer Geldgeber verzichtet hat…

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Die vielleicht wichtigste Neuigkeit auf der Versammlung der AFM dürfte die Ankündigung eines relaunches der website gewesen sein – ab November 2014 soll http://www.fcstpauli-afm.de/c/afm/ in einem neuen Licht erscheinen. Zum einen ein weiser Entschluß, zum anderen bin ich auf die Umsetzung schon sehr gespannt.

Wie wichtig die Nachwuchsförderung, eines der Hauptziele der AFM, ist, konnten wir zuletzt sehr gut an der 1. Mannschaft sehen – bekanntlich nicht nur im weiteren Kader, eben auch an den ganzen Spielern aus dem Jugendbereich, die oben angekommen sind und sogar in der Startelf stehen, aber eben auch an unserem neuen Trainer Meggle, der ja auch von dort stammt und ausgebildet wurde. Die neue hohe Durchlässigkeit von der Jugend zu den Profis ist jedenfalls großartig und ein voller Erfolg. Eben nicht nur auf dem Papier aufgrund irgendeiner Regelung, sondern schlicht und ergreifend Wirklichkeit.

Zwei Punkte, die uns in Zukunft wohl noch beschäftigen werden, konnten nur angerissen werden auf der Versammlung – da war zum einen ein Fragezeichen zum weiteren, zukünftigen Ausbau der Kollaustrasse (Teil 2) wegen der Ausweitung des Überschwemmungsgebietes, welches irgendwann in den Raum gestellt und nicht beantwortet wurde (vielleicht ja intern, ging aber unter) und zum anderen die Anregung aus der Mitgliedschaft, für ausreichend Fahrradständer noch irgendwie beim Bau der Nord zu sorgen. Was durchaus einen eigenen Antrag auf der JHV verdient, dann aber vielleicht zu spät kommt und anderweitig erledigt werden könnte. Hoffen wir das Beste.

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Das war es dann auch schon mit den relevanten Infos von der AFM Versammlung. Nur zwei Tage später ging es dann auch schon wieder zum Millerntor. Diesmal aber eben zum Spiel gegen Union Berlin. Deren Fanszene ich nach wie vor mit sehr durchwachsenen Gefühlen sehe – zumeist zwar doch positiv, es gibt aber leider immer wieder deutliche Abstriche. Ich verweise zur Vermeidung von Wiederholungen jetzt einfach mal auf diesen alten Blogbeitrag nebst Verweisen: https://kleinertod.wordpress.com/2013/03/18/100-und-kein-bischen-leise-fcsp-bei-union-berlin/. Vor dem Spiel habe ich aber nur den Aufmarsch der Sicherheitskräfte als störend empfunden, mit den Fans der Eisernen, die bunt gemischt mit den braun-weißen Heimfans in der Bahn waren, verstand ich mich schlicht und ergreifend gut. Auch von deren Seite gab es keinerlei erkennbare Berührungsängste. Ganz im Gegenteil.

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Traurig war an diesem Tag etwas ganz anderes. Eigentlich schon Tage vorher, doch an diesem Tag war der Zeitpunkt für das Gedenken an den verstorbenen Sprayer mit dem bekannten Zeichen „OZ.“ gekommen. Großartig, wie diese Tapete vor der Süd seinen Bilderstil aufnahm. Und bewegend auch die Worte in der aktuellen Basch Nr. 54, die zu seinen Ehren mit einem Farbcover, prall gefüllt und darum auch ein wenig teurer als sonst daherkam – http://basch-fanzine.de/. Lohnt sich auch danach noch zu besorgen, einfach im Fanladen danach Ausschau halten.

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Die Gästefans hatten an diesem Tag den Platz in der Sonne – und zeigten sich in den gewohnten Farben mit vielen Bannern. Noch.

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Ein sehr schönes Erlebnis hatten wir an unserem desorganisierten Tapeten-zeige-Treffpunkt auf der Gegengeraden. Auch wenn wir an diesem Spieltag keine Tapete dabei hatten, waren wir wieder dort und ließen die DSP-Fahne wehen – als dann auf einmal ein Junge neben uns stand und diese rosa Totenkopf-Fahne schwang. Großartig.

