Skip navigation

Was für ein Spiel der extremen Gefühle. Ein internes Hochkochen im Vorfeld möchte und brauche ich dafür nichtmal thematisieren, gab schließlich der Todesfall einer FCSP Legende – offiziell dazu http://www.fcstpauli.com/home/verein/news/4317 – schon mehr als genügend emotionale Momente vor dem Spiel. Aber so ging es auch während der 90 Minuten weiter. Das Tor an sich von Nöthe war bereits mindestens 3 Punkte wert und hat es daher mehr als verdient, der einzige Treffer des Tages (in Aalen) geworden zu sein. Das Walter Frosch Gedenkspiel endete erfolgreich – und standesgemäß mit einer Gelbflut.

Eine tolle braun-weiße Gedenk-Choreo für den verstorbenen Spieler, der nicht ohne Grund in die Jahrhundert-Elf des FCSP gewählt wurde, war schon zu Spielbeginn schön anzusehen. Daß es auch, insbesondere in den ersten 45 Minuten, zu einer sehenswerten Partie von unserer Seite kommen würde, diese Hoffnung hatten nicht wirklich viele. Schon nach wenigen Minuten hatte Bartels nur wenige Meter vor dem Tor der Aalener eine riesige Gelegenheit, scheiterte aber aus kürzester Distanz am gut stehenden Heimtorhüter. Das hatte was von 100% und am Ende stand leider doch die Null. Egal. Klasse Beginn. Quasi ein überlegenes 0-0 – von dem man sich zwar nichts kaufen konnte, das aber Lust auf mehr machte.

RIPwalter

Wie ich schon auf twitter schrieb: ich verstehe ja nun nicht wirklich etwas von Fußball, aber was der FCSP da unter Vrabec spielt, das ist wirklich sehr ansehnlich. Die taktische Umstellung auf die (da schüttelt es das braun-weiße Herz beinahe, dies zu schreiben) Raute im Mittelfeld könnte eine Erklärung sein, doch irgendwie vermag ich diese extreme Leistungssteigerung nach dem Trainerwechsel nicht allein darauf zurückzuführen. Vielleicht hat es etwas mit der mit einem Trainerwechsel zusammenhängenden besonderen Motivation der Spieler zu tun, sich unter dem (alten) Neuen zu beweisen und um den eigenen Stammplatz zu kämpfen – aber es sieht doch eher danach aus, als ob sich hier taktische Verbesserungen quasi über Nacht eingestellt hätten, was dann definitiv dem neuen Trainer zuzuschreiben wäre. Warten wir noch ein paar Spiele bis zu einer ersten Bewertung ab, aber Hoffnung macht diese Entwicklung definitiv jetzt schon.

Und dann kam dieser Auftritt von Nöthe. Einen mehr oder weniger zufälligen (zumindest im Verhältnis zu dem Tor an diesem Spieltag) Treffer hatte er ja schon erzielt, aber dieses Tor in Aalen war in jedem Fall eine ganz andere Kategorie. Traumhaft herausgespielt. Da Capo! Sahen wir da vorhin einen Knoten äußerst ansehnlich platzen? Nöthe sei es wirklich gegönnt. Und uns auch. ,)

Nur leider konnten wir wieder einmal den wunderbaren Schwung aus der ersten Halbzeit nicht in die zweite Hälfte mitnehmen. Zwar brachen wir nicht direkt danach ein, doch es reichte nur knapp bis zum Halbzeitpfiff mit der überzeugenden Leistung. Danach kam die Heimmannschaft derart gut auf, daß der Ausgleich mehr als nur in der Luft lag und insbesondere dank des starken Tschauner-Rückhalts verhindert werden konnte. Führung können wir halt immer noch nicht. Aber so schnell vermag kein noch so guter Trainer sämtliche Schwächen einer Mannschaft abzustellen. Warten wir auch diese Entwicklung ab und lassen uns überraschen.

Mit einer wahren – durchaus verdienten – Gelbflut aufgrund vehementen Einsteigens wurde nocheinmal an den Verstorbenen gedacht. Nicht nur aus dieser Perspektive konnte den Karten Gutes abgewonnen werden, denn eigentlich jede einzelne hatte ihren nachvollziehbaren Grund im Spielgeschehen und wurde nicht aufgrund Unbeherrschtheit vom in diesem Sinne treffend liegenden Schiedsrichter vergeben. Es hätten sogar noch mehr als die fünf (laut offizieller Seite – waren es wirklich nur so wenige? Kam mir mehr vor) Gelbe für uns werden können, allerdings auch deutlich mehr auf der Heimseite – doch lassen wir das. Wichtig war das Gegenhalten von uns im jeden Fall. Und auch das hat eher gefreut denn geärgert.

Je näher der Abpfiff rückte, umso weniger vermochte nicht nur ich hinzusehen (ohne gleichzeitig den Blick vom Geschehen abwenden zu können). Nervösität machte sich breiter als der FCSP Anhang… Am Ende sollte es glücklicherweise doch mit dem Auswärtsdreier reichen – und dem perfekten Start von Vrabec, der aus zwei Spielen sechs Punkte aufweist. Nach diesen beiden Auftritten würde es mich wundern, wenn er diese Quote halten müßte, um weiterbeschäftigt zu werden – doch das dürfte sich eher um das Auftreten der Mannschaft an sich drehen und nicht direkt um den Erfolg (dürfte eh schwer genug in den nächsten beiden Spielen, daheim gegen Köln und auswärts in Aue, werden…). Wir werden es sehen. Und stellen jetzt schon fest: Abwarten kann so schön Spaß machen!

P.S.: wer sich über Probleme in der Fanszene der gastgebenden Aalenern informieren will, wird hier fündig: https://linksunten.indymedia.org/de/node/80008# sowie bei den bezeichnenden Kommentaren auf http://www.transfermarkt.at/de/rechtsextremismus-im-deutschen-fussball/topic/ansicht_6_693658_seite33.html.

Und mehr zum Spiel:
http://www.stpauli-forum.de/viewtopic.php?t=72684#3
http://www.breitseite-stpauli.de/13-14-15.htm
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=7328
http://provincefanatics.blogsport.de/2013/11/26/vfr-aalen-0-1-fcsp-24-11-2013/
http://usp.stpaulifans.de/copper/thumbnails.php?album=268

2 Trackbacks/Pingbacks

  1. By Flaschenhals! » Magischer FC on 26 Nov 2013 at 3:31 pm

    […] Kleiner Tod sah eine Raute im Mittelfeld […]

  2. […] kleiner Tod von zu Hause […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: