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Der Anfang der Rückrunde hat begonnen – zuhause gegen den SC Freiburg mit einer Punkteteilung nach einem spannenden 2-2 Spiel. Begonnen hat aber auch erst der Anfang des Protestes unter der Flagge des Jolly Rouge. Atemberaubend der Anblick des Millerntors zum Anpfiff in den Protestfarben Rot und Schwarz. Wer auch immer gedacht haben mag, daß nur ein kleiner Teil der Fanszene des FCSP dem Aufruf der Sozialromantiker folgen würde, der wurde am gestrigen Samstag überzeugend belehrt. Doch dies war keine einmalige Choreo, auch der Protest ist nicht mit diesem Spieltag vorbei – er hat gerade erst begonnen, sichtbar zu werden. Jetzt aber ist es an der Zeit, sich nachfolgend diesem Rückrundenauftakt in Rot in Ruhe zu widmen…

Frohgemut machte ich mich auf den Hinweg zum Stadion und konnte schon auf der Fahrt amüsant beobachten, wie diverse Freiburger Fans unsicher in meine Richtung oder die anderer FCSP-Fans blickten, da wir mit den Farben Rot und Schwarz ja auch deren Vereinsfarben mit uns trugen. Sie wußten offensichtlich nicht, wer jetzt nun zu ihnen und wer zum FCSP gehörte. Da zwischen diesen beiden Fanlagern der Kontakt traditionell eh sehr freundschaftlich ist, wurde diese Verwunderung auch immer wieder zu einem ersten Aufklären genutzt – und nicht von ungefähr standen viele Freiburger Fans frohgemut vor der Süd und tranken sich zusammen mit den ebenfalls in Rot und Schwarz gewandeten FCSP-Fans für das Spiel warm.

Mein Pfad führte mich erstmal an eine andere Stelle. Schon drei Stunden vor dem Anpfiff versammelten sich erste Protestler mit ihren selbstgebastelten Fahnen, Kleidungsstücken, Aufklebern, Flyern, Pappen und vielem mehr am AFM-Container. Von hier aus ging es weiter über das ganze Gelände rund um das geliebte Millerntor. Liebe war an diesem Tag eh das entscheidende Stichwort, denn voller Liebe und Leidenschaft glänzten allüberall die Augen der Fans. Wenn unser Vizepräsident der Auffassung war, daß das Zeichen des Jolly Rouge derart interpretiert werden müsse, daß Blut fließen soll, so könnte man dies nur in der Form bestätigen, daß Herzblut floß – und zwar heiß und liebevoll durch die Adern der Anhängerschaft. Sinngemäß dazu hat Pathos93 einiges schön geschrieben, woraus ich mal verweisen will: http://pathos93.wordpress.com/2011/01/15/die-farbe-der-liebe/.

Während schnell deutlich wurde – wem dies nicht eh schon klar war – daß dieser Protest nicht nur ein Sturm im Wasserglas namens Internet ist, so zeigten sich die dortigen Unterstützer aus der Bloggerszene und dem Forum voller Elan auch in real vor dem AFM-Container.

Und dies zusammen mit den Fanclubs und anderen organisierten Fans. Wobei die leidenschaftliche Unterstützung des Protestes weitaus mehr Fans sich organisieren ließ als man es sonst normalerweise sieht. Die Grenze zwischen organisiertem Fan und den anderen ist jedenfalls an diesem Tag selten zu erkennen gewesen. Von wegen nur ein virtueller Protest.

Von allen Tribünen waren die Unterstützer der Petition zusammen gekommen. Süd, Nord, Gegengerade, Haupt – überall wurde der in Eigenregie oder Gruppenarbeit selbst produzierte Jolly Rouge mitgebracht und an die Leute gebracht. Natürlich waren auch die Oldtras wieder mit von der Partie, um nur eine der vielen Gruppen zu nennen. Flyer in verschiedener Form und in einer Gesamtauflage, die denen der Staduionbesucher weit überstieg, wurden an Verteiler und von dort aus an die vielen Fans beider Lager und interessierte Beobachter rund um das Stadion gebracht.

Ein wunderbarer Anblick, wie all die voller Einsatz hergestellten roten Protestzeichen zum erstenmal zum Einsatz kamen. Es lag etwas ganz besonderes in der Luft und die Vorfreude auf das Spiel steigerte sich von Minute zu Minute. Dem Aufruf der Sozialromantiker wurde in einer enormen Zahl zum ersten Heimspiel gefolgt, http://www.sozialromantiker-stpauli.de/wordpress/?p=50. Ich war natürlich wie angekündigt und hier nachlesbar auch dabei. 😉

Die Vorfreude war überall zu spüren. BRING BACK SANKT PAULI – unzählige FCSP-Anhänger waren infiziert. https://kleinertod.wordpress.com/2011/01/07/bring-back-sankt-pauli-zeichen-setzen-fur-das-gemeinsame-ziel/.