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Das war auch eine willkommene Abwechslung von den Gedanken, die wir um ein desorganisiertes Mitglied, das heute nicht dabei sein konnte, zu diesem Zeitpunkt austauschten. Auf daß dieses bald wieder dabei sein kann!

Das Bild hat jetzt damit nichts zu tun, nebenbei bemerkt. Ein neues Fundstück auf dem Gang.

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Vielen steckte die frühe Stunde noch deutlich in den Knochen und auch auf den Rängen gab es noch etliche leere Plätze bis kurz vor dem Anpfiff. 13 Uhr ist aber auch unangenehm zeitig. Auf etwas anderes als Kaffee hatten am Anfang auch wenige Lust.

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Die fehlende Bierseeligkeit machte sich am Anfang auch etwas am Lärmpegel bemerkbar – bis die Gästehymne ertönte und die Eisernen uns zeigten, was lautstarker Support sein kann.

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Dabei hatten sie nicht nur Kehlen im Gästebereich, auch im Heimbereich gab es etliche Fans der Eisernen, die als solche gut zu erkennen waren und daraus auch keinen Hehl machten. Was bekanntlich unproblematisch bei uns hier, hier (passend) auf der Gegengeraden gesehen – aber schnell zu körperlichen Auseinandersetzungen im Stadion der Eisernen führt, wie mir ein Unioner nach dem Spiel erklärte. Nunja. So wie bei uns finde ich es viel schöner. Auch wenn ich Gäste lieber im Gästeblock sehe. Nichts gegen vereinzelte Gäste im Heimbereich, solange diese nicht unangenehm austicken – aber ich erinnere mich an Spiele auf der Haupt, wo die Heimfans in der Unterzahl im eigenen Block waren. Da kippt dann auch schnell die Stimmung ins Bodenlose. Auf der Gegengeraden ist diese Gefahr zum Glück nicht vorhanden. Noch ein Grund, warum ich glücklich bin, wieder hier zu sein.

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Auf der Süd mag diese noch weniger gern gesehen werden als hier – aber an dem Tag gab es eh nur andere Themen. Zumindest im Stadion.

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Zum Beispiel aus der Jugendarbeit der Fanszene.

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Den Ball aus dem Gästeblock nahm dann das Millerntor-Publikum dankbar an und schmetterte lautstark „Das Herz von St. Pauli“ und anderes. Endlich waren wir erwacht. So um die Uhrzeit immer etwas schwierig.

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Die Gästefans hatten aufgrund der Anfahrt offensichtlich schon mehr Zeit zum Vorglühen und waren weiter schön laut.

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Sowas lieben wir hier. Dann kann es sich perfekt gegenseitig steigern.

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Auch wenn die Gedanken vor dem Anpfiff auf der Süd ganz klar in Richtung Abschied gingen.

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Bunt und chaotisch war die Choreo für OZ., wie sie passender gar nicht sein konnte.

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Neben den Bildern und der Basch will ich auf diesen Artikel hier verweisen, der vieles in Worte faßt, was in den alltäglichen Medien ganz anders klingt und untergeht: http://metalust.wordpress.com/2014/10/03/die-mauern-mussen-bersten-vor-gluck/.

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Aber es gibt eben auch einen direkten, persönlichen Bezug zwischen „dem Sprühling“ und USP. Mein Beileid an dieser Stelle.

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Er wäre sicher ungemein stolz gewesen, diese Choreo zu sehen.

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Und als wäre es geplant, löste eine Wolke an Konfetti die Nahansicht auf die Süd zu dieser Choreo auf in viele kleine Punkte…

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Ich will jetzt gar nicht ausführen, was für unerträgliche Stimmen woanders wahrzunehmen waren. Hier am Millerntor wurde anders an ihn gedacht.

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Und das nicht in trauernder Stille. Es war bunt und wurde auch noch laut.

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Das Aux Armes soll wieder weit ins Viertel zu hören gewesen sein.

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Allgemein war die Lautstärke mitunter richtig gut. Es gab allerdings auch Phasen, in denen es zu still wirkte. Wie schon geschrieben, es war früh…

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Da kamen diese lauten Gäste gerade richtig. Denn das spornte an.

