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Auswärts können wir in dieser Saison. Zuhause sieht es etwas anders aus. Nach jeweils 9 Spielen daheim und auswärts stehen wir auf dem Aufstiegsrelegationsplatz, doch aufgeteilt nach dem Ort des Spielgeschehens sieht das Ganze schon etwas anders aus. In der Heimtabelle liegen wir mit einer fast ausgeglichenen Bilanz und 14 Punkten in einem äußerst breitem Mittelfeld, auswärts hingegen haben wir mit 17 Punkten den 2. Platz inne und sitzen dem Spitzenreiter Köln (mit nur einem Punkt mehr) dicht im Nacken. Was für eine ungewöhnliche Saison in vielerlei Hinsicht. Eine harmonische JHV, bei der keine Gräben zwischen Vereinsführung und Mitgliedern oder anderen Fans zu spüren war. Auch die Trainerfrage, die immer noch im Raum steht, wobei diese doch so eindeutig nur in eine Richtung zu beantworten ist, habe ich so bei uns noch nicht erlebt. Da stellt sich langsam die Frage, ob wir dieses mal tatsächlich eine ruhige Winterpause erleben – was bei all diesen ungewöhnlichen Ereignissen derzeit auch fast schon passend wäre…

Aber davor standen ja noch zwei Spiele – eben jenes 0-2 gegen 1860 und am Freitag kommt dann der Heimabschluß gegen Karlsruhe. Doch erst noch ein paar Worte zu diesem Spiel in München, auch wenn ich hier nur von den Eindrücken am Bildschirm schreiben kann. Irgendwann werde ich das mit dem Auswärtsfahren in dieser Saison auch noch angehen müssen, aber das ist ein anderes Thema…

Erster Eindruck von diesem Spiel: der Auswärtsmob war da und zwar offensichtlich in voller Stärke. Zwar wirkte die laute Gästekulisse in dem recht leeren Stadion mitunter etwas verloren, doch das war wieder die gewohnte Kulisse bei so einem Spiel in der Ferne. Das unfreiwillige Fehlen vieler beim letzten Auswärtskick wurde glücklicherweise offensichtlich nicht wiederholt.

Auf dem Rasen gab es einige ungewohnte Lücken im Mittelfeld und in der Verteidigung, aber daraus konnten die Löwen nicht wirklich Kapital schlagen. Und je mehr die Uhr von der Spielzeit nahm, umso sicherer wirkten die BoysInBrown sowohl nach hinten als auch nach vorne. Am Bildschirm konnte ich unsere taktische Aufstellung nicht erkennen, da sind die Tribünenblicke immer weitaus überlegener, doch erfolgreich war unser Auftreten ja in jedem Fall. Dies konnte an der mangelnden Gefährlichkeit der Gastgeber nach vorne liegen, vielleicht war es aber auch das Verdienst der Mannschaftsleistung, die mehr nicht wirklich zugelassen hatte. Ich vermag es wirklich nicht zu beurteilen. Vermutlich war es eher beides. Das 0-1 war wunderbar zwischen Nöthe und Rzatkowski herausgespielt, wobei Nöthe sich sehr gut freilief und perfekt vollstreckte. Ein ausgezeichneter Spielzug, der nur noch von dem zweiten Tor der Partie übertroffen werden sollte. Hier war es Buchtmann, der nach einer Balleroberung aus einer Ecke am heimischen Strafraum heraus einen solchen Sahnepaß auf den startenden und den Ball perfekt annehmenden, weiterführenden und dann ins Tor hinein schießenden Bartels spielte, daß diese Kombination wieder wie ein Kanditat für das Tor des Monats wirkte. Da müßten wir eigentlich aktuell fest einen Platz gebucht haben…

Der Pfostenknaller von Maier hätte fast noch das dritte Tor bedeutet, wie auch der nicht gegebene Handelfer, der aber erst so richtig nach der Betrachtung der Fernsehbilder als solcher zu erkennen war – das dann aber einwandfrei – doch was wollen wir uns an diesem Tag über die mangelnde Torausbeute beschweren? Wir hätten noch ein halbes dutzend weiterer Treffer erzielen können, während die 60er relativ ungefährlich wirkten. Am stärksten wirkte der hier ja nicht gerade unbekannte Volz auf der Heimseite, doch glücklicherweise reihte er sich an diesem Tag nicht in die Ex-Spieler, die gegen uns treffen, ein. Insgesamt ein mehr als verdienter Auswärtsdreier, der sich so ungewohnt sicher am Ende anfühlte, daß ich mich fast kneifen lassen wollte. Einfach einmal glücklich sein, Teil xyz. Oder, um den Übersteiger zu zitieren:

Was verschwende ich so viele Worte, wenn es auch so knapp und präzise geht?

