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Wir befinden uns im Jahre 2011 nach Christus. Ganz Hamburg ist von trauernden Fußballfans besetzt… Ganz Hamburg? Nein! Ein von unbeugsamen Idealisten bevölkerter Stadtteil hört nicht auf, der Trauer Widerstand zu leisten – indem ohne Ende abgefeiert wird. Oh, wie geil ist das denn? Asamoah schädelt sich in die Unsterblichkeit und den FC St. Pauli ausgerechnet in der Vorstadt an die Rückrundentabelle auf Platz 1 als beste Bundesligamannschaft im Jahr 2011. Hamburg ist Braun-Weiß! Und ich immer noch nicht ganz nüchtern. Das war aber auch ein genialer Abend, Tag, Nacht, ach, egal, es war Geschichte und ich war live dabei in der Wieauchimmersieheißenmag-Arena vom Stadtrivalen und hier ist mein Erlebnisbericht.

Dank der freundlichen Nachricht im Forum war ich darüber informiert worden, daß es doch so etwas wie eine gemeinsame Anfahrt zur Vorstadt geben sollte, wenn eben auch keinen Derbymarsch, der ja bekanntlich ins Wasser gefallen und in der Woche einfach aus Zeitgründen nicht umsetzbar war. Machte ja nichts, das war auch so sehr schön, sich mit einer großen gruppe von St. Paulianern auf der Fußgängerbrücke der Station Landungsbrücken zu treffen. Neben dem Nord-Support war auch USP anwesend, von denen mich später einer bat, doch keine Aufnahmen zu machen. Wenngleich ich die Sorge um etwaige Bildveröffentlichungen auch nicht verstanden habe und dies auch in einem Gespräch artikulierte, was übrigens sehr freundschaftlich ablief, bin ich dieser Bitte natürlich nachgekommen. Und ausnahmsweise will ich auch dieses Bild wie auch andere von der Anreise mal ein wenig verfremden – was aber hier die Ausnahme bleiben wird. In jedem Fall sind so weitaus weniger Eindrücke von der Anreise entstanden als ich eigentlich vorhatte. Aber diese war auch so sehr schön.

Schnell kam ich auch mit einem anderen FCSP-Fan ins Gespräch, bei dem sich herausstellte, daß er im gleichen Block wie ich an diesem Tag untergekommen war, so daß wir lange und schön miteinander quatschen konnten. Die Anti-Support-Gesänge, die an diesem Tag eindeutig in der Mehrzahl waren, ließen uns hingegen kalt, doch bei den anderen haben wir gerne miteingestimmt. In der Bahn war die Vorfreude riesig und auch die Einschätzungen überschlugen sich in positiver Hinsicht, nachdem die Tage zuvor eher der Glaube gerade bei mir an einen Auswärtssieg nicht wirklich groß war. Doch die Hoffnung stieg mit jeder Wagenraddrehung in die Vorstadt. Mit einigen unbeteiligten Fahrgästen wurde freundlich gescherzt und frohgelaunt ging es weiter bis nach Othmarschen. Dabei kam es zu amüsanten Begebenheiten wie das S-Bahn-Diving einer FCSP-Anhängerin auf unzähligen Händen quer durch den ganzen Wagon, bis die Herunterlassen-Fraktion sich dann irgendwann doch gegen die Weiterreichen-Gruppe durchsetzen konnte… Das in Strömen nur so dahinfließende Astra aufgrund der strikten Vollbierverweigerung in der Vorstadt tat ein übriges zur guten Laune bei.

In Othmarschen angekommen merkte man aber auch deutlich, daß so manch einer schon ein wenig zuviel vorgeglüht hatte. Freundliche Hände hielten den einen oder anderen beim Gang die Treppe hinab aufrecht – aber ob diese Fans in diesem Zustand bis in die Arena gekommen sind, das kann ich jetzt nicht berichten. Auch wenn ich selber nicht gerade zimperlich bei der Astra-Verköstigung war, so konnte ich mein Level noch auf einem vernünftigen Maß halten und konnte somit den Tag auch in jeder Hinsicht auskosten. Was sich am Bahnhof abzeichnete, das war das ungeheure Aufgebot an Polizeibeamten, die am heutigen Tage für die Begleitung des Spieles abgestellt waren. Glücklicherweise blieb ja alles nahezu friedlich.