Immer deutlicher wurde dabei mit fortschreitender Uhrzeit, wie gewaltig dieser Protest ausfallen würde. Überall entstand ein spontaner Austausch. Besonders schön fand ich den Engländer, der beim Flyer-Verteilen half. Mit was für einem Einsatz er direkt vor diesem Spiel von der Insel hierhergekommen war, um seinem geliebten FCSP beim Protest zu helfen, das war einfach großes Kino im Kleinen.

All die selbstgestalteten Jolly Rouge-Klamotten einzufangen hätte mehrere Photographen und vielen Stunden Arbeit gekostet – ich konnte nur einen kleinen Bruchteil mit der Kamera einfangen von dem, was mein Auge allein sah – und es gab noch weitaus mehr als das, denn wo ich mich auch hinbegab oder hinsah, es kamen immer mehr Fans mit immer neuen roten Kleidungsstücken an. Auch Transparente oder Beschriftungen wie auf diesem Bus hier waren zu erblicken. Und wer ohne Rot an diesem Tag ans Millerntor kam und den Protest deutlich sichtbar unterstützen wollte, der klebte sich zumeist einen der vielen Jolly Rouge-Aufkleber an seine Sachen.

Auch die Tribünen waren von außen sichtbar schon geschmückt. Hier sieht man eine Fahne, die auf der Gegengeraden an die Rückwand angebracht wurde. Doch das war erst ein kleiner Vorgeschmack auf das, was einem im Millerntor selber erwarten würde…

Ersteinmal ging es aber darum, die deutlich sichtbaren Zeichen auch überall anzubringen. Dieses Banner wurde zwar nicht bei uns beim Blumenblock, dafür aber auf freundliche Bitte des Gestalters von uns auf der anderen Seite der Haupttribüne angebracht. Ein freundlicher Sven Brux ermöglichte dies nach einigem Reden, denn irgendwie wurde das Banner nicht rechtzeitig vorher abgesprochen mit dem Verein. Da der Platz aber nicht anderweitig für andere Banner verplant war, ging das alles dann ganz schnell.

Nicht ganz so einfach war das Hineinkommen ins Stadion, denn am Einlaß mußten alle Fahnen und Transparente aufgerollt und vorgezeigt werden. Eine gewisse Anspannung und Nervosität war hier zu spüren beim Einlaß, den ich so beim FCSP noch nicht erlebt hatte. Aber anstandslos, freundlich und schnell ging es auch hier. Böses Blut wurde vielleicht befürchtet, doch dieser Protest war von Anfang an friedlich und kreativ und so sollte es auch weitergehen. In der Haupttribüne selbst waren die Ordner hilfsbereit und freundlich, wie man es kennt. Eben, man kennt sich ja. Auch beim Banneranbringen sprang eine Ordnerin ungefragt hilfsbereit ein.

Die Ränge füllten sich bei den doch im Vergleich zu den vorangeganenen Tagen milderen Temperaturen früh und überall konnte man sie sehen, die roten Mützen, Banner und Jolly Rouge-Fahnen. Jede einzelne eigens für diesen Protest hergestellt, zumeist per Hand und eigentlich jede ein Unikat. Wunderbar und einfach schön anzusehen, wie ich finde.

Als ich noch auf dem Weg zum Einlaß von einem Fan angesprochen wurde, wo man diese Fahnen herbekommt, mußte ich doch etwas schnunzelnd auf die Selbstherstellung verweisen. Glücklicherweise kein Massenprodukt, sondern eines der Fanszene selbst und so einzigartig wie diese. Einzigartige Vielfalt in vielfältiger Ausfertigung.

Nachdem die letzten Flyer und Pappen verteilt waren, hieß es dann nur noch Warten. Die Atmosphäre glitzerte nur so vor Leidenschaft und war defintiv nicht leiser, sondern noch lauter als sonst und das schon viele Minuten vor dem ersten Auftauchen eines Spielers zum Warmmachen.

