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Es gibt sie, diese magischen Momente am Millerntor, die man einfach erlebt haben muß. Und dazu gehört auch – mal wieder – dieses alles andere als spielerisch ansehnliche Gekicke gegen den SC Paderborn, was mit einem 2-2 abgepfiffen wurde. Das ganze Drumherum um dieses Spiel war dabei schon bemerkenswert, aber wie ausgerechnet an der Grenze zwischen Schlußminute und Nachspielzeit unser Torhüter den Ausgleich erzielte, das war von der danach folgenden Lautstärke auch nicht mehr zu toppen. Wieder einmal: der Wahnsinn. Und noch viel mehr…

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Zum Aktionstag gegen Homophobie, welcher vom Alerta Network ausgerufen wurde, siehe http://www.alerta-network.org/alerta-actionday-against-homophobia.html, mußte mal wieder eine Tapete desorganisiert werden. Der Hintergrund gestaltete sich dabei aufwendiger als die Schrift selber, was vor allem am knappen Platz zum Malen lag – aber es ging ja alles gut. Das Ergebnis konnte in der Halbzeitpause betrachtet werden und wurde glücklicherweise auch von anderer Seite eingefangen, aber dazu später noch mehr.

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Als dann der lang ersehnte Heimspieltag endlich wieder gekommen war, der ja nicht nur auf den 1. April, einem Montag und auch noch Ostern fiel, sondern zudem auch noch von der vorauseilenden Wunderkerzen-Gehorsamsposse überschattet wurde, siehe dazu https://kleinertod.wordpress.com/2013/03/27/fcsp-freie-zeit-partizan-minsk-talco-demo-in-horn-und-ausblick-paderborn/ am Ende, ging es dann nach langer Abstinenz wieder hin ans Millerntor. Die groß angekündigte Sponsorenaktion von Captain Morgan mit den Knicklichtern anstelle der Wunderkerzen (sofern man den Zusammenhang überhaupt gelten lassen möchte) ging zwar vollkommen an mir vorbei, vielleicht hatte der Sponsor auch das Feingefühl, auf diesen Aspekt zu verzichten, doch dafür gab es vor der Süd ein aufgebautes Piratenschiff, welches Durstige zumindest nach dem Spiel mit einem Brause-Rum-Verschnitt-Gemisch versorgte – gegen solche Freigetränk-Sponsorenaktionen habe ich jedenfalls überhaupt nichts, ganz im Gegenteil. So wird das auch was mit den Nachba… FCSP-Fans. Geht doch. Für Freigetränke nimmt man auch so einen Werbekahn gerne hin.

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Ebensowenig wie die angekündigten Knicklichter, die nicht nur ich ablehnen wollte, gab es die angekündigten Pappen zur Anti-Homophobietag-Choreo an den Eingängen, was mich doch etwas wunderte, auch weil ich diese doch sehr gerne entgegengenommen hätte. Nunja, die Aufklärung erfolgte dazu später – dafür war aber nicht nur der Veggiestand wieder geöffnet – und gewohnt lecker – auch dort war deutlich, unter welchem Zeichen der heutige Tag am Millerntor stehen sollte. Und nicht nur heute. Homophobie geht schließlich nie.

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Die Pappen gab es dann ja doch, zusammen mit einem langen Flyer, den zu lesen natürlich kaum jemand die Lust hatte – zumindest nicht im spielfertig eingetrunkenem Zustand so kurz vor dem Spiel. Also eingesteckt und für später aufgehoben. Und wer den Text nicht mitgenommen hat und trotzdem lesen will, kann ja auch hier fündig werden: http://basch-fanzine.de/alerta-action-day-flyer/. Glücklicherweise wurde ja der entscheidende Satz gestalterisch vom Rest deutlich abgehoben, so daß der Einsatzzeitpunkt der Papiertafeln auch den Lesemuffeln mit einem Blick deutlich wurde.

