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ACHTUNG: Hat sich erledigt, siehe unteren Teil!

Es gibt Dinge, die glaubt man gar nicht. So hatte der FCSP vor etwas mehr als einem Jahren versucht, durch eine restriktive AGB Änderung jegliche Bildaufnahme neben Video- und Tonaufnahmen im Stadion zu verbieten. Auf den Protest der Fanszene, siehe https://kleinertod.wordpress.com/2011/07/15/ausblick-saisonauftakt-in-lubeck-gegen-ingolstadt-und-geanderte-agb-erlauben-fcsp-blogs/ wurde eine Regelung geschaffen, die das Knipsen zu privaten Zwecken erlaubt. Nunmehr wurde klammheimlich genau diese Klausel wieder geändert, so daß twittern, bloggen und ähnliche Aktivitäten VERBOTEN sind am Millerntor.

„Davon ausgenommen ist das Recht, Bilder, Beiträge oder Berichte in Medien ohne kommerziellen Charakter wie Fanclubseiten, Fanblogs oder Fanzines zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung von Bildern, Beiträgen oder Berichten auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, Google Plus, Twitpic, Flickr oder ähnlichem ist erlaubt, solange sie nicht zu kommerziellen Zwecken erfolgen.“

hieß es im Jahre 2011 auf den Protest hin, siehe http://stpauli.nu/supporters-in-action/millerntor-bloggen-erlaubt.

In den AGBs, die aktuell auf der offiziellen Internetseite mit der Angabe „Stand 2010“ zu sehen sind http://www.fcstpauli.com/pdfs/karten/agb.pdf und damit gelten, heißt es aber:

„Es ist Ticketinhabern daher ohne vorherige Zustimmung des FC St. Pauli auch nicht gestattet, Ton, Fotos, Videos, Beschreibungen oder Resultate des Spiels aufzunehmen, es sei denn dies erfolgt ausschließlich für private, nicht-kommerzielle Zwecke. In keinem Fall erlaubt ohne Zustimmung des FC St. Pauli sind die öffentliche Verbreitung und/oder Wiedergabe von Ton-, Foto-, Film- oder Videoaufnahmen, insbesondere über das Internet oder Mobilfunk oder die Unterstützung anderer Personen bei derartigen Aktivitäten. Geräte oder Anlagen, die für solche Aktivitäten benutzt werden können, dürfen ohne vorherige Zustimmung des FC St. Pauli nicht ins Stadion mitgebracht werden.“

Mit anderen Worten: wer ein Handy oder Smartphone hat, welches Ton-, Video- oder Fotoaufnahmen anfertigen kann, darf dieses aktuell noch nicht einmal mehr ans Millerntor nehmen! Denn schließlich könnte man diese zu solchen Aktivitäten benutzen. Jede_r einzelne Besucher_in müßte also, wenn er oder sie ein solches Gerät mit zu einem Spiel bringen will, die VORHERIGE ZUSTIMMUNG des FCSP einholen.

Und natürlich sind auch sämtliche Blogs und tweets sowie ähnliche Veröffentlichungen im Internet mit Ton oder Foto untersagt laut AGB. Dieser mein Blog ist also AGB-widrig. Ob ich jetzt Stadionverbot bekomme und alle anderen Blogger_innen auch?

NACHTRAG (WICHTIG): Die beim online Verkauf präsentierten AGBs lesen sich aber doch anders, nämlich mit der Bloggerklausel: http://www.eventimsports.de/shop/239/stb. Ich gehe daher von einem Versehen aus. Doch wir haben gerade zwei sich widersprechende AGBs in der Welt…

Noch ein WEITERER, WICHTIGER NACHTRAG: es handelte sich offensichtlich um ein Versehen. Die AGB wurden auf der Internetseite des Vereins geändert. Es ist mittlerweile die „richtige“ AGB wieder online – http://www.fcstpauli.com/pdfs/karten/agb_stand_07.05.2012.pdf – mit der „Bloggerklausel“. Also alles nur ein kurzer Aufreger. Alles geklärt.

27 Comments

  1. Ist das ggf. ein redaktioneller Fehler, der bei der Neuerstellung der Website passiert ist? Schnell klären, sonst JHV-Antrag. 😉

    • Genau mein Gedankengang. Wenn das nicht sofort geändert wird, die JHV ist ja bald. Ich hab es entdeckt und gleich gebloggt sowie ins Forum gestellt. Mehr schaffe ich heut erstmal nicht.

