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Nun stehen sie also an, die beiden wichtigen Termine des FC St. Pauli, jedenfalls aus Fansicht gesehen: das erste Aufeinandertreffen mit Hansa Rostock auswärts am Samstag und die Mitgliederversammlung am Dienstag. Emotional aufgeladene und auf ihre Weise jeweils wichtige Momente für den FCSP nicht nur in dieser Saison – so ist kein Spiel gegen HRO normal und auf jeder JHV werden Weichen für das, was aus Fansicht den Verein ausmacht, gestellt und gerade auf dieser wird dies wieder der Fall sein.

Den Auswärtsfahrern nach Rostock kann man jedenfalls nicht nur ein möglichst erfolgreiches Spiel wünschen, sondern vor allem, daß sie diese Reise insgesamt gut überstehen. Das scheinbar für Sicherheit sorgende Polizeiaufgebot dabei dürfte aber kaum für gute Stimmung sorgen – wie hier mit den FCSP-Fans umgegangen werden wird, das spottet jeder Beschreibung. Die Anti-Ultra-Diskussion der letzten Wochen gipfelt hier in eine in jeder Hinsicht unverhältnismäßigen Totalüberwachungsstrategie, die nur noch als krimininalisierend zu bezeichnen ist. Die deutlichsten Worte findet die BASCH, weswegen ich darauf verweisen möchte: http://basch.blogsport.de/2011/11/16/apocalypse-now-wir-sind-sankt-pauli/. Wenn da tatsächlich auch noch zwei Hubschrauber die Züge begleiten sollen, in die die FCSP-Fans nach intimer Leibesvisitation unter Zuhilfenahme von Spürhunden eingepfercht wurden, dann kann man über so viel Überwachungswahn nur noch den Kopf schütteln. Mal ganz abgesehen davon, was das wieder kosten wird – ohne jeden Sinn!

Sicher war die Pyroaktion vom letzten Aufeinandertreffen in Rostock von unserer Seite vollkommen daneben (Pyro-Wurf geht gar nicht) und daß eine Reaktion von Seiten der Sicherheitsbehörden darauf erfolgen würde, war auch klar und ist somit auch zum Teil selbstverschuldet, aus Fansicht gesehen. Doch bei solchen Maßnahmen, da fragt man sich doch nur, wie die noch getoppt werden sollen, wenn irgendetwas passieren sollte (und bei vielen Menschen wird immer was passieren, leider, aber eben nie ganz auszuschließen bzw. fast schon als sicher anzunehmen) – bekommen die Fans dann Überwachungssender? Es dürfte wohl eher ein Auswärtsfahrverbot erlassen werden. Mir wird jetzt schon schlecht.

Auch nicht erwähnt wurde zumindest in den von mir bislang gelesenen Quellen, wie mit den Rostocker Fans verfahren wird. Oder erhalten die keine besondere Maßnahme, weil sie ja sonst so friedlich waren? Man muß wohl befürchten, daß bei den Glasflaschenverbot für FCSP-Fans trotzdem ungehindert Glasflaschen geworfen werden – schön eingepfercht in Polizeireihen von Rostocker Seite auf die Auswärtsfans, ohne daß dagegen eingeschritten wird. Kennt man ja leider auch.

Ja, es ist schade, daß ein solches Spiel zu Ausschreitungen führt – und das ist für mich auch der Grund, warum ich nicht dort hin will. Aber ich verstehe jeden FCSP-Fan, der die Mannschaft dort nicht allein lassen will. Und außerdem ist es ein Spiel, wo es um viel geht aus emotionaler Sicht und deswegen ja auch ein Ding, das man miterleben will. Ich wünsche mir, daß Naki mindestens ein Tor und den Siegtreffer für uns erzielt. Auf einen schönen Auswärtssieg und gesunde Fans am Tag darauf!

Und, nein, ich will über das scheinbar naheliegende und so wichtige Thema der rechtsextremen Terrortaten jetzt in diesem Zusammenhang nicht eingehen.

Der Dienstag wird dann gleich nochmal so spannend, vor allem aber auch wichtig für unseren Verein werden. Die Bring Back Sankt Pauli – Idee über die JHV direkt in den Verein zu tragen und nicht nur ins Stadion, das ist unsere Aufgabe. Genügend Anträge gibt es, die diese Idee unterstützen – und diese sollten von den Sozialromantikern bei uns entsprechend mit Stimmverhalten auch bedacht werden. Schon wird seitens der Vereinsführung versucht, möglichst ungestört von Mitgliedermitbestimmung weitermachen zu können, indem neue, geheime Gegenargumente aus dem Hut gezaubert werden. Mehr dazu auch unter http://www.ring2.de/archives/ja-ich-komme-auch-zur-jhv/. Hin da und mitbestimmen, es geht um unseren FCSP!