Auf die Shuttle-Busse mußten wir für den Hinweg nicht allzulange warten, was aber vielleicht auch daran lag, daß ich mich nicht in einer großen Gruppe bewegte und so auf etwaige Nachzügler nicht extra warten mußte. Hin ging es für mich so jedenfalls schnell – im Gegensatz zum Rückweg, aber dazu später mehr – und mit amüsanten Sprüchen und nach wie vor etlichen Bieren ging es auf den Weg zu Vorstadt-Arena. Schon lustig, wie so manche Kiste Astra mitgeschleppt und frohgelaunt auf dem kurzen Weg geleert wurde. Auf den Straßen waren endlose Reihen von Polizeiautos und auch die Besatzung des dazugehörigen Team Green zu sehen, die Spalier standen. Nur sehr wenige HSV-Anhänger waren hier zu erblicken, die vereinzelt oder in Kleingruppen mit ihrem Lieblingsbier vorglühten.

Aber bei aller Friedlichkeit war klar – das war an diesem Tag ein Derby und so war auch die Stimmung. An der Endhaltestelle angekommen wurden nochmal die letzten Biere genoßen, die ja nicht mithineingenommen werden konnten, so daß sich der Weiterzug noch um einige Minuten verzögerte. Aber die Zeit konnte man ja neben einigen Schlücken und Gesprächen auch nutzen, um sich umzugucken und so etwas wie das obige Bild einzufangen…

Der Rasen neben der Wieauchimmersieheißenmag-Arena schien übrigens in einem hervorragenden Zustand. Was natürlich zu diversen Scherzen in Bezug auf die Bespielbarkeit der Plätze reizte. Die Rollrasenverlegerversager haben ihren neuen Namen bei uns ja jetzt weg. So ein Derby ist doch was Feines. ^^

Dann aber staute sich alles für viele Minuten. Gut, daß ich früh genug gekommen war, denn das war sicherlich eine halbe Stunde bei der Kontrolle, bis ich hineingehen konnte. Doch von Ungeduld war bei den Wartenden keine Spur und die Ordner zumindest mir gegenüber sehr freundlich. Jeder einzelne Fan wurde sehr gründlich abgetastet und bei mir war daher die Hoffnung groß, daß keiner irgendwelche Pyro mit hineinschmuggeln konnte – was sich ja leider später als Irrtum herausstellen sollte…

Da stand ich also wieder, vor den Toren des alles andere als mir genehmen Vorstadtvereins und doch war die Stimmung nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Der Glaube daran, daß an diesem Tag etwas möglich sein sollte, trieb mich weiter mit einer Ruhe wie auf einem sanften Teppich. Innerlich aber voller Feuer auf diese Derbypartie. Heil angekommen, das war ja schon mal etwas und hier leider nicht selbstverständlich. Aber in dieser Hinsicht sollte heute ja eh alles gut gehen. Und nicht nur in dieser Hinsicht…

Nur eines hat uns dann doch etwas verwundert. Von wegen Leiterverbot in der Wieauchimmersieheißenmag-Arena. Was mußten unsere alkoholisierten Augen da sehen? Tss… Hätten wir das gewußt, also daß dies doch nicht so wortwörtlich umgesetzt werden würde, dann hätten wir unsere Leitern doch zum Derby mitbringen können… Naja, jetzt war das ja auch egal. ^^

Einmal angekommen herrschte erst einmal Verwirrung, da ja alles fremd war und man sich ersteinmal zu seinem Platz hin orientieren mußte. Nachdem dieser gefunden wurde, wartete dort auch gleich die nächste und sehr positive Überraschung. Alle paar Sitze standen braun-weiße Fahnen bereit. Einfach eine klasse Aktion. DANKE an alle Beteiligten an dieser Stelle! Einfach eine geniale Idee und Umsetzung. Besser konnte man gar nicht zeigen, daß Hamburg Braun-Weiß ist und vor allem an diesem Tag auch war. Da konnten die Rauten noch so sehr ihre großspurigen Töne und Transparente präsentieren, was in meinen Augen einfach nur peinlich wirkte. Aber eben irgendwie auch passend zu dem, wofür dieser Verein in meinen Augen steht – eben anziehend für eine andere Gruppe von Menschen als der FC St. Pauli. Die ja auch nicht anders über uns denken. Jetzt mal grob verallgemeinert, im Einzelnen sieht sowas ja auch immer anders aus. Aber die allgemeine Tendenz konnte man da doch gut erkennen in meinen Augen.