Am Freitag wird es da schon eine ganz andere Nummer werden. Wieder Flutlicht, und eben daheim. Doch kann ich mir einfach nicht vorstellen, daß wir es wieder derart leicht gemacht bekommen wie in München. Was auch immer dann passieren mag – diese Mannschaft und dieser Trainer, alle haben sich eine laute Kalenderjahresende-Party am Millerntor verdient!

Was gab es sonst noch so? Ein paar links:

Da war zum einen eine belanglose Fernsehshow im ZDF, die sich durch einen rassistischen Tiefpunkt auszeichnete, welcher durch die nachfolgenden Auseinandersetzungen nur noch deutlicher machte, wie groß die Probleme mit Rassismus in diesem Land sind. Lesenswert dazu: http://blogs.stern.de/fraudingens/rassismus-ja-jeden-tag-ueberall/, auch wegen der guten linksammlung dazu.

Der Tod von Nelson Mandela hat, fast folgerichtig nach dem vorherigen Absatz, auch dieses Thema wieder eröffnet – aber lest selbst: http://isdonline.de/mandela-ist-kein-preussischer-kulturbesitz/.

Hierzulande funktioniert es ja leider immer noch eher so:

Wegschauen passierte seit längerem besonders intensiv: http://www.publikative.org/2013/12/14/hamburg-29-ungeklaerte-toetungsdelikte-rechts-motiviert/. Inwieweit sich das noch ändern wird, bleibt nach den beiden links zuvor mehr als zu bezweifeln.

Das sieht man auch an diesem Beispiel aus der Welt des Fußballs: http://03nuller.blogsport.de/2013/12/11/nur-respekt-und-menschenverstand/.

Der Versuch, auf twitter die Sportschau dazu zu bewegen, in ihrer Samstagssendung zum Thema Rechte Gewalt einmal einen Beitrag zu bringen – was nach Aachen, Braunschweig, Duisburg und noch vielen weiteren Beispielen wirklich überfällig ist, brachte die folgende, in gewisser Hinsicht in diese Reihe passende Antwort ein:

Worauf es nur zu erwidern gab:

Rassismus und andere rechte Gewalt (ohne damit Rassismus als alleiniges „Problem der Rechten“ abtun zu wollen) sind immer noch nicht als ernstzunehmende Themen in diesem Land angekommen. Stattdessen werden Menschen wie die Geflüchtetengruppe „Lampedus in Hamburg“ mit der Härte des Gesetzes behandelt ohne Ausloten und Nützen der rechtlichen Möglichkeiten zugunsten einer MENSCHLICHEN Politik. Hier gilt es, den Protest weiter aufrechtzuerhalten. Am Samstag, den 21.12. findet die nächste Adventsdemo statt. Und kurze Zeit später geht es mit der Demo vor der Roten Flora weiter – da mag das Themengemisch ein wenig zu komplex geworden sein, als daß die Mixtur deswegen nicht durchaus problematisch zu nennen wäre, es bleiben dennoch zwei unterstützenswerte Termine an einem Tag: http://florableibt.blogsport.de/2013/12/12/zu-den-geplanten-demos-und-kundgebungen-am-21-12-in-hamburg-und-der-aktuellen-situation-der-roten-flora/.

Aber davor steht ja ersteinmal das letzte Spiel des FCSP in diesem Kalenderjahr an. Dort wird es auch eine Verabschiedung geben – von Bene (siehe dazu Fabian Bolls Statement auf FB). Also: Taschentücher mitbringen. Bis dann!

Mehr zum Auswärtsdreier bei 1860:
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=7369
http://www.gegengeraden-gerd.de/fc-st-pauli/zentrifugalkonter/
http://blog.uebersteiger.de/2013/12/17/18-spieltag-a-tsv-1860-muenchen/
http://www.breitseite-stpauli.de/13-14-18.htm
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=270
http://provincefanatics.blogsport.de/2013/12/18/6-punkte-in-muenchen/

Und zum Ende noch ein paar positive Gedanken: http://bssp.blogsport.de/2013/12/16/56/.

3 Trackbacks/Pingbacks

  1. By get lucky | Blutgrätsche Deluxe on 17 Dez 2013 at 10:42 am

    […] Kleiner Tod – #fcsp auf der Erfolgsspur kurz vor der Winterpause – 3er bei 60 USP – Aufruf zur Kleiderspende beim Spiel vs […]

  2. By Ich habe ein Kissen dabei » Magischer FC on 17 Dez 2013 at 12:28 pm

    […] Kleiner Tod sieht uns auf der Erfolgsspur. […]

  3. […] magischerfc KleinerTods FC St. Pauli Blog […]

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