    • Nun, es wird interessant.
      Ich denke, sollte das bis nächste Woche nicht weg sein, werde ich einfach mal für mich per Mail an den Verein beantragen, dass ich für das Mitführen modernen Kommunikationsgeräts berechtigt werde.
      Was die wohl machen, wenn mehrere Tausend Leute das tun?!? 😉

      • Es ist in jedem Fall der völlige Wahnsinn. Und auch bei anderen Vereinen zu finden: sogar der vielgerühmte 1. FC Union Berlin hat die inhaltsgleiche AGB – siehe http://www.fc-union-berlin.de/tickets/atgb/ – also müßten DORT alle Handys/Smartphones vorher genehmigt werden…

        Ich gehe mal von einem bald berichtigten Versehen aus. Hoffentlich ist es nur dies.

  2. oder es gehen zum nächsten Heimspiel tausende Einzelanträge in der Geschäftsstelle ein, Anträge auf Genehmigung, ein smart-ass-phone mit reinnehmen zu dürfen.

    • Wie die über 20.000 Anträge bescheiden wollen, das dürfte lustig werden… ^^

  3. Wenn es keinen Abwahl-Antrag des Präsidiums oder Absetzung durch den Aufsichtsrat gibt, ist es doch eh witzlos, da zur JHV hinzugehen. Die behalten sich doch sowieso vor, die Anträge nicht oder nur halbherzig umzusetzen, die angenommen werden, siehe Museumsfrage, Susi usw. ….

    • Es dürfte zur Finanzierung der externen Wache einen Antrag geben, der letztlich auch die Realisierung des Museums in der Gegengeraden bedingen wird. Wenn die Pro(…)-Polizei-Fraktion sich durchsetzen sollte, dann sehe ich extrem düster für den FCSP.

      Noch düsterer als durch das so oft vorgekommene Versagen der Vereinsführung der vergangenen Zeit – nicht nur der letzten Monate. Natürlich gab es auch gute Momente, beispielsweise die erste Schweinske-Cup-Nachbearbeitung, das möchte ich jetzt gar nicht unerwähnt lassen. Aber da es keinen Abwahlantrag gibt, bzw. sehe ich keinen solchen, wird dieser Punkt weniger relevant sein auf der JHV.

      Trotzdem dürfte auch gerade die Aufarbeitung der ignorierten JHV Beschlüsse sowohl bei der Frage einer Ab-/Wieder-/Neuwahl zum tragen kommen, wann auch immer, als auch auf dieser JHV dieser Punkt sicherlich angesprochen gehört. Und da verdient unsere Vereinsführung auch ruhig mal ein klares Wort – auch von mehr als einer Person. Noch ein Grund, um hinzugehen.

      Außerdem könnte man auch einen Antrag dahingehend machen, daß sichergestellt wird, daß JHV-Beschlüsse, wenn sie nicht direkt umsetzbar sind, sondern eben durch das Präsidium direkt oder indirekt (externe Dritte, auf die rechtlich Einfluß genommen werden kann oder aber die ohne einen solchen Anspruch wenigstens gefragt werden müßten), auf allen folgenden JHV als noch nicht erledigt angeführt werden mit der Begründung dazu. Wäre vielleicht mal eine Idee, so als extra Tagesordnungspunkt.

  4. Mir ist das alles zu verzwickt. Entweder meinen die Mitglieder es ernst mit rebellischem Habitus und den Werten oder wie auch immer man das nennen will, dann muss das Präsidium weg. Oder allesamt ergehen sich auch weiterhin in großer Protestpose zu individuellen Selbstmarketingzwecken und kneifen den Schwanz ein, wenns ernst wird, ganz wie wir es bei dem Business-Seat-Antrag im letzten Jahr erleben durften , das ist dann die Schlagermove-Hafenstraßen-Variante, und alle machen sich als FC St. Pauli damit lächerlich. Die Verwaltungsdenke, pardonnez-moi, als Einwirken auf Leute, die letztlich in vollem Bewusstsein all den vermeintlich überholten Polit-Müll zugunsten Meeskes formalem Kalkül aus dem Stadion schaffen wollen, macht keinen Sinn. Ja, ich reagiere hier auch öffentlich auf Talk hinter den Kulissen, aber mir können mittlerweile auch die Hasenbeins gestohlen bleiben, die bei Goliathwachentreffen Reden schwingen, aber als Aufsichtsräte versagen. Diese Flachlaberei ohne Konsequenzen ist auch nicht besser als Stenger und sein Sicherheitspapier. Ständig Jolly Rouge schwenken, aber Akteuren wie Spiess, Orth oder Meeske nicht die rote Karte zeigen ist auch nur zombiehaftes Wiedergängertum. Nach allem, was man so hört, kann man die JHV auch getrost absagen und stattdessen ein paar Flugblätter in die Elbe schütten, nix gegen Onanie, aber …