Die in den Medien von Spielern, Trainer und anderen geäußerten Sorgen, daß die Mannschaft nicht ausreichend wegen des Protestes unterstützt werden könnte, war von vorneherein ohne jeden Grund, was die Fans sehr früh auch deutlich zum Ausdruck brachten. Niemand hatte die Absicht, den Support einzuschränken oder durch die Protestaktion sich weniger auf das Spiel zu konzentrieren. Wir Fans waren schließlich hier, weil wir unseren FCSP lieben und weil wir Fußball und eben keine anderen Sachen hier sehen wollen, die uns davon ablenken. Von weit vor Anpfiff bis zum Verlassen des letzten Spielers nach der Ehrenrunde vom Platz wurde stimmgewaltig die ganze Zeit supportet. Nur eben zeitgleich auch protestiert. Sowas geht nebeneinander und nichts anderes war geplant. Wenn die Medien diesen Support jetzt als Folge der vorgenannten Aufrufe durch eine Formulierung ‚wie von dem Trainer gefordert‘ bzw. ähnlich darstellen, siehe beispielsweise http://www.mopo.de/2011/20110116/sport/stpauli/die_groesste_protest_aktion_aller_zeiten.html dann kann ich nur den Kopf schütteln. Hier haben einige noch nicht verstanden, wie die FCSP-Fans „ticken“. Denn das, was hier auf den Rängen passierte, DAS war „St. Pauli-like“. Aber vielleicht sind nun einige vom Verein etwas aufgewacht, die ersten Äußerungen lassen zumindest eine leichte Hoffnung zu. Es wäre aber auch schwer, diesen Protest jetzt noch zu leugnen.

Daß Loge nicht gleich Loge ist, sondern daß dort ebenfalls Fans sitzen können, die im Gegensatz zu anderen Logeninhabern oder dem Präsidium begriffen haben, worum es der Fanseele bei diesem Protest geht und daß sich dieser nicht gegen jede Form von Kommerz richtet, sondern eben nur gegen die Auswüchse, welche es in der Summe eben nicht mehr erträglich gemacht haben, kann man wunderbar auf diesem Photo erkennen. Unsere Fanszene ist nicht so gespalten, wie man nach der (die interne Geschlossenheit in der Fanszene nur noch weiter fördernden) Rede von Stenger einige Unbeteiligte vielleicht vermutet hatten.

Auch von einer anderen Loge von der Gegengeraden aus kam eine Unterstützung des Protestes. Besser kann man gar nicht aufzeigen, wie breit die Front ist, dem sich die Vereinsführung bei dem aktuellen Kurs gegenüber sieht.

Was zählt, das ist eben auf dem Platz und nicht woanders. Wer zu sexistischen Darstellungen ans Millerntor will, der ist hier definitiv falsch. Natürlich sind wir hier in St. Pauli und es gibt den Kiez in unmittelbarer Nähe. Aber nicht während eines Fußballspiels in unserem Stadion. Das zögerliche Verhalten der Vereinsführung bei diesen Vertragsverstößen ist nach wie vor unbegreiflich und gehört schnellstmöglich geändert.

So viel Kreativität bei diesem Spiel von Fanseite und eine verständnislose Vereinsführung auf der anderen Seite. Man kann nur hoffen, daß die Botschaft auf ihre St.Pauli-typisch lustige Art und Weise angekommen ist. Denn einen SellouT PAULI wollen wir wirklich nicht. Wunderbar formuliert! Von allen Tribünen gab es an diesem Tag viel zu hören und zu sehen.

Die sehr sympathischen Freiburger zeigten auch den Totenkopf und das mit Rot dabei – aber das hatte dann doch andere Gründe, gleichwohl ein schönes Bild in diesem Zusammenhang und an dieser Stelle. Das mir persönlich am sympathischste Publikum überhaupt in dieser Liga und vielleicht auch sonst – was sicher auch vielen anderen FCSP-Fans ähnlich geht. Ganz wunderbar auch das, was nach dem Schlußpfiff geschah, aber dazu später mehr.

„Haupttribüne ohne VIP, nur Oldtras wäre hip“ – dieser „Gruß der 80er“ ist viel zu schön, als daß ich ihn unterschlagen wollte. Es gab aber auch unbeschreiblich viele Tapeten und Transparente, die ich nicht ansatzweise alle hier wiedergeben könnte.

Allgemein – was hier tausend Hände in tausend Stunden für dieses Spiel zusammengebastelt haben – da sage ich tausendmal Da capo! Das alles war so genial. Und damit meine ich jeden Einzelnen, der irgendwie mitgemacht hat wie auch jede Gruppierung, die daran beteiligt war.