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Daß von den auf den Sitzen angeklebten Papiertafeln wieder einmal ein großer Teil auch nach dem Spiel dort aufzufinden war, ist gerade angesichts des Themas des Tages einfach nur extrem traurig. Den traurigen Anblick erspare ich an dieser Stelle, verweise aber mit dem Vorspielbild trotzdem auf diesen Umstand. Sicherlich kann ich verstehen, wenn sich manche nicht an einer Aktion massenhaft beteiligen wollen, sondern lieber individualistisch außen vorbleiben wollen – doch wenn man bedenkt, um was für ein Thema es sich hier handelt und auch, mit was für einem Einsatz diesbezüglich vorgegangen wurde, dann finde ich so ein Nichtmitmachen trotzdem nur noch traurig. Hier geht es eben auch darum, ein klein bißchen Solidarität zu zeigen. Für manche war schon das zu viel…

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Aber die überwiegende Mehrheit hat nicht nur mitgemacht, es wurde dabei auch deutlich, zumindest meiner Meinung nach, daß diese auch hinter diesen Worten standen. Es ist aber auch absurd, daß für Liebe Menschen angegriffen werden. Dagegen sich gerade machen ist zum Glück hier deutlich gelungen.

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Vollkommen versagt beim Gerademachen hat leider unsere Vereinsführung, die das absurde Wunderkerzen-Verbot des DFB lippenmäßig nachgebetet hatte, um eine etwaige Strafe im Vorfeld abzumildern – ein Versuch, der nicht nur bei den Fans zu einer deutlichen Jetzt-erst-recht-Trotzreaktion führte, sondern auch wenig erfolgversprechend sein dürfte – denn die übernommene Argumentation als böses Pyro mit Verletzungs- und Brandgefahr im Vorfeld dürfte jegliche Verteidigung gegen eine Strafe wegen der Wunderkerzen argumentativ extrem erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht haben. Das war ein Eigentor von der Vereinsführung, was von dieser immer noch nicht mitbekommen wurde. Dafür hatten die Fans ein gutes Gefühl, was die richtige Reaktion auf solch einen Irrsinn ist. Wenigstens die Fanszene macht sich noch gerade, auch in diesem kleinen Fall der Gehorsamsverweigerung gegenüber absurden Normen.

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Um die erste DSP-Tapete auf der Gegengeraden aufzurollen, benötigten wir Versprengten erst einmal einen Platz, den wir uns vor dem Spiel schonmal suchten. Dabei einigten wir uns auf den Platz, an dem dieses Banner hing – daß dieses später abgemacht auf dem Boden herumlag, möchte ich gleichwohl erwähnt haben. Offensichtlich ist auch jedes noch so tief gehängte Banner hier eine Sichtbehinderung. Hoffentlich findet sich eine Lösung für alle, ich mag Banner (und freie Sicht).

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Nach dem Banner schmeckte mir das Bier trotzdem. Ich hatte einfach Durst. Nur so nebenbei bemerkt. 😉

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„Ölene Kadar“ heißt ja „bis zum Tod“ – fehlt doch eigentlich nur noch das „kleiner“… ^^

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Und um einen Hauch ernsthafter zu werden, möchte ich bei dieser Gelegenheit noch auf das Video „wider“ die „Homo-Ehe“ verweisen – wer es noch nicht kennen sollte: http://www.youtube.com/watch?v=2kpCqtekimY. ^^

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Schön, daß das Banner „Fußballfans gegen Homophobie“ wieder am Millerntor angekommen ist. Mehr zu dieser Aktion und zur Homophobie rund um den Fußball einschließlich der erklärten Aktionen dagegen: http://fussballfansgegenhomophobie.blogsport.de/.

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Ich verweise insbesondere auch auf http://fussballfansgegenhomophobie.blogsport.de/about/.