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Schade nur, daß es sich bei dieser Begegnung nicht um ein Flutlichtspiel handeln konnte…

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Aber auch so galt es alles zu geben. Aus vollem Herzen. Und das taten auch alle. Eben auch auf dem Rasen. Während in den ersten 20 Minuten die Gäste mit einer Fünfer-Abwehrkette und weiten Zweier bzw. Dreier-Ketten davor, die sich enorm im Raum verschoben, um die Räume auf der Seite des Ballführenden so eng wie möglich zu machen, kamen wir kaum ins Spiel. Wie so oft in letzter Zeit wurden wir also versucht auszukontern. Bei Ballbesitz wurde aus der Fünfer-Abwehrreihe dann auch eine Dreier mit zwei weiteren davor postierten Mittelfeldakteuren. Sah eigentlich recht ansehlich aus, was sich der Trainer der Eisernen da ausgedacht hatte. Allgemein kamen die Gäste am Anfang stark an und bereiteten uns da hinten auch Probleme, doch glücklicherweise fiel kein Treffer gegen uns. Wir machten aber auch nicht den Fehler, unbedingt das Spiel bei so einem deutlich auf Konter lauernden Gegner machen zu wollen, wie es in der jüngeren Vergangenheit so oft der Fall war. Statt der langen Bälle und Fehlpässe, auf die die Gäste lauerten, ließen wir uns viel Zeit – und erspielten uns selbst Gelegenheiten. Die erste eher zufällig nach einem Einwurf – den Kopfball hätte Nöthe gerne machen dürfen – die zweite führte dann auch zur spielentscheidenden Szene, als ein Verteidiger der Eisernen Budimir im Strafraum zu Fall brachte, was mit Elfmeter und Roter Karte geahndet wurde. Letzteres ist ja immer sehr hart, aber es war definitiv beides gut für uns. Den Elfer verwandelte Nöthe erneut sicher wie schon beim letzten Spiel auswärts, danach war das Spiel ein gänzlich anderes. Die Gäste reduzierten ihre Fünfer-Kette auf eine normale Vierer und trauten sich nicht mehr so stark zu stören – bis auf einen gefährlichen Freistoß kurz nach dem Tor kam von ihnen eigentlich nichts mehr. Wie hingegen spielten in aller Ruhe und ohne ins offene Messer zu laufen vorsichtig weiter, auf eine sich bietende Gelegenheit wartend. Das sollte zwar nicht mit einem Tor, aber eben „mit“ ohne Gegentor belohnt werden.

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In der Halbzeit kam es zu verblüffenden Szenen. Die Banner der Ultras der Eisernen wurden abgenommen und viele verschwanden aus dem Block. Es wurde fortan auch sehr still dort. Erst nach dem Spiel konnte ich in Erfahrung bringen, was passiert ist – zumindest in Teilen. Bei den Gästen kam die Info an, daß von ihre mitgereisten Ultras mit Stadionverbot, die das Spiel in der Kneipe anschauten, Ärger passiert ist. Was genau vorgefallen ist, läßt sich weder zum jetzigen Zeitpunkt sagen noch dürfte es wahrscheinlich sein, daß die Beteiligten hier viele Infos nach außen bekannt geben werden. Angeblich sollen die SV’ler angegriffen worden sein. Von wem (während des Spiels?), warum und inwiefern ihre Kleidung da womöglich eine Rolle gespielt haben mag – das ist alles pure Spekulation. Ich verweise trotzdem mal auf die Beobachtungen vom Autohof zu Verletzten Thor Steinar-Kleidung tragenden Unionern nach dem Spiel: https://de-de.facebook.com/autohofsanktpauli/posts/809872692386610 – das KÖNNTE eine Erklärung sein. Aber auch das ist rein spekulativ.