Nicht jeder kam aber so schnell wie ich in den Genuß bzw. absonderlichen Anblick, der sich im Inneren einen bot. Die Schlange wurde immer länger und so kam auch die Frage auf, ob die Wartenden es rechtzeitig bis zum Anpfiff hineinschaffen würden. Aber dem schien ja dann auch so zu sein.

Was einen dann da drinnen erwartete, das dürfte ja hinlänglich inzwischen jedem bekannt sein. Ein großartiges Spiel, historisch in jeder Hinsicht. Der Spruch vom HSV Sportchef, wonach er sich auf die Derby-Blamage freuen würde, hat so wirklich etwas nachhaltig in Erinnerung bleibendes – https://kleinertod.wordpress.com/2011/02/03/ausblick-auswarts-gegen-den-hsv-der-sich-auf-eine-derby-demutigung-freut/. Daß er nach dem Spiel nur noch ans Kotzen dachte, kann man ja durchaus als Ergänzung noch erwähnen. Wobei ich mich frage, was der denn nun eigentlich für ein Problem hatte, wo wir ihm doch extra diesen Gefallen getan hatten und ihm beschert hatten, worauf er sich doch so sehr gefreut hatte… ^^

Übrigens habe ich noch sehr viele Bilder aus dem Inneren gemacht, nur werde ich sie hier nicht zeigen. Bilder zu zeigen aus der Wieauchimmersieheißenmag-Arena sind ja leider aufgrund deren AGB etwas schwierig, aber man kann zum Glück auf der offiziellen Vereinsseite sehr schöne sehen, auf die ich einfach mal verweisen möchte: http://www.fcstpauli.com/galerie/galerie.php?menuid=2578&topmenu=2297 – und irgendwie natürlich besonders auf dieses gelungene Lichtbild: http://www.fcstpauli.com/pics/galerie/image_1297937916184.jpeg. Selber habe ich ja auch noch etliche Bilder gemacht, von denen ich mal sehen muß, ob ich sie hier doch noch veröffentlichen kann, werde dazu mal in der Vorstadt anfragen. Dafür will ich mal aber noch ein paar aufgrund der Kälte leider arg verwackelte, aber ebenso historische Bilder vom Publiv Viewing präsentieren, die mir hierfür freundlicherweise von Chris zur Verfügung gestellt wurden.

Die erste Halbzeit war der Stadtrivale ja eindeutig überlegen und wir können uns neben der insgesamt sehr gut verteidigenden Mannschaft insbesondere bei unserem Torwart bedanken, daß es zur Pause noch 0-0 stand. Zum Torhüter müssen an diesem Spieltag natürlich auch noch Worte verloren werden, hatte doch Stani für Außenstehende völlig überraschend Bene ins Tor gestellt anstelle des von allen erwarteten und inzwischen zum unumstrittenen Stammtorhüter aufgestiegenen Kessler – http://www.mopo.de/sport/fc-st–pauli/-ueberraschung-im-st–pauli-tor-/-/5067040/7201560/-/index.html. Mit dieser großartigen Geste wollte Stani dem tief im Verein verwurzelten und sich mit diesem identifizierenden und in jeder Hinsicht immer vollen Einsatz zeigenden Benedikt Pliquet ein besonderes Geschenk machen – damit verbunden auch ein toller Vertrauensbeweis, daß er ihn ausgerechnet zum Derby bringen zu können gedachte. Das Vertrauen hat er ja in jeder Hinsicht ausgezahlt – und wem, wenn nicht Bene, gönnt man dies aus vollem Herzen? Nach dieser schrecklichen Sache, wir erinnern uns https://kleinertod.wordpress.com/2010/08/22/flaschenwurf-von-hsv-hools-auf-fcsp-anhanger-und-bene/, ausgerechnet Bene, der den Derbysieg festhalten würde. Wie geil! http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,746053,00.html berichtet darüber auch sehr schön.

Nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit war meine Laune so langsam auch wieder gut, die unter den unsäglichen Aktionen der Pyrozündler bei uns im Block für etwas mehr als zwanzig Minuten arg gelitten hatte. Daß die Zündler einfach nicht begriffen haben, daß sie damit ein unsägliches Eigentor geschossen haben, ganz abgesehen davon, daß es wieder eine hohe Geldstrafe für unseren Verein geben würde… http://www.mopo.de/sport/fc-st–pauli/7-verletzte-und-zoff-im-st–pauli-block/-/5067040/7203558/-/index.html. Die Quittung folgte für die Zündler durch das Auspfeiffen in den eigenen Reihen und auch sonst wurde gegen diese intern wie leider auch durch die Polizei vorgegangen. Das hätte ja echt nicht sein müssen. Oh man, sich ausgerechnet so wie die Anhänger vom HSV in deren Arena benehmen zu müssen – das war wie eine gefühlte Niederlage. Zum Glück ging dieser Schock für mich dann doch auch vorrüber und ich konnte mich wieder auf das Spiel und das Anfeuern konzentrieren. Dieser Aufgabe habe ich mich ja vor dem Spiel, dabei bis eben auf jene Phase und in der zweiten Halbzeit sowie natürlich danach besonders gewidmet. Allgemein war es herrlich laut in unserer Kurve. Die Fans des Gastgebers konnte man kaum hören, jedenfalls kamen die gegen die uns umgebenden Schallwellen aus eigener Herstellung einfach nicht an. ^^

Die zweite Hälfte fing so ähnlich an wie die erste verlaufen war – doch irgendwie machte sich immer mehr die Zuversicht breit, daß der HSV am heutigen Tag einfach kein Tor schießen würde. Und während noch darüber spekuliert wurde, ob es nun ein 0-0 Unentschieden oder aber doch ein Tor mit unserem ersten Torschuß geben würde, verlagerte sich auf einmal das Spielgeschehen ausgeglichen auf beide Hälften. Mit der Einwechslung von Ebbers, der den als einzigen schwächelnden Takyi ersetzte, kam dann endgültig die Wende. Die Ecke von Kruse wird ausgerechnet vom Torschützen des Hinspieles, unserem Kommissar Boll, großartig verlängert und von unserem neuen Helden GERALD ASAMOAH-OH-OHOHO-O unnachahmlich und überragend ins HSV-Netz per Kopf hineingewuchtet! Leider gab es hier schon wieder kurz Rauch aus unserer Ecke. Auch beim Public Viewing knallten die Böller und das Pyro, wie hier zu sehen, nur eben nicht in einem vollbesetzten Block und hier war das ja auch nicht für den Verein unter Strafe gestellt. Was sich da alles in den Armen lag – unglaublich!

Nachdem der Vorstadtverein fast zwei Drittel des Spieles ohne die nötige Konsequenz vor unserem Tor dominierte, drehte sich mit dieser 59. Minute vollkommen und bis zum Abpfiff das Spielgeschehen. Es lief gar nichts mehr bei denen zusammen und fast hätten wir noch ein bis zwei Tore mehr gemacht, doch leider hielt Rost den Klassekopfball von Ebbers und bei einem Konter fand der letzte Paß sein Ziel nicht. Von den Rauten waren kaum noch Offensivaktionen zu sehen. Sie setzten ihre größe Härte fort, wobei wir jetzt auch nicht gerade wenig Fouls begangen hatten – in der Summe sicher mehr, allerdings nicht in der Härte. Daß wir ausgerechnet für ein minimales Zeitverzögern die fünfte gelbe Karte für Zambrano kassiert haben, das ist eine Randnotiz an diesem Tag, die so wirklich auch keinen mehr interessierte. AUSWÄRTSSIEG JA! Oh, was wurde danach gefeiert. Und wie geil war es, als die Eckfahne von Bene in einem Freudenrausch umgetreten wurde (was bei den Vorstädtern nicht gut ankam http://www.mopo.de/sport/fc-st–pauli/st–pauli-torwart-tritt-gegen-hsv-fahne—darf-man-sich-so-freuen-/-/5067040/7204294/-/index.html – aber wer da wirklich etwas dagegen sagt, der sollte sich mal an den Übergriff der HSV-Hools auf ihn erinnern und schön die Klappe halten!) und von Ebbers mit einer Braun-Weißen-FCSP-Fahne ersetzt wurde. Naki war ja nicht dabei, da mußte dies halt anders erledigt werden… ^^