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Dieses Spiel hatte ja noch eine weitere Besonderheit – die Rückkehr zweier ehemaliger Spieler ans Millerntor im Gästetrikot. Hatten wir diese Saison ja schon mehrfach, diesmal aber war ein besonderer Held aus der Vergangenheit dabei: Deniz Naki. Die 23, die niemals hier vergessen werden wird. Mittlerweile mit der 31 unterwegs bei Paderborn, aber schon beim Einlaufen gefeiert bei jeder Annäherung an die Gegengeraden, daß es nur so eine Freude war. Man mag spielersich von ihm halten, was auch immer man will – aber es hat das Herz einfach am richtigen Fleck. Ich vermisse ihn. Und würde mich freuen, wenn er wieder bei uns wäre. Im Herzen ist er es ja immer noch und das hat man auch an diesem tag wieder gesehen.

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Die mitgereisten Paderborner Fans waren…unauffällig. Mehr kann ich kaum über sie schreiben. Gehört habe ich sie eigentlich nie.

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Dafür uns Desorganisierte beim Fanclubsuchspiel auf dem Becher wieder mal wahrgenommen. ^^

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Die Umstellung auf die Sommerzeit trotz Schnee und Kälte war vielleicht nicht angenehm und äußerst befremdlich, doch dafür konnten wir dieses schöne Licht kurz vor Anpfiff erleben. So sieht das Viertel doch besonders schön aus…

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Unschön nach wie vor die Upsolut-Geschichte. Das standing in der Fanszene ist jetzt definitiv am A… Und das ist gut so. Siehe http://stpaulisolidarisch.blogsport.de/2013/03/09/never-walk-alone/.

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Solidarität wurde im Stadion auch auf allen Tribünen mit den Streikenden bei Neupack gezeigt, siehe http://solikreis.blogsport.de/.

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Worum es geht, siehe nur hier: http://solikreis.blogsport.de/2013/02/06/unser-recht-auf-streik-steht-doch-nur-noch-auf-dem-papier-dienstag-12-februar-2013-19-00-uhr-gewerkschaftshaus-besenbinderhof-im-dgb-bildungswerk-ehemals-ver-di-center-es-sprechen-christian-schoof-rec/.

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Gab ja schon früher Solierklärungen hier am Millerntor, siehe https://kleinertod.wordpress.com/2012/11/26/viel-zu-sehen-am-tage-vor-der-jhv-fcsp-gewinnt-daheim-gegen-duisburg/.

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Gegen Mißstände muß man angehen, sonst ändern sie sich nicht. Und dazu muß man die Mittel wählen, die einem zur Verfügung stehen. Der DFB kann beispielsweise absurde Verbote verordnen und durch Sanktionen durchsetzen. Die Fans können durch kreativen Protest, wie die hier gezeigten Papp-Wunderkerzen, oder gezielte Mißachtung im Wege des zivilen Ungehorsams (der DFB hat ja quasi den Staat im Staate erschaffen, das paßt schon – auch wenn der Fan keinerlei Mitspracherechte hat, dafür aber der Verein an sich) dagegen vorgehen.

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Beeindruckend viele Tapeten zum Anti-Homophobie-Tag überall im Stadion. Hier die Oldtras auf der Haupt…

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USP auf der Süd verbindet die – leider längst nicht überall so selbstverständlich wie es sein sollte – Akzeptanz der nicht unter die Hetero-Norm-Fallenden mit einer Aufforderung zum Auswärtsfahren. Fand ich irgendwie besonders schön. ^^

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Die Kurven wären schließlich arm, daheim wie auch auswärts, wenn nur die dabei wären, die unter die weiß-hetero-männlich-Norm fallen würden. Es gibt so viel mehr. Zum Glück.

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Das Millerntor machte auf allen Tribünen deutlich, daß die bunte Kurve überall hier gewünscht ist.

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Und, wichtiger noch, daß damit ein Zeichen gesetzt wird, das diejenigen, die damit ein Problem haben, nicht übersehen konnten. Homophobie ist hier nicht erwünscht. Punkt.

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Wunderkerzen aber.

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Gehorsames Abnicken von absurden Verboten nicht.

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Die Aufforderung, die Wunderkerzen nicht zur Anti-Homophobie-Choreo anzuzünden, ging einfach unter.