Was aber keine Spekulation ist, das ist das, was dann passierte. Die Polizei verweigerte den Ultras, die ihren SV’lern zu Hilfe kommen wollten, das Verlassen des Gästeblocks. Es kam zu erheblichen Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken. Auch die Reiterstaffel wurde gegen Menschen eingesetzt. Hamburger Polizei in ihrer traditionellen Freundlichkeit, die sie ja bis nach Istanbul exportieren konnte – siehe nur https://kleinertod.wordpress.com/2013/07/15/solidaritat-fcsp-und-besiktas/. Es soll zu schlimmen Szenen von Polizeigewalt gekommen sein. Bei dem massiven Pfeffersprayeinsatz, den ganzen Schlagstöcken und insbesondere der eingesetzten Reiterstaffel kein Wunder.

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Ein Gruß nach Tel Aviv zum 15. Geburtstag http://rebelultras.com/latest-news/europe/uhta/.

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Ebenfalls 15 und befreundete Ultras – http://ultras-babelsberg.de/ – ich hoffe es auch bald wieder nach Babelsberg zu schaffen…

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Aber auch ein interner Genesungswunsch war zu lesen. Kann ich mich mal ganz allgemein für alle FCSP Fans anschließen, denen es gerade nicht gut geht…

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Und noch ein Gruß an OZ.

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Die zweite Halbzeit verlief nach dem Muster der zweiten Hälfte der ersten. Besonders gefiel, auch schon im ersten Teil des Spiels, auf unserer Seite Rzatkowski, der mit ungewohnter Zweikampfstärke zu überzeugen wußte. Und dann netzte er auch noch zum so wichtigen 2-0 ein! Nach vielen Versuchen, zugegeben. Man kann es auch ein Tor des Willens nennen. Egal. Drinn‘ das Ding! Und ein kollektives Aufatmen. Union war schon längst ungefährlich geworden. Die vorsichtige Taktik des langsamen Ausspielens machte sich bezahlt.Sah vielleicht nicht immer toll aus, war aber eben genau das, was uns in letzter Zeit so oft gefehlt hatte. Nach Führung intelligent weiterspielen und das Ding nach Hause bringen – auch noch nachlegen, bei Gelegenheit. Paßte einfach.

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Wir durften noch ein drittes mal jubeln – diesmal war der eingewechselte Verhoek nicht der Vorlagengeber wie beim 2-0, sondern vollendete nach toller Vorarbeit von Alushi das Ding selbst. Bei der Gelegenheit möchte ich die bärenstarken Startsev, Daube und Kurt auch nicht unerwähnt lassen. Da hatte so vieles einfach nur Hand und Fuß bei uns. Vor allem aber traten alle als ein team auf. Leicht gesagt, aber so schwer umgesetzt. Und das hat Meggle eindeutig schon geschafft.

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Keine Ahnung, was ihm noch so alles gelingen wird, wenn die ganzen Verletzten zur Mannschaft zurückkommen. Wir dürfen gespannt sein. Und uns erst einfach mal nur freuen.

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Der bannerlose Gästeblock, wohl noch zwangsweise gut gefüllt, war ja ebensowenig zu hören wie die Gäste auf dem Feld (bis auf das kurze Aufflackern am Ende) zu sehen waren. Ein verlorener Tag für die Eisernen. Trotz all dem, was da vorgefallen ist – ich hoffe, daß wir sie in der nächsten Saison wieder hier sehen werden. Gerne zu einem Abendspiel. Und gerne vollkommen friedlich. Geht ja eigentlich auch gut mit vielen von denen.

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Diese Mannschaft wird ihre Schatten voraus…

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Und wurde ersteinmal gefeiert für das, was sie an diesem Tag erreicht hatte.

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Deutlich zu sehen, wie Meggle sie nocheinmal erreichte.

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Ich bin sicher, daß wir noch weitere schöne Dinge mit dieser Truppe sehen werden.

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Beispielsweise so etwas.

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Oder einfach weiter guten, erfolgreichen Fußball voller Einsatz und Herz.

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Da gibt es zwar durchaus Steigerungspotential in Sachen guten Fußball, aber ersteinmal wurde gefeiert.

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Solche Momente gehören ausgekostet.

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Und das wurden sie.

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Das haben sich die BoysInBrownWeiß aber auch verdient.

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Sieben Punkte in drei Spielen ist aber auch ein Tänzchen wert.