Ja, dieser Protest wurde wirklich präsentiert von der Fanszene. So ist Fußball am Millerntor und so wollen wir ihn sehen. DAS ist „St. Pauli – like“.

Wer das nicht begreift, der kann einpacken. Und dieser Protesttag war erst der erste, es werden noch weitere folgen, soviele eben, wie nötig sind, bis daß die Vereinsführung dies versteht. Und dabei ist all dies doch eine wunderbare Chance für den Verein zu zeigen, wie anders wir wirklich sind.

Je näher der Moment des Auflaufens der Mannschaften kam, umso mehr färbten sich die Ränge in den Protestfarben Rot und Schwarz. Ein wunderbarer Anblick, den ich noch intensiver darstellen möchte. Dazu wird bald ein zweiter Teil meines Berichtes von diesem Tag folgen… Und zwar hier: https://kleinertod.wordpress.com/2011/01/18/fcsp-freiburg-22-zum-protest-der-fanszene/.

17 Comments

  1. Und auch das große Transpi auf der Haupt in der Halbzeitpause war nicht zu verachten! Ganz große Klasse!

    • Da kam so viel, da brauche ich noch einen zweiten Teil. An den setze ich mich auch bald. Ob ich das besagt Transparent eingefangen habe, weiß ich jetzt nicht, da gab es einige – von der Haupt aus ist das auch immer schwer. Der Anblick war jedenfalls wohl von überall aus genial.

  2. Das war großartig, ich bin wieder zuhause und immer noch ganz beseelt. Und wie zu erwarten war, habe ich bei Ihnen wieder mal einen großartigen Bericht und Fotos vorgefunden, Gänsehautfaktor beim Lesen und Betrachten garantiert.

    Ich hab auch noch was, eher das „Vorfeld“ betreffend, wie Sie wissen, aber dazu später, ich möchte einfach noch eine Weile still genießen 🙂

    • Vielen Dank. ^^ Das mit dem Genießen kenne ich, mußte mich auch irgendwie aufraffen, um diesen ersten Teil zu schreiben und ins Netz zu stellen. Vor meinem inneren Auge läuft das Ganze eh immer und immer wieder noch ab…

      Auf Ihren Bericht freue ich mich natürlich ganz besonders. Da schadet es aber auch nicht, wenn er noch etwas braucht – das Ergebnis wird sicherlich wie immer stimmen. Und wichtig sein, wie ich ja schon weiß. 😉

  3. …wie die ganze Jolly Rouge-Aktion, so auch ihr Bericht, ganz großer Sport, dank dafür, ich freu mich auf die Fortsetzung (und auf Jekys VorSpielInterna sowieso 😉

    • Vielen Dank. Ja, die ganze Aktion war einfach etwas Besonderes – was da im ganzen Stadion abging einmalig. Fortsetzung folgt – nicht nur hier, da bin ich sicher. 😉

  4. Danke für den farbigen Bericht, ich freu mich auf den zweiten Teil. Schade, dass ich das nicht mit eigenen Augen sehen konnte.

    • Umso wichtiger, dies alles auch in Wort und Bild festgehalten zu haben bzw. dies noch nachzureichen. Ob heute oder morgen, es folgt noch so einiges. Auf die weiteren Medienberichte dazu bin ich auch gespannt, denn daß nur die MoPo darüber berichtet kann ich mir nach dem Vorgeplänkel kaum vorstellen…

  5. Insgesamt ein schöner und gelungener Protest gegen die grenzenlose Kommerzialisierung des Vereines.

    Vor dem Spiel waren wir zunächst doch etwas enttäuscht, wie wenige Personen aus Protest etwas Rotes trugen. Die dominante Farbe war eindeutig, wie fast bei jedem Spiel, Schwarz.
    Wir kamen uns in unseren roten selbst bedruckten Putzen-Pullis doch recht einsam vor.
    Im Stadion selber und vor allem beim Einlauf der Mannschaften wurde der Protest dann doch sehr deutlich sichtbar.

    ICH HABE ANGST:
    Ich befürchte dass DAS, was aus Protest gegen die Kommerzialisierung des Vereins begann (rote Fahnen, T-Shirts, Aufkleber, etc. mit schwarzen Totenköpfen), im nächsten Jahr als Vermarktungsprodukt auf dem Tresen des Fanshops endet.
    St. Pauli vermarktet den Protest und viele machen bewusst oder unbewusst, durch den Kauf der dann neuen Produkte, mit.
    Um diesen Verkauf des Protestes zu verhindern müsste man das Symbol schützen und es ähnlich wie bei Freeware Programmen zur Vervielfältigung und Verbreitung freigeben.