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Störte die Choreo aber auch nicht.

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Ging wunderbar zusammen. Zum Einlaufen wurden Pappen und Luftballons hochgehalten. Und auch anderes. Wer lesen kann…

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Aber lieber so ein Zeichen der Individualität (Hochhalten der Stadionzeitung) als gar nichts hochzuhalten. Was solls. 😉

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Das Gesamtbild macht es schwer, zu erkennen, daß wirklich im ganzen Stadion mitgewirkt wurde. So ein Regenbogen ist optisch auch schwerer zu erfassen als eine einfarbige Pappe. Doch bunt war es wirklich überall.

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Tapeten dazu wurden hochgehalten. Nicht nur gegen Homophobie. Auch Sexismus wurde eine Absage erteilt. Und Naki bekam gleich noch seinen Gruß mit auf den Platz.

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Auf der Süd wurde ein großes Alerta Network Banner in Streifenbahnen hochgezogen.

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Hells Bells und Regenbogen – paßt wunderbar zusammen. ^^

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Es war ein toller Anblick. Und deswegen gibt es diesmal wohl auch ein wenig mehr Bilder als sonst…

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Das ganze Stadion sichtlich gegen Homophobie vereint.

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Und auch die Wunderkerzen paßten sich ins Gesamtbild gut ein.

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Auch auf den B-Sitzen wurden die Pappen hochgehalten. Das Thema geht ja auch alle gleichermaßen an.

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Es gab und gibt ja leider auch am Millerntor vereinzelte homophobe Stimmen. Daß diese sich hier unwohl fühlen sollen und nicht all diejenigen, die nicht der Hetero-Norm entsprechen, darauf kommt es an. Überzeugen lassen sich solche Leute womöglich nicht – aber wir können alle deutlich machen, wen wir hier unterstützen und wen wir ablehnen.

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Mit den Richtigen Zusammenstehen – darauf kommt es halt an.

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Die Gäste haben auch eine Choreo gezeigt. Mit T-Shirts. „NIEMALS AUFGEBEN…?“ meine ich, entziffern zu können. Ob sie an der Anti-Homophobie-Choreo, die ja bekannt war, mitgemacht haben, weiß ich allerdings nicht. Aufgefallen ist mir das zumindest nicht, aber ich hab auch in dem Moment nicht dorthin gesehen, weswegen ich das mal so formuliere. Weiß jemand mehr? Daß dies nichts damit zu tun hatte, das zumindest ist deutlich. Aber das kam auch etwas später.

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Feuerwehr, Polizei Hamburg, DFB und die Vereinsführung zusammen haben ja noch ein anderes Thema an diesem Tag auf die Agenda gehoben. Absurdes Theater. Wer solchen Kinderkram als gefährlich verbietet, sollte auch von den Fans verlangen, daß sie sich vor dem Betreten des Stadions aller Schuhe und Gürtel sowie sonstiger womöglich gefährlicher Dinge entledigen. Irgendwann hört es einfach auf.

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Die erste Halbzeit zum Glück auch, die lief nun wirklich nicht unter bemerkenswert. Bemerkenswert hingegen dieses Banner, welches wohl hierauf (etwas unter Vorbehalt verlinkt auf einen HRO-Blog, siehe nachfolgende Bemerkung) verweist: http://ericcantona.blogsport.de/2013/03/31/angriffe-auf-black-rebels-warzawa-unpolitisch-mal-anders/. Inwiefern im verlinkten Text die Forderung nach „unpolitischen Kurven“ ein Erfolg gegen Nazis sein soll, sei allerdings mal dahingestellt – genau das ist ja das Problem, daß diese sich als „Unpolitsche“ bezeichnen und dadurch vielerorts Akzeptanz und Macht gewonnen haben. Die sprachliche Hürde überwinden, läßt sich hier vielleicht etwas sinnvolleres finden, aber ich bin da doch überfordert: https://www.facebook.com/Blackrebelswarszawa.