    Auf eitle Reden ohne Konsequenzen kann ich auch verzichten.

    • Stellst Du den Antrag auf Amtsenthebung bestimmter Organmitglieder und begründest den auf der JHV?

    • Den Frust kann ich gut nachvollziehen. Wenn JHV Anträge nicht umgesetzt werden und andere mit simplen Totschlagargumenten wie „Kein Geld, Pleite droht!“ ohne nähere Betrachtung prinzipiell immer abgelehnt werden, zudem sich eine Geschäftsführung quasi erlauben kann, was diese will, ohne daß dies Konsequenzen hat, dann kann man schon die Lust verlieren, sich so eine JHV weiter zu geben.

      Nur halte ich das Aufgeben hier für den falschen Weg.

      Können wir nicht einfach das Präsidium vom 1. FC Union Berlin einfangen und bei uns zur Wahl stellen?

      Oder anders: wir brauchen Perspektiven aus dieser verfahrenen Situation heraus – und da die unsere Vereinsführung offensichtlich nicht aufzeigen kann, muß das jemand anderes tun. Ob über Fanproteste, Medienarbeit, Anträge auf der JHV oder sonstwie – nicht der Weg ist das Ziel in diesem Fall. Es ist egal, wie wir die Veränderung im Sinne der Fanszene erreichen – wir müssen das nur weiter auf allen Wegen versuchen.

  5. Astro: Diese Art von Gegenfrage passt dann zum St. Pauli-Diskurs, ja … ich habe mich umgehört, und es macht keinen Sinn angesichts all der Bedenkenträger, die sich viel zu wohl damit fühlen, frei von Konsequenzen gegen egal welches Präsidium zu pubertieren, so als Hobby.

    Und ja, ich hätte auch gerne so ein Präsidium wie Union Berlin. Und wir können doch Perspektiven aufzeigen wie die Doofen, das interessiert die nicht, und dazu ist der Umbau zum Mittelschichts-Innenstadt-Eventverein mit Toleranzrhetorik und musealisierzer Widerstandshistorie schon viel zu weit fort geschritten. Das wissen die auch und machen damit einfach so weiter. Die haben St. Pauli zu so was wie Schröders „Neuer Mitte“ gemacht, und das finden die meisten doch im Grunde genommen auch prima.

    • Das ist mir jetzt zu realpessimistisch. Nicht, daß ich dem nicht in vielerlei Hinsicht zustimmen könnte, insbesondere unter dem Aspekt der Sorge – aber wir kommen nicht weiter, wenn wir da einfach alles aufgeben und den Falschen das Feld überlassen.

      Ob wir anders weiterkommen, das weiß ich zwar nicht, ich möchte das aber nicht unversucht lassen. Nicht etwa, weil ich mir so gut in der Protestlerpose gefallen würde – dazu frustieren mich die negativen Dinge viel zu sehr. Sondern, weil ich einfach keinen Sinn darin sehe, meine im Zusammenhang mit dem FCSP existierenden Ideale aufzugeben, nur weil es Gegenwind oder Hindernisse gibt.

      Einen Antrag möchte ich nach den Erlebnissen der letzten JHV, wo einem sogar Sozialromantiker „in den Rücken gefallen“ sind – sprich: dagegen gestimmt haben, weil sie sich nur um ihre eigenen Punkte sorgten und diese, irgendwann in Zukunft zu stellenden Anträge, durch den HT-Rückbauantrag gefährdet gesehen haben – oder aber, weil die Schein-Argumente der Vereinsführung (die sich sogar erdreistete, den schriftlich vorliegenden und mündlich vorgetragenen Antrag überhaupt nicht zur Kenntnis zu nehmen und im Widerspruch zu diesen Dinge vorzutragen und dagegen anzugehen, was aber gar nicht im Antrag enthalten war) gewichtiger waren als die guten Gründe, die selbst eigentlich mitgetragen werden. Womit ich natürlich nicht in Abrede stellen will, daß man den Antrag aus echten Gründen auch ablehnen konnte – nur aus den falschen Gründen halte ich so ein Abstimmungsverhalten für absurd und schädlich. Wir hätten den Antrag ja auch zugunsten eines Südantrages zurückgezogen, wenn im Vorfeld nur auf unser Gesprächsangebot eingegangen worden wäre. So wurde Porzellan zerschlagen, ohne daß es der BBSP-Bewegung genutzt hätte. Was ich einfach schade finde.