    • Dem „Erfinder“ des Symbols hatte ich im Forum sofort empfohlen, das als Geschmacksmuster schützen zu lassen, ich kann nur inständig hoffen, dass er das gemacht hat, sonst befürchte ich das Gleiche wie Sie.

      • Wäre natürlich – bei juristischer Möglichkeit – der beste Weg.

    • Völlig ausschließen kann man nicht, daß der Jolly Rouge auf irgendeine Art und Weise vermarktet werden wird. Allerdings kann ich mir vorstellen, daß die Fanszene derartiges nicht so ohne weiteres mitmachen würde und diese daraus folgende Ablehnung befürchtet und darum (noch) nichts dergleichen unternommen wird. Mit etwas Zeitabstand glaube ich aber durchaus daran, daß das Protestsymbol irgendwie (beispielsweise durch ein normales St. Pauli Totenkopf-T-Shirt in Rot) vermarktet wird. Aber selbst wenn – das Symbol steht für etwas und DAS kann nicht vermarktet werden: die eigentliche Liebe zu dem, wofür der Verein für uns steht. Und wenn dieser Protest erreicht, daß es zu einem Umdenken kommt und die Forderungen sinngemäß erfüllt werden – dann würde das Symbol so auch nicht mehr gebraucht werden. Jegliche Vermaktung ist auch nicht das Problem, sondern eben nur der totale Ausverkauf.

      Angst sollten in Moment eigentlich andere haben, zumindest aber Unbehagen. Denn daß die Fanszene nicht bereit ist, den Kommerz so einfach ohne jede Einschränkung mitzumachen, sondern daß die Grenze des Erträglichen überschritten wurde – diese Botschaft dürfte jetzt endlich angekommen sein.

      Folge des Protestes wird sicherlich sein, daß viele sich mit der Petition auseinandersetzen werden, die sie bislang nur als abgedrehte Forderungen einiger weniger Spinner abgetan haben.

  6. Sehr schöne Zusammenfassung!
    Danke.

    • Danke für das Feedback. Wobei ich eigentlich eher zu jedem einzelnen Fan gestern im Stadion Danke sagen möchte… Ich schwebe immer noch auf roten Wolken…

  7. kein Kommentar, solange nicht Teil 2 vorliegt!!! 😉


9 Trackbacks/Pingbacks

  1. […] ihnen heroisch und in monumentaler Menge gefertigten Pappen zu. Dem Kleinen Tod gab ich welche ab (toller Bericht mit vielen Fotos auch bei ihm!). Mir war mulmig. Ziemlich […]

  2. […] DAS ist „St. Pauli – like“. Wer das nicht begreift, der kann einpacken. Und dieser Protesttag war erst der erste, es werden noch weitere folgen, soviele eben, wie nötig sind, bis daß die Vereinsführung dies versteht. Und dabei ist all dies doch eine wunderbare Chance für den Verein zu zeigen, wie anders wir wirklich sind. – Kleiner Tod […]

  3. […] KleinerTod, wie immer grandios bebildert und einen bewegenden Text von pathos93, der bei mir einen wahren […]

  4. […] KleinerTods FC St. Pauli Blog Gedankengänge eines Anhängers rund um den FC St. Pauli 1910 KontaktKleinerTodBRING BACK SANKT PAULI « Das Millerntor in Rot – und das war erst der Anfang! […]

  5. […] Tod – Teil 1 und Teil 2 Ich weiß nicht, ob ich es letztens schon mal schrieb oder dies nur vorhatte, aber: Mein […]

  6. […] getragen, jedenfalls von allen Tribünen unterstützt, wie man hier nachlesen und -sehen kann: https://kleinertod.wordpress.com/2011/01/16/das-millerntor-in-rot-und-das-war-erst-der-anfang/ und […]

  7. […] Tod – Teil 1 und Teil 2 Ich weiß nicht, ob ich es letztens schon mal schrieb oder dies nur vorhatte, aber: Mein […]

  8. […] nicht mehr wegzudenken ist vom FC St. Pauli. Mehr dazu kann man hier nachlesen und -erleben: https://kleinertod.wordpress.com/2011/01/16/das-millerntor-in-rot-und-das-war-erst-der-anfang/ (mit weiteren […]

  9. […] Tod – Teil 1 und Teil 2 Ich weiß nicht, ob ich es letztens schon mal schrieb oder dies nur vorhatte, aber: Mein […]

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