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Wieder einmal dabei war die Schickeria aus München – Glückwunsch zur 10 wie zur 9… 😉

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Zeit, unsere Tapete auszurollen. Was das Ablichten anderer Tapeten nicht einfacher machte, insbesondere, wenn diese direkt neben uns hochgehalten wurden. Das betraf offensichtlich ebenfalls die Black Rebels Warsawa: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=559301554104776&set=o.216545008486441&type=1&theater.

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Die Anzahl der Tapeten an diesem Tag war eh der Wahnsinn. Die meisten zeigten, daß über die Choreo hinaus die FCSP Fans sich am Tag gegen Homophobie mit einem eigenen Beitrag beteiligen wollten.

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Währenddessen machte das FCSP 1910 Museum in der Pause auf sich aufmerksam. Es werden Fördermitgliedschaften benötigt: mitmachen! http://www.1910-museum.de/uploads/media/Mitgliedsantrag.pdf The more the merrier.

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Wer am 11.4. noch nichts vor haben sollte: http://antifapinneberg.blogsport.de/2013/03/19/pinneberg-11-04-demonstration-gegen-den-nazi-stammtisch-im-rondo/.

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Am 6.4., 14 Uhr, Hauptbahnhof, hat man in Hamburg die Möglichkeit, an der bundesweiten Demo gegen Rassismus und Ausgrenzung teilzunehmen: http://hamburggegenrassismus.blogsport.de/images/plakat2.jpg sowie http://hamburggegenrassismus.blogsport.de/2013/04/01/mobi-clip-bundesweite-demonstration-gegen-rassismus-und-ausgrenzung/ für weitere Infos. Die Problematik, daß eine Stunde früher der Anpfiff für das Auswärtsspiel in Dresden erfolgt, sei trotzdem mal erwähnt. Blöde Terminskollision…

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Es gibt halt immer mehr als einen Brandherd gleichzeitig. Trotzdem ist jeder einzelne davon anzugehen, auch wenn es niemals aufhört. Der Kampf gegen Mißstände gehört halt zum Leben dazu.

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Zeit, auch die desorganisierte Tapete auszubreiten. Konnte ich selbst natürlich nicht einfangen…

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Aber dank https://twitter.com/anythingharder kann ich dieses Bild hier zeigen. Vielen Dank!

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Für ein Ablichten von Tapeten auf der Gegengeraden bin ich leider schlecht positioniert. Aber es gibt ja auch andere, gute Gründe, hier zu sein. Der Support ist hier einfach ein ganz anderer als auf der Haupt, da macht das Mitmachen gleich viel mehr Spaß – auch wenn es schon bessere Spiele diesbezüglich gab. Richtig laut wurde es eigentlich nur zu gewissen Anlässen, wie auch während des Angriffes über Bruuuuuns, Schachten und dem Vollstrecker Ebbers zum 101. Tor seiner Zweitligakarriere. Danach wurde es natürlich gleich noch ein paar Dezibel lauter, und wie… Auch wenn aufgrund einer etwas abseitsverdächtigen Position fast postwendend das 1-1 folgte.

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Auch wenn das 9-2 an diesem Tag in aller Munde war, so konnten wir leider nicht das gleiche Ergebnis erzielen, doch kassierten wir kurz vor dem Ende das 1-2 durch eine „Vorarbeit“ von Naki, der an Tschauner scheiterte, doch woraufhin Saglik zum Abschluß beim Abpraller kam. Beiden war das Tor offensichtlich eher unangenehm, sie hielten sich beim Jubel jedenfalls sichtlich zurück, was ich in diesem Fall für mehr als glaubwürdig halte. Erst Naki im Hinspiel, nun Saglik im Rückspiel… Nunja.