Und last but not least: ein wichtiges Thema, der Kampf gegen Homophobie, auch im Fußball, wurde von der Aktion Libero durch eine Bloggeraktion mitgetragen, meinen Beitrag und alles weitere dazu kann man hier finden: https://kleinertod.wordpress.com/2011/11/16/aktion-libero-gegen-homophobie-im-fusball/. Dies ist nicht nur für den FCSP wichtig und auch über den Moment von Bedeutung.

9 Comments

  1. Ich wär ja dafür, dass die Mannschaft das alleine stemmt und einfach mal gar niemand mitfährt. Bemerkenswert, dass von der Bezugsgruppe auch von den Vielfahrern kaum jemand mitfährt, Man will das irgendwie nicht, sich wegen eines Fussballspiels in Gefahr bringen. Ich bevorzuge auch Auswärtsfahrten, die nicht diesen Survival Touch haben, da bin ich ganz ehrlich. Und dass die Mannschaft ohne mich keinen Fussball spielen kann, glaube ich eher auch nicht 😉

    Dass das polizeiseitig in diesen Massnahmen resultiert, ist, wie Sie sagen, auch von Fanseite -beidseitig- mitverschuldet. So lange niemand ein wirksames Konzept vorlegen kann und man sich weiterhin nicht auf die vielzitierte Selbstreinigungsmechanismen verlassen kann, ist das eben so. Wie schon an anderer Stelle gesagt: it takes two to tango. Und ich möchte nicht wetten, dass es in unserer Kurve nicht brennt. Würde mich freuen, wenn ich mich irren würde. Aber mehr Wasser auf die Mühlen ist wahrscheinlicher. Obwohl es im Vorfeld ja erstaunlicherweise bisher nicht zu irgendwelchen Hassaufrufen gekommen ist. Vielleicht ist dieses Mal ja alles anders…

    Eine Stallkollegin ist Rostock-Fan und wird auch dort sein. Sie erzählte, das letzte Mal wurden sie bis nach 22.00 Uhr im Stadion festgesetzt. Auch nicht schön.

    Zur JHV fahre ich allerdings. Das ist richtig wichtig.

    • Hinsichtlich der Haßaufrufe habe ich leider schon etwas anderes mitbekommen, aber das war wohl nur in einem internen HRO-Forum vom Stapel gelassen worden – und derart tief gelegen, daß ich es hier nicht wiedergebe. Zumal ich die Info nur aus zweiter Hand habe und jetzt keinen Beleg dafür bieten könnte, daß dem tatsächlich so ist. Aber insgesamt erscheint es weitgehend ruhig zu sein und das wäre ja auch schon etwas.

      Verstehen kann ich wie gesagt Jede_n, die/der das Spiel nicht nur miterleben, sondern die Mannschaft auch nicht dort allein lassen möchte. Es ist nur leider alles andere als sicher, ein solches Spiel zu besuchen und deswegen wäre mir das Risiko einfach zu hoch – aber was für mich gilt, muß ja nicht für andere gelten. Unsere Spieler freuen sich mit Sicherheit über die Anfeuerungsrufe von unserer Seite vor Ort – und außerdem macht das Feiern mehr Spaß, wenn die Fans dabei sind… 😉

      Das mit dem Mitverschulden sollte hier definitiv auch mal gesagt werden, aber eben auch, daß derartige Maßnahmen schon wieder absurdes Theater darstellen. Ich bin fast sicher, daß es gerade bei solchen Kontrollen Leute geben wird, die Pyro hineinzuschmuggeln versuchen werden – aus Prinzip eben. Mal abgesehen davon, daß ich das insbesondere bei diesem Spiel nicht für eine gute Idee halten würde, so hoffe ich doch vor allem, daß, wenn wohl gezündelt werden sollte, daß das Pyro nicht auch wieder geworfen wird – denn das geht echt in keinem Fall.