      Aber das ist Vergangenheit. In die Zukunft gerichtet hoffe ich auf Anträge, die sich zu unterstützen lohnen. Und bin für Ideen offen, die auch außerhalb der JHV Wege beschreiten, die der Vorstellung, die ich vom FCSP habe, mehr entsprechen, als dieses unerträgliche Gehabe der letzten Zeit.

      • Es gibt einen Grundsatz, daß die Vereinsführung mit Aufträgen der JHV nicht zum Brechen von Verträgen gezwungen werden kann. Daher war der eine Antrag nicht zustimmungsfähig, der andere, bessere wurde leider zurückgezogen.

        • In dem Antrag stand kein Wort von einem Zwang zu Vertragsbruch. Es wurde ohne Zeitfenster ein Nachverhandlungsauftrag beantragt – und wenn dies nicht erfolgreich sein sollte, so halt nach Ablauf der vertraglichen Frist, die dagegen spricht. Da war nichts, aber auch gar nichts von Vertragsbruch enthalten. Stand so exakt im Antrag. Nur die Vereinsführung hat das behauptet und viele haben das geglaubt. Das ist sehr traurig.

          Amüsante Nebenbeianekdote: die Plätze der BS; die im Antrag dauerhaft zurückgebaut werden sollten, werden seitdem stets als Tageskarten zu Normalpreisen verkauft. Wie hoch ist da der Verlust, entgegen der Behauptung? Genau: 0.

          • @kleinertod: hmmm… also ich kann mich erinnern, aber eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, daß der zur Abstimmung gestellte Antrag schon eine klare Beauftragung enthielt, während der zurückgezogene besagte, daß bis zur nächsten JHV Möglichkeiten aufgezeigt werden müssen. Ich kann mich aber auch irren, dann ziehe ich das zurück und behaupte das Gegenteil. 😉

            • Aus dem Antrag: „(…)Die Organe des Vereins werden nach § 13 Nr. 5 der Satzung mit der Umsetzung beauftragt. Soweit Dritte dabei mitwirken müßten, soll versucht werden, deren Mitwirkung im wirtschaftlich verhältnismäßigen Rahmen herbeizuführen. Die Mitgliederversammlung ist detailliert über die Fortschritte zur Umsetzung des Antrages auf den Laufenden zu halten, ggf. unter Vorlage der noch entgegenstehenden Vertragsklauseln.(…)Eine konkrete Zeitvorgabe ist im Antrag absichtlich nicht formuliert worden, um die Schaffung der Voraussetzung für die Umsetzung des Antrages ohne Zeitdruck zu ermöglichen.“

              Vertragsbruch wurde also nicht verlangt. Im Gegenteil, es sollte versucht werden, bei Dritten, sofern deren Mitwirkung nötig ist, die Zustimmung o.ä. einzuholen. Und wenn all das nichts hilft, weil z.B. nicht verhandelbare Verträge für 15 Jahre entgegenstehen sollten, dann sollte ohne Zeitrdruck das Ende der vertraglichen Hindernisse abgewartet werden.

              Das Präsidium hat behauptet, der Antrag würde zum Vertragsbruch „zwingen“ – und leider wurde dem auch geglaubt. Obwohl doch wortwörtlich das Gegenteil da drinnen stand.

              Zudem – die Verträge habe ich eingesehen. Da gibt es keine gegenteiligen Passagen, sondern nur Verhandlungsspielraum, der jetzt ja auch genutzt wird – indem die Sitze zu Normalpreisen verkauft werden und nicht als BS. Das ist halt genauso verhandelbar wie eine dauerhafte Überführung – es braucht halt nur die Zustimmung, die durch gute Argumente, wie mehr Geld im Normalverkauf statt nicht verkauften BS, einholbar ist.