Und Ebbers war schon nach dem Ausgleich verletzt ausgeschieden, so daß ein sichtlich überforderte Thy für ihn den vergeblichen Versuch machte, diese Lücke auszufüllen. Eine Ecke in der 89. bzw. 90. Minute kam dann doch noch für uns heraus, aber kein Feldspieler konnte damit etwas anfangen…

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Aber wir haben ja auch noch unseren wahren Stürmer Nr. 3 im Tor. Unser hellblaue Bomber machte sich gerade – und traf. Was da explodierte, das mußte man live erlebt haben…

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Am wenigsten glauben konnte den Treffer wohl Tschauner selber. Egal. ^^

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Die „Fußballgott“-Rufe finde ich zwar allgemein etwas blöd und nicht ans Millerntor passend – die Ausnahme bei Ebbers im Spiel bei Union, die das Wort ja inflationär gebraucht haben, mal ausgenommen – „Schlüppergott“ finde ich für Ebbe trotzdem passender… 😉 Nunja, verdient hat sich Tschauner das Hochleben-lassen in jedem Fall. Sein Spiel!

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Und das von Naki. Daß er sich ausgerechnet das Trikot von Boll holte, war auch aussagekräftig.

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Ich jedenfalls würde ihn nur zu gerne wieder im FCSP Trikot sehen, nicht nur nach Abpfiff…

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Was folgte, war ein Stadion, daß gar nicht genug davon kriegen lassen konnte, Tschauner zu feiern – und umgekehrt.

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So werden halt Helden geboren. ^^

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Und alte Helden bleiben unvergessen. Komm bald wieder, Deniz!

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Entgegen meiner Befürchtungen war der Ausgang zum Dom hin problemlos möglich und breit genug.

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Und wir konnten uns auch weiterhin breit machen dank des Dom-Angebots… Nunja, war vielleicht nicht so clever unter der Woche, aber definitiv lustig…

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Ein kurzer Ausflug zur Domschänke sowie ein Mitlaufen im Diffidati-Marsch, der diesmal wie ein eher uninspirierter Spaziergang wirkte, aber trotzdem schön war, endete für uns noch im Jolly Roger, bevor wir dann endgültig den Heimweg antraten. Glücklich grinsend mit einem TSCHAUNER!-Ruf, auch noch nach dem Aufstehen am nächsten Tag…

Und da man von schönen Dingen nicht genug kriegen kann:

http://fcspsouthendscum.wordpress.com/2013/04/02/matchday-27-fc-sankt-pauli-sc-paderborn-07-2-2/
http://usp.stpaulifans.de/2013/04/paderborn-bilder-online/
http://www.stefangroenveld.de/2013/ein-moment-fuer-die-ewigkeit-philipp-tschauner/
http://moeliw.tumblr.com/post/46926640976/nr-13
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6993
http://ostblocksanktpauli.wordpress.com/2013/04/03/lieb-doch-wen-du-willst/
http://www.stpaulinu.de/its-a-kind-of-magic/verflirrte-ostermagie
http://beebleblox.blogspot.de/2013/04/choreositatenkabinett-fcsp.html
http://www.flickr.com/photos/auxarmes/sets/72157633144614245/
http://pathos93.wordpress.com/2013/04/02/einmal-im-leben/
http://indensinngekommen.wordpress.com/2013/04/02/leitartikel-zu-den-geschehnissen-vom-montag-fcsp-paderborn-22/
http://siamotuttifcsp.blogsport.de/2013/04/02/heimspiel-fc-st-pauli-paderboring/
http://blog.uebersteiger.de/2013/04/02/27-spieltag-h-sc-paderborn/
http://www.stefangroenveld.de/2013/lieb-doch-wen-du-willst/
http://schallundrauch1910.wordpress.com/2013/04/04/27-spieltag-magischer-fc-vs-paderborn/
http://www.breitseite-stpauli.de/12-13-27.htm
http://www.flickr.com/photos/94623451@N07/8617215938/in/set-72157633159302946
sowie, wie ich finde besonders wichtig, bitte lesen: http://metalust.wordpress.com/2013/04/03/ich-sehe-aus-dem-augenwinkel-nur-ein-hellblaues-trikot-reinfliegen-und-plotzlich-war-es-unfassbar-laut-florian-bruns/.