      Kein Pyro, keine Randale, ein 0-8 Auswärtssieg für uns und dann noch eine JHV, auf der die sozialromatischen Anträge alle durchgehen… Man darf ja noch träumen… ^^

  2. Eine im Eintrag „Herzlich Willkommen im Club der Verbrecher“ (Basch 7) getaetigte Aussage hat mich doch etwas stutzig gemacht: „Hinzu kommt das stän­di­ge Ge­quen­gel und Ge­flen­ne der deut­schen Po­li­zei­ge­werk­schaft, die nicht müde wird zu be­to­nen, dass Po­li­zis­ten auch Men­schen seien. An­sichts­sa­che“. Bei allem Verstaendnis fuer fremde Meinungen, glaube ich nicht, dass solche Aeusserungen etwas positives zur Diskussion (egal welcher Art) beitragen koennen. IMHO. Ansonsten vielen Dank fuer Ihre Beitraege hier, bin immer dabei. Gruss aus Petersburg und „I have a dream…………“

    • Die Aussage im Zitat bezieht sich wohl auf den Satz danach, indem „die repressiven Organe dieses Staates“ angesprochen werden. Polizisten sind nicht einfach Menschen, sondern agieren als Vertreter der Staatsgewalt, die als solches eben nicht menschlich ist. Die Kritik an „der Polizei“ kann ja auch auf die unterschiedlichste Art und Weise erfolgen – man kann sie als Institution insgesamt angreifen, Kritik an der allgemeinen Vorgehensweise üben oder sich auf einen speziellen Einzelfall beziehen, der nicht akzeptiert wird. Was auch immer dann gemeint sein wird, die Kritik richtet sich nicht gegen einzelne Menschen, weil sie Menschen sind, sondern gegen „die Polizei“ bzw. „Polizisten“.

      Diese Interpretation der zitierten Aussage ist natürlich meine eigene.

      Aber was man nie vergessen sollte: die Polizisten haben eine Lobby, ihre Gewerkschaft und auch darüberhinaus einen hohen Stellenwert, der sich beispielsweise bei der Gewichtung von Aussagen vor Gericht zeigt. Auf der anderen Seite hat der Bürger weder ein entsprechendes Recht auf eigene Gewalt, das Gewaltmonopol liegt eben auf der anderen Seite, noch darf er sich vermummen oder ähnliches – im Gegensatz zur Polizei, die sogar eine Identifikation über eine Nummer für eine Einschränkung ihrer Interessen ansieht (was ich wahrlich nicht für einen positiven Beitrag in der Diskussion halte…).

      Solange vollgepanzerte Polizisten in Reihe (mit all ihren Machtbefugnissen) den Fußballfans gegenüberstehen, wird kaum der Aspekt „Mensch“ gesehen werden. Hier könnte viel getan werden. Weniger „Schildkröten“, mehr Menschlichkeit beim Umgang mit den Fans könnte Wunder wirken. Eine solcher Umgang wie jetzt am Samstag wird kaum für gute Schlagzeilen sorgen – selbst wenn alles friedlich bleiben sollte, wird allein dieser Umgang ein negatives Bild der Fans schaffen (wer so behandelt wird, kann ja nicht friedlich sein). Nicht gut.

      Ein Gruß aus Hamburg zurück!

  3. „..wer so behandelt wird, kann ja nicht friedlich sein…“

    Dem möchte ich widersprechen. Würde ich morgen nach Rostock fahren, würde ich in Altona meine Taschen zeigen, in denen weder pyrotechnische Gegenstände noch Glasflaschen wären, würde in den Zug steigen, dort nicht die Sitze demolieren oder hackedicht rumrandalieren und nach Rostock fahren. Mich dort auf dem Sammelplatz einfinden und mit dem Shuttlebus zum Ostseestadion fahren, meinen Block betreten und hoffen, dass, wenn von der anderen Seite Dinge fliegen oder Honks an der Trennwand hängen, Ordner oder Polizei einschreiten. Ich wage mal die Behauptung, dass ich persönlich auch keine Probleme mit den „Schildkröten“ hätte.

    Ist natürlich ungerecht, dass die gepanzert sind und wir nicht. Es sollte in der Bedienungsanleitung stehen, dass wer zur Polizei geht, wie im Fightclub nur mit den Fäusten antreten darf bei Einsätzen.

    Ich habe selbst bei keinem Auswärtsspiel Rangeleien mit der Polizei erlebt, wenn NICHTS vorher vorgefallen ist. Man könnte ja auch mal versuchen, es einfach sein zu lassen. Das mit den Vorfällen. Oder warum sind so viele andere Auswärtsfahrten friedlich trotzdem Team Green dabei ist? Das widerspricht der Theorie, dass die Bullen immer Ärger machen, doch etwas.