              Auch die behaupteten Verluste sind in einer fehlerhaften Milchmädchenrechnung bereits widerlegt – bei einem Teilrückbau hätte es NULL Euro Verlust zur jetzigen Situation gegeben – bislang. Das mag in Liga 1 tatsächlich anders aussehen, aber in Liga 2 gibt es keinen Unterschied. Und auch in Liga 1 ist ein finanzieller Verlust nur eine Theorie, denn auch in Liga 1 wurden diese Plätze zu Normalpreisen verkauft, wenn auch nicht bei jedem Spiel. Die Zahlen stimmten also definitiv nicht. Nur wurde auch dieser Punkt leider von Teilen der JHV dem Präsidium abgekauft. Und das, obwohl diese so offenkundig fehlerhaft waren.

    • Hmmm… also wenn Du nicht die Konsequenz ziehst, die Du eigentlich gerne ziehen würdest, dann sind doch Deine Ausführungen letztlich auch nur „eitle Reden ohne Konsequenzen“? Du als Mitglied bist der Meinung, daß das Präsidium negativ für den Verein ist. Dann kannst Du doch auch ohne große politische Geheimabsprachen das auch als Antrag formulieren und für Unterstützung werben. Eine JHV hat dann eine ganz eigene Dynamik.

      Und ja: eine Amtsenthebung eines kompletten Präsidiums ist ein verdammt mächtiges Schwert mit in der Tat umfangreichen Folgen. Daher sind Bedenken normal und nicht zwingend Mutlosigkeit. Die wahre Stimmung wird man aber nur auf der JHV mitbekommen.

      • Ohne Alternative eine Vereinsführung kopflos machen halte ich nicht für sinnvoll. Du etwa?

        • @kleinertod: dazu habe ich mich nicht geäußert und werde ich auch nicht. Thema ist komplex und ich habe gerade eigentlich nicht wirklich Zeit. Es war nur eine Antwort auf Momorulez, der anderen Leuten „eitle Reden“ vorwirft, aber es halt auch selbst nicht umsetzt. Wenn einen etwas stört, dann muss man versuchen, das zu ändern. Und wenn es scheitert, hat man wenigstens ein Zeichen gesetzt.

          • Nachdem wir ja gerade erst auf der letzten JHV einen komplexen Antrag mit langer Vorbereitungszeit entworfen und eingebracht haben, sehe ich den Vorwurf in unsere Richtung ein wenig fehlgehend an. Wir haben es versucht und wir sind gescheitert, eben auch aus Gründen der fehlenden Vernetzung – und weil falschen Behauptungen von da oben einfach so geglaubt wurde. Ich selbst habe in dieser JHV aktuell auch keine Lust, schon wieder so einen Aufwand zu betreiben. Den Frust kann ich nachvollziehen. Nur werde ich wieder hingehen und hoffe, daß meine Stimme sinnvoll eingebracht werden kann bei Anträgen anderer.

  6. Ich glaube nicht dran, dass man, wenn man kein Teil der diversen Seilschaften ist, die JHV rocken kann. Mein Vernetzungsgrad ist da viel zu gering.

    Und das mit dem Vertragsbruch ist ein Gerücht, ich habe die Verträge doch gesehen. Und ja, Du hast mir da schon mal Ergänzendes zu gemailt, Astro 😉 … und ich glaube auch gar nicht, dass das nun nur Mutlosigkeit ist, sondern eine Differenz zwischen auch öffentlich geäußertem Mißmut und tatsächlichen Interesse und zudem wahlweise Unwille oder auch Unvermögen, das mal alles ernsthaft politisch zu kontextualisieren jenseits von Symbolpolitik wie der Susi-Loge.

    Ich bin ja nur so genervt, weil wir das letztes Jahr echt versucht haben, das mit dem Vorbereiten und Vernetzen, und das aus dem Impuls heraus, dass die Sozialromantikerproteste ernst genommen werden. Mittllerweile sehen das ja auch jene, mit denen man damals kooperieren wollte, was aber nicht klappte, als echtes Versagen an. Und weil es immer wahnsinnig viel Wind gibt, aber im Großen und Ganzen wenig Resultate – mal ab von der Stadionbau AG, meine ich ganz ernst. Und auch der Museumsverein konstituiert sich jetzt, ja. Beides prima.