NACHTRAG: der DFB ist und bleibt unfaßbar schlecht – Stadionverbote trotz geänderter Einschätzung sollen bestehen bleiben… http://www.publikative.org/2013/04/03/randale-beim-schweinske-cup-einig-uneinig/. WTF??!?

15 Comments

  1. „Niemals aufgeben, Sek. SV“ war bei Paderboring zu lesen.

  2. man sollte sich die beiträge auf dem blog schon durchlesen, bevor man sich über eine eben überhaupt nicht vorhandene unpolitisch-predigt echauviert!

    • Ich hab mich da schon etwas umgeschaut, doch nicht in der Tiefe, die es mir ermöglichen würde, ein Urteil über den blog als solchen zu fällen. Doch den Satz „Hatten die Ultras in Deutschland allerdings mit der Forderung nach unpolitischen Kurven für eine lange Zeit den Erfolg zu verzeichnen, dass jene rechtsradikalen Hooligans verdrängt werden konnten, muss man in Polen von einem auch ideologisch nahtlosen Übergang der Fankulturen sprechen.“ konnte und wollte ich nicht unkommentiert verlinken. Es ist ja gerade das „Unpolitische“, was von Rechtsaußen vereinnahmt wird und sogar das Fordern der im Grundgesetz verankerten Rechte für alle als „politisch“ bzw. sogar „linksextrem“ geißelt. „Unpolitisch“ ist eh eine Farce, denn jedes Agieren ist auch politisch. Es kommt nur darauf an, für die richtigen Dinge einzutreten. Menschenverachtung gehört beispielsweise nicht dazu… Ich kritisiere diesen Blogbeitrag und zwar dabei diesen Satz darum – und nicht den blog als solchen, den ich nicht beurteilen kann und will.

  3. ich finds müsig, aber nur soviel: ohne das vergehangene credo, unpolitische kurven haben zu wollen, hätten sich die inzwischen zahlreich existenten antirassistischen ultragruppen vielerorts niemals durchsetzen können. dieser satz beschreibt eine historische tatsache und keinen aktuellen zustand.

    • Das stimmt mit der Geschichte am Millerntor aber so etwas von gar nicht überein. Hier haben sich linke Kräfte das Stadion erkämpft, lange vor der Ultra-Bewegung in Deutschland. Ich kann nicht über alle Vereine in Deutschland sprechen, dazu fehlen mir die Infos – aber ohne Belege würde ich solche Behauptungen als genausowenig tragfähig bezeichnen.

      „Unpolitisch“ ist aber ein absolutes Unwort, welches immer und immer wieder dem Machterhalt der vorherrschenden Gruppe, die sich selbst als „normal“ und „unpolitisch“ definiert wird, zulasten anderer Gruppierungen/Individuen dient – das Thema des Aktionstages paßt hier auch sehr gut hinein.

      Sich gegen die „Unpolitischen“ (Rechten) durchzusetzen, geht für antirassistische Gruppen nicht wegen einer „unpolitischen“ Grundeinstellung, sondern nur in der Auseinandersetzung GEGEN diese.

  4. nimm halt mal ein gängiges buch der aktuellen ultra- & fanforschung zur hand (gabler: die ultras; thein: ultras im abseits), dann würdest du mal über deinen tellerrand hinaus schauen können. da steht z.b. auch drin, dass s.p. (EDIT: beleidigende Formulierungen sind auch hier nicht erwünscht) die ausnahme von der regel ist/war. der kampf gegen „unpolitisch“-rechte ist ein aktueller kampf in deutschlands stadien. in den 15 jahren zuvor war dies ein kampf der „unpolitisch“-linken bis „normalos“, um die rechten loszuwerden. obendrein wurde der anspruch „unpolitisch“ auf meinem blog noch nie glorifiziert…!

    • 1. Den im verlinkten Blogbeitrag kritisierten Satz habe ich zitiert und bin darauf eingegangen. Es wurde genau das Zitierte dort geschrieben und von mir hier darauf entgegnet.