    • Ich erkläre mal meine obigen Worte: „wer so behandelt wird, kann ja nicht friedlich sein“ bezog sich auf das BILD, welches geschaffen wird. Also der Eindruck der Betrachter und der Medien, daß die derart behandelten Fans AUFGRUND DER BEHANDLUNG unfriedlich sein müssen, weil sie sonst nicht so behandelt würden. Und deswegen werden die Schlagzeilen eben negativ ausfallen, selbst wenn alles friedlich bleiben sollte. Nochmal lesen, dann dürfte klar werden, wie ich es gemeint hatte. 😉

      Natürlich liegt es an den Rostock-Fahrern, wie sie auf die Maßnahmen der Polizei reagieren. Ob hierbei aber selbst bei friedlichstem Verhalten nicht doch eine Maßnahme gegen die Fans durchgezogen wird (nach dem Motto: erstmal mit Pfefferspray reinhalten, wird schon den Richtigen treffen) und die darauf ergehende Reaktion als nachträgliche Rechtfertigung herangezogen wird oder aber anderweitig irgendetwas regelrecht provoziert wird, das steht auf einem anderen Blatt – es ist leider nicht vollkommen ausgeschlossen (siehe die Zomia-Demo). Man mag keine Probleme mit „Schildkröten“ haben und trotzdem eins bekommen, weil die welche mit einem haben…

      Es gibt bei extremer Polizeirepression immer die Gefahr einer Eskalation – nicht umsonst führen Deeskalationsmaßnahmen viel eher zu einem friedlichen Erfolg.

      Was aber keinen Freibrief zur Gewalt darstellen soll. Im Gegenteil, ein friedliches Verhalten von Fanseite wäre toll. Wenn alles friedlich bleiben würde, wäre das am besten. Ich wünsche es mir sehr!! Und, ja, es ist möglich.

  4. P.S.; Entgegen weitverbreiteter Meinung sind auch Polizisten Menschen. Und im aufgehypten Vorfeld eines Spiels wie diesem sicher auch angespannt. Das ist menschlich. Robocops haben wir halt noch nicht. Ich kenn ein paar der Bösen, die sind immer heilfroh, wenn sie einfach nur rumstehen und schwitzen in ihren Panzern und es nicht heisst „Marsch.“

    Das verharmlost keinesfalls auftretende Polizeiwillkür, aber diese Verallgemeinerungen sind auch nicht zielführend. NACAB.

    Ihrem Traum, dass nichts passiert, wir gewinnen und alle kommen heil wieder, schliesse ich mich gerne an. Call me Dornröschen.

    • Alle Menschen sind Menschen. Auch die, die aufgrund ihres Berufes Dinge tun oder getan haben, die wir als „unmenschlich“ bezeichnen würden (wenn man nicht eh die Auffassung vertritt, daß das Schlimmstmögliche gerade eben auch menschlich ist…). Um mal ein Extrembeispiel zu nehmen: der Beruf des Henkers hat beispielsweise auch nicht dazu geführt, daß die betreffende Person kein Mensch mehr war. Aber, nein, das soll kein Vergleich mit einem Polizisten sein, sondern nur ein extremes Beispiel für Beruf und Mensch-sein des Berufsträgers.

      Es geht hier aber nicht nur darum, ob jemand ein Mensch ist oder nicht – sondern darum, in welcher Funktion jemand handelt. Ein Polizist handelt als staatliches Organ und eben nicht als Mensch. Deswegen kann man hier auch eben dieses sehen – und kritisieren oder ablehnen – oder eben auch nicht. Wie jede_r will. Der Kritik an der Polizei als Organ aber entgegenzuhalten, es seien alle nur Menschen, führt letztlich in die Irre. Denn nicht die Menschen in der Polizei stehen in der Kritik, sondern die Institution. Beispielsweise bei der Kennzeichnungspflicht. Denn es ist die Polizei, die besondere Ermächtigungen wie hat und so auch Gewalt ausüben darf – und die dort beschäftigten Menschen dürfen das auch nicht in ihrer Freizeit, sondern eben nur als Polizisten. Weswegen man das nicht in einen Topf schmeißen darf.

      Und, wenn schon, ACABAB. 😉

  5. England zeigte bereits Anfang 2010 wie es gehen kann:
    „Police in Greater Manchester have become the first in the country to wear name badges on their uniform. All 8,227 officers employed by the force, along with the 4,128 civilian staff, have been told they must display the magnetic badges which spell out their name and rank. The move is part of a drive to improve the force’s image with the public“ (The Telegraph, 5 Februar 2010).
    Geht also doch, obwohl auch in England die Diskussion nach dem G-20 Gipfel in London (April 2009) recht hitzig war.
    Jetzt aber Daumen druecken fuer St. Pauli!
    @jekylla: Ihr Fussballblog fehlt mir!


One Trackback/Pingback

  1. […] unserer Fanszene auf der Fahrt zum Spiel hatte ich mich vorab ja bereits ausgelassen – siehe https://kleinertod.wordpress.com/2011/11/18/aufregende-tage-beim-fcsp-auswarts-in-rostock-und-daheim-… – schon allein aufgrund der Außenwirkung dieser Maßnahmen. Wer so (wie eine Gruppe […]

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