Wann beim HSV die Lichter ausgingen, das weiß ich zwar nicht, aber bei uns wurde gefeiert ohne Ende. Nur erstmal mußte man aus der alles andere als heimische Gefühle aufkommenden Wieauchimmersieheißenmag-Arena fortkommen, was sich als gar nicht so leicht herausstellen sollte. Der Bus-Shuttle-Dienst kam irgendwie gar nicht in Gang, bzw. hakte für zwanzig Minuten völlig, so daß ein großer Pulk an FC St. Pauli Fans sich zu Fuß gen Stellingen aufmachte – und das Team Green gleich hinterher, da kam plötzlich Leben in die, logischerweise. Aber es blieb hier alles friedlich, soweit ich weiß. Mitgegangen bin ich da nicht, denn meine Erinnerungen an ein Verlassen dieses Ortes per Fuß sind übelster Art. Ich hatte keinen Bock, daß die Vorstadthools schon wieder mit Glasflaschen und voller Wucht auf unsere Köpfe eingepfercht in der Warteschlange vor dem Bahnhof werfen würden. Nein danke, das mußte ich mir nicht noch einmal geben, so etwas vergißt man einfach nicht. Doch irgendwann kam ja der Bus und dann waren wir auch schnell in Othmarschen und von da aus auf der Reeperbahn.

Ab hier floß endlich wieder Astra – oh, und wie! In Begleitung meines Sitznachbarn – okay, wir standen eh die ganzen 90 Minuten über – mit dem ich mich gerade angesichts dieses tollen Spiels gut verstand, ging es feiernd, rufend und singend über die Reeperbahn, auf der vereinzelte Vorstadtanhänger sowie etliche FCSP-Fans umhergingen, über das mittlerweile verwaiste Millerntor bis hin zum völlig überfüllten Jolly Roger, vor dem ein riesiger Pulk an jubelnden und den Derbysieg feiernden Sankt Paulianer stand. Mit Feuerwerk und Bier ohne Ende wurde geschrien, Wechselgesänge angestimmt und die einzigartige Nacht gewürdigt.

Das alles mußte man einfach erlebt haben… Ich bin immer noch im Rausch, während ich das hier alles schreibe – und damit meine ich nicht nur den der Freude… 😉

Auf der Straße vor dem Jolly ging gar nichts mehr, also für die Autos nicht. Hier waren nur noch Menschen und Stimmung.

Jolly Rouge – Jolly Roger? Ach, FC Sankt Pauli – Fankneipe. Paßt ja alles. ^^

Und Derby-Delirium paßt auch gut… http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/2010-11/21/1013420/spielbericht_hamburger-sv-12_fc-st-pauli-18.html

In diesem Zusammenhang mag ich Pyro ja auch, nur so nebenbei bemerkt. Aber das wahre Feuerwerk, das ging an diesem Abend in unseren Herzen ab. HAMBURG IST BRAUN-WEISS!

Warum dann irgendwann auf einmal ein Großaufgebot der Polizei ans Jolly kam, das habe ich einfach nicht verstehen können. Ob sie noch unbedingt ihren neuen Wasserwerfer ausprobieren wollten oder vielleicht selber mit einem Bier den Abend ausklingen lassen wollten? Naja, lag vielleicht daran, daß am Hans-Albers-Platz und der Reeperbahn-Tankstelle leichte Aufregung durch den einen oder anderen frustrierten HSV-Anhänger erfolgt sein soll – und eine Ausweitung befürchtet wurde. Ich weiß es nicht und kann dies auch nicht bestätigen. Ist ja auch nicht weiter wichtig an diesen Abend, an dem es ja, soweit ich weiß, friedlich blieb.

Durst und Hunger trieben uns dann auch weiter und wir landeten in einer Kneipe, in der das Spiel immer wieder über die volle Distanz gezeigt wurde. Wieviele Astra ich an diesem Abend getrunken habe, das vermag ich beim besten Willen nicht mehr zu sagen. Ist ja auch egal. ^^

Dieser Derbysieg war einfach ein Rausch, wohl wahr http://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga-hamburger-sv-fc-st-pauli-jahre-spaeter-1.1061265 und http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/st-paulis-historischer-sieg/. VIELEN DANK AN UNSERE HELDEN: Pliquett, Thorandt, Zambrano, Gunesch, Volz, Boll, Bruns, Lehmann, Bartels, Takyi, Ebbers, Kruse, Daube und natürlich Asamoah. Und Stanislawski sowieso. IHR SEID JETZT UNSTERBLICH!