      2. Mir zu unterstellen, ich hätte etwas anderes geschrieben und dabei Dinge unterstellt, ist so absurd wie wenig zielführend. Bitte einfach bei den geschriebenen Worten bleiben. Ist auch ganz einfach: steht alles hier.

      3. Jedes Agieren in der Kurve ist auch immer politisch. Das Unterdrücken gewisser politischer Ansichten ist nicht „unpolitisch“, sondern eindeutig politisch. Daß sich Rechte/Rechtssextreme gerne „unpolitisch“ nennen, dient nur der Verschleierung der eigenen politischen Position durch Selbstdefinition. Linke sind nicht „unpolitisch“, ebensowenig alle anderen, die politisch sich engagieren.

      4. Die Kritik am „Unpolitischen“ gilt genauso für Deine Ausführungen zu Ultras in den genannten Büchern und zwar unabhängig von der Kenntnis jener Bücher. Ich verweise nur auf http://www.publikative.org/2011/12/19/das-unpolitische-wir-der-fanszene/ zur weiteren Lektüre.

      5. Verunglimpfende Formulierungen sind hier nicht erwünscht. Im Wiederholungsfalle erfolgt eine Kommentarsperre. Dies ist eine Verwarnung.

  5. Schade nur, dass nicht jeder bei der Aktion mitgemacht hat. Anscheinend gibt es noch immer ziemlich viele Homophobe unter den Fans 😦

    • Homophobie ist nicht nur weit verbreitet, sie ist Bestandteil unserer Gesellschaft. Wir alle atmen sie von Klein auf in uns ein und übernehmen sie wie Sexismus, Rassismus, Diskriminierung von „Behinderten“ u.a. – sich davon vollkommen lösen ist quasi eine Lebensaufgabe.

      Manche wollen das überhaupt nicht und vertreten die diskriminierenden Positionen offen bzw. lassen sie deutlich werden bei sich bietender Gelegenheit. Andere hinterfragen sich selbst und arbeiten daran, derartiges in sich selbst und in der Gesellschaft anzugehen – was aber nicht automatisch dazu führt, daß man vollkommen frei davon ist.

      Wie in der Gesellschaft gibt es auch am Millerntor die unterschiedlichsten Menschen. Natürlich spielt auch eine Rolle, wie lange jemand dabei ist, denn mit der Zeit ist die Chance, daß der spezielle „Geist“ auf die Besucher einwirkt, größer, als wenn jemand das erste mal dabei ist und vielleicht noch gar nicht mitbekommen hat, daß hier „anders getickt wird“…

      So oder so: es ist immer eine Arbeit, einen Ort so zu gestalten, wie man sich das wünscht. Dazu gehört eben auch der Kampf gegen Homophobie. Schön fand ich, wie viele Gruppen sich hier die Mühe gemacht haben, durch einen eigenen Beitrag am Aktionstag teilzunehmen. Das, zusammen mit der grpoßen Choreo, zeigte deutlich auf, was hier unerwünscht ist: Homophobie.

      Trotzdem ist es immer wieder notwendig, daran zu arbeiten und nicht einfach zu glauben, das Optimale sei bereits erreicht. Überall eben, auch am Millerntor.

  6. Danke für die Verlinkung!
    Und natürlich auch wie immer digges Dankschee und Daumen hoch für deinen Text!


3 Trackbacks/Pingbacks

  1. […] Bild ist geklaut vom FC. St. Pauli Blog Kleiner Tod, Foto ist vom 1.04. FC. St. Pauli gegen den SC Paderborn […]

  2. […] sich offensichtlich an alle, die bei der Anti-Homophobie-Choreo beim letzten Heimspiel, siehe https://kleinertod.wordpress.com/2013/04/03/kerzengerade-gemacht-torwartwunder-und-anti-homophobietag…, mitgemacht […]

  3. […] Sogar auf die Haupt ging das Tschauner-Wunder-Erinnerungs-Teil. […]

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