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Kann gern so weitergehen – auch wenn ich in Düsseldorf nicht an etwas Zählbares glauben kann. Aber wer weiß?

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Zuzutrauen ist ihnen jetzt alles. Müssen tun sie aber nichts. Außer den Klassenerhalt am Ende der Saison einfahren. Und da sind wir aktuell auf Kurs.

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Und als wenn die Mannschaft nicht schon genügend positives an diesem Tag vollbracht hatte, so kam sogar noch dieses dazu:

Großartig.

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Noch großartiger aber, was ein ehemaliger FCSP Spieler, der immer noch im Herzen tief braun-weiß ist, an diesem Wochenende mitgeteilt hat. Hier die Vorgeschichte:

Und hier das, was darauf kam:

Einfach nur wunderbar. Vielen Dank!

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Darauf erstmal einen scharfen Gemüseburger. Unter lautstarkem Gesang im Treppenhaus der Gegengeraden. Gänsehaut.

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Und vor der Domschänke dann das gemütliche Zusammenfinden. Wieder auch mit Fans der Eisernen. Ganz locker und friedlich.

Einem anderen von denen mußte leider noch erklärt werden, daß „schwul“ kein Schimpfwort ist. Immer wieder traurig, wenn das so verwendet wird. Aber wichtig, solche Sprüche nicht durchgehen zu lassen.

Doch insgesamt war es eine lockere Runde vor der Domschänke. Mit angenehmen Gesprächen, die noch lange andauerten.

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So lange, daß wir auch den Bus der Gäste vorbeifahren sehen konnten. Dauerte länger als sonst. Weil Team Sicherheit diesen unbedingt zu begleiten mußte glaubte. Sogar mit Pferdestaffel. Wahnsinn.

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Und alles andere als schön für die armen Pferde. Die „Tierquäler!“-Rufe haben die sich redlich verdient.

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Absurd auch der Versuch, die friedliche Gruppe, bestehend aus Unionern und FCSP Fans, die vor der Domschänke trank und sich unterhielt, mit ganzer Polizeimacht vom Bus fernzuhalten. Da wurde nur freundlich gejubelt.

Und so ging ein wunderschöner Tag dahin. Okay, die Vorstadt hat auch noch gewonnen, gleich doppelt. Man kann ja nicht alles haben. Konnte unser Glücksgefühl aber auch in keinster Weise trüben.

Mehr zum Spiel:
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=7592
http://metalust.wordpress.com/2014/10/05/die-dialektik-von-ordnung-und-varianz-fc-st-pauli-union-berlin-30/
http://grenzenlossp.wordpress.com/2014/10/05/bunte-einheit/
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=299&page=1
http://hamburg-ist-braun-weiss.info/zehn-eiserne-scheitern-beton/
http://beebleblox.blogspot.de/2014/10/goldener-oktober-fcsp.html
http://fcspsouthendscum.wordpress.com/2014/10/05/matchday-09-fc-sankt-pauli-fc-union-berlin-3-0/
http://stpauli-streets.eu/2014/10/buntes-treiben/
http://www.stpaulinu.de/germany-bundesliga/wir-einst-im-mai-die-boys-brown-spielen-und-tollen-mit-wachsweichen-eisernen
http://moeliw.tumblr.com/post/99210458007/was-aufbaugegner-was
http://blog.uebersteiger.de/podcast/nds-sp09-1-fc-union-berlin/
http://www.textilvergehen.de/2014/10/05/teve205-facepalm-choreo-im-gaesteblock/

4 Comments

  1. Bartels ist back?

    • Mein Wunschdenken. 😉 Schon im Forum darauf hingewiesen worden und geändert. Tss… Aber eigentlich auch nur ein Lob für Ratsche, daß ich ihn nach dem Spiel im Kopf mit Bartels durcheinanderbringe. 🙂


2 Trackbacks/Pingbacks

  1. […] Kleiner Tod (bonus material: AFM general meeting) […]

  2. By Bunte Einheit | Grenzenlos Sankt Pauli on 06 Okt 2014 at 6:06 pm

    […] Kleiner Tod: Noch ist nicht alles Gold, aber es glänzte genug für Eisern […]

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