    Aber die JHV kann ich nicht mehr sonderlich ernst nehmen, tut mir leid.

    Und ich sehe es auch weiterhin so, dass der Aufsichtsrat aktuell aktiv werden müsste, nicht irgendein Randgruppenblogger. Der hat uns die Agierenden im Präsidium schließlich eingebrockt und somit mitverantwortlich für all die Umdeutungspraxis des FC St. Pauli hin zu einem Tralalala-Verein.

    • @momorulez: bzgl. der Anträge erinnere ich mich anders, ich kann mich aber auch irren. Siehe oben. Ansonsten will ich Dich nicht von irgendwas überzeugen.

  7. Wie gesagt, es obliegt nicht uns, da eine Alternative zu finden, der Aufsichtsrat schlägt vor.

    • @momorulez: Wenn jemand Präsident werden will, dann kann sich die Person an den AR wenden. Der muss dann entscheiden, ob er vorschlägt. Die Satzung ist an dieser Stelle etwas unpräzise, daher bleibt offen, ob er eher auf Eignung prüft oder wirklich völlig frei in seiner Entscheidung ist. Wäre eigentlich mal ein Fall für einen Satzungsänderungsantrag. 😉

      Dafür ist aber Voraussetzung, daß überhaupt Wahlen stattfinden oder nach Rücktritt oder Amtsenthebung des Präsidiums überhaupt ein Bedarf dafür existiert. Nach dem Prozeß um die Corny-Enthebung liegt die Latte für eine Enthebung jedenfalls relativ hoch – auch, wenn das keine besonders hohe Gerichtsinstanz war und es beim nächsten Mal anders ausgehen könnte.

  8. Ich finde es schon krude, da dann überhaupt zu prozessieren. Und erinnere mich gut an das Enthebungsverfahren damals, das fand ich einst auch falsch vom AR. Aktuell sehe ich die Situation als ungleich gravierender an, nachdem sich das Präsidium bei der Schubert-Posse im Mai auf arg gefährliche Art, übrigens auch hinsichtlich des Umgangs mit den Mainstreammedien, in den sportlichen Bereich hinein dilettierte, es bei den Museumsplänen eher dazu gezwungen werden musste, JHV-Beschlüsse zu berücksichtigen usw.. Ich finde da ziemlich gravierend. Aber wie gesagt, die letzte JHV hat gezeigt, dass auch gar kein Wille besteht, da was zu ändern. Wo ich übrigens keine Reden schwang, sondern versucht habe, für einen Antrag zu werben 😉 … der dem Präsidium gezeigt hätte, dass wir es ernst meinen. Und aktuell echt ein Problem ist, dass die als Personen nicht so polarisieren wie Corny, während sie hintenrum einen ganz anderen Verein bauen.

    Wenn ich jetzt so in den Wald hinein lausche, was an Anträgen geplant wird, ist das ja eher mau. Und so wird schleichend weiter ausgehöhlt. Mir tut das halt weh.

    • Sonderlich erregt bin ich in Bezug auf die kommende JHV auch nicht. Kein emotionaler Höhepunkt dabei. Trotzdem könnte es spannend werden, dem Präsidium bei der einen oder anderen sich VIELLEICHT bietenden Gelegenheit mal ordentlich die Meinung zu sagen. Nicht zum Druckablassen, sondern um mit so etwas eventuell etwas anzustoßen. Die ausgedrückte Unzufriedenheit dürfte denen das Arbeiten im Sinne eines Umbauens des Vereins in eine kommerzielle, politisch abgeflachte Mitte, zumindest etwas schwieriger machen. Mehr als das sehe ich aktuell aber nicht als vielversprechende Aussicht auf die JHV. Trotzdem – ich werde hingehen. Und ich wäre erfreut, wenn es lohnende Anträge geben würde. Zumindest einen sehe ich schonmal – wenn es um die Auslagerung der Wache geht, bzw. die dazu nötige Finanzierung, verbunden mit einem Museum in der Gegengeraden. Und auch eine Abrechnung zwischen AFM bzw. ständigen Fanausschuß und Präsidium sehe ich gespannt entgegen. Ebenso eventuell ein Antrag zum Papier „Sicheres Stadionerlebnis“. All das wäre so gesehen doch lohnend, dabei zu sein und auch eine Stimme abzugeben. Eben damit der Verein nicht in die falsche Richtung kippt.


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