Dieses Glücksgefühl kann ich nach wie vor nicht in Worte fassen, daß dies auch nur zu einem Bruchteil transportiert werden könnte. Jetzt stürze ich mich erstmal weiter auf die ganzen Tageszeitungen hier und schwelge in diesem Traum. Man kann aber hier noch einen schönen Erlebnisbericht vom Public Viewing finden: http://metalust.wordpress.com/2011/02/17/rauten-erfolgreich-gequalt-danke-dem-magischten-team-der-welt/ – und schöne Worte von Pathos93 hier: http://pathos93.wordpress.com/2011/02/17/der-atem-der-geschichte/. Aber jetzt hake ich mich aus. Das muß ich weiter sacken lassen. Derbysieg! ROLLRASENVERLEGERVERSAGERBESIEGER!

P.S.: Unbedingt lesen: http://www.breitseite-stpauli.de/ (dort unter „auswaertstouren“ auf „hier gewinnt nur einer, St.Pauli und sonst keiner!“ klicken)!
Und das hier ist auch lustig: http://www.mopo.de/sport/fc-st–pauli/neues-st–pauli-shirt-aufgetaucht/-/5067040/7205594/-/index.html – das mit dem Rollrasenverlegerversagerbesieger spricht sich rum. ^^

9 Trackbacks/Pingbacks

  1. By Stadtderby — The day after | kunstGRIFF on 17 Feb 2011 at 8:16 pm

    […] an verschiedenen Stellen: Hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und natürlich bei KleinerTod, der diesen phantastischen Begriff geprägt hat: […]

  2. […] schrieb ausführlich über seine Derbyeindrücke in der Name Wechsel Dich Arena in seinem Blogpost Rollrasenverleger- versagerbesieger – FCSP gewinnt beim HSV und auch, was danach so ging. Ich stimme grundsätzlich mit Ihm überein, habe mich ja hier in […]

  3. […] Zum Spiel selbst und zum drumherum und allem finden Sie hier bei KleinerTod wieder alles, was das Lese- und Bilderherz […]

  4. […] von Bene – Bilder Stefan Groenveld allgemein – Bilder auf fcstpauli.com – Bilder von USP – Bilder und Bericht beim “kleiner Tod” – Bericht aus der Sicht eine Weintrinkers – Bericht bei pathos93 – Bericht auf der BreitSeite, Best […]

  5. […] von Bene – Bilder Stefan Groenveld allgemein – Bilder auf fcstpauli.com – Bilder von USP – Bilder und Bericht beim „kleiner Tod“ – Bericht aus der Sicht eine Weintrinkers – Bericht bei pathos93 – Bericht auf der BreitSeite, Best […]

  6. […] wahrhaft großartiger Erfolg, siehe dazu ausführlichst https://kleinertod.wordpress.com/2011/02/17/rollrasenverleger-versagerbesieger-fcsp-gewinnt-beim-hsv/. Asamoah hat sich damit so unsterblich gemacht wie auch unser Torwart Bene. Pliquet verbleibt uns […]

  7. […] von Bene – Bilder Stefan Groenveld allgemein – Bilder auf fcstpauli.com – Bilder von USP – Bilder und Bericht beim “kleiner Tod” – Bericht aus der Sicht eine Weintrinkers – Bericht bei pathos93 – Bericht auf der BreitSeite, Best […]

  8. […] natürlich sein herausragender Auftritt in der Vorstadt, sowohl beim Spiel als auch danach – https://kleinertod.wordpress.com/2011/02/17/rollrasenverleger-versagerbesieger-fcsp-gewinnt-beim-hsv/. Und in der letzten Saison hat er auch bewiesen, wie wichtig er auch auf der Bank war – in […]

  9. […] Da ich noch nicht einmal mit einem Punkt gerechnet hatte vor dem Anpfiff, konnte ich mit dem Endergebnis auch besser leben als so manch andere – aber wenigstens haben wir derzeit mit der Vorstadt genügend zum Lachen… Vielleicht wird ja ausgerechnet am 16.2. ein radikaler Umbruch nach der nächsten Blamage durchgeführt? Wäre ein passender Termin: https://kleinertod.wordpress.com/2011/02/17/rollrasenverleger-versagerbesieger-fcsp-gewinnt-beim-hsv/… […]

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