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Die erhofften Punkte zum Abschluß der Hinrunde wurden es leider nicht, doch das Jahr100-Jahr war auch ohne einen schönen Abschluß eine tolle Sache. Leider fehlte es an diesem Samstag eindeutig am nötigen Einsatz bei uns – und damit meine ich nicht nur die Mannschaft, sondern auch das, was sich mitunter auf den Rängen abspielte. Schlecht war anderseits auch nicht alles, sowohl die Mannschaft, hier vor allem in der zweiten Hälfte, als auch die Stimmung auf den Rängen war insgesamt schon okay – insgesamt gilt es zwar, das eine oder andere anzusprechen, doch unterm Strich braucht man als FCSP-Fan wahrlich nicht zu verzweifeln.

Der Spieltag fing für mich schon früh mit dem Oldtras-Treffen an. Bei dem einen oder anderen wärmenden Getränk – zumindest zum Vorglühen ist hier auch ein Bier nichts anderes – wurde sich wieder über weitere Möglichkeiten, von der Haupttribüne aus noch besseren Support zu leisten, ausgiebig ausgetauscht. Immer mit vollem Einsatz dabei und voller positiver Anregungen für den Bereich H1-3 der neuen Haupttribüne, was man ja wahrlich nicht allein an den Blumenkästen sehen kann. Ohne diese Gruppe wäre weitaus weniger los – aber es ist auch auf der neuen Haupt noch weitaus mehr Potential für eine noch bessere Unterstützung der Mannschaft vorhanden. Zusammen werden wir hier hoffentlich noch weitere Verbesserungen erleben dürfen.

Etwas später als üblich angesichts der wenig verlockenden Kälte da draußen machten wir uns dann auf zum Ort des Geschehens. Der nicht ganz volle Mond prangte über dem Stadion und wirkte wie ein Wegweiser. Vor dem Einlaß war die Schlange auf die normalen Plätze der Haupt ungewöhnlich lang. Zuerst hielt ich dies noch für eine Momentaufnahme, doch auch später eintreffende Fans berichteten mir vom gleichen Bild. Ob es daran lag, daß ungewöhnlich viele Besucher an diesem Tag so spät wie möglich kamen, um nicht unnötig lange auf den Plätzen vor dem Anpfiff frieren zu müssen oder aber daran, daß der eine oder andere beim Einlaß heute fehlte, vermag ich allerdings nicht zu sagen.

Es traf bei der Anreise ja nicht nur die auswärtigen Fans, die teilweise nicht bis zum Millerntor kommen konnten… An dieser Stelle nochmal ein mitfühlender Gruß an Jekylla, die trotz Karte sich das Spiel aufgrund der Witterungsbedingungen im Fernsehen anschauen mußte.

Ob dieser Tannenbaum für festliche Stimmung sorgen sollte, weiß ich zwar nicht, zur Baustelle gehörte dieses Holz aber definitiv nicht. Als Abwechslung für die Augen beim Einlaß auch nicht schlecht, aber eben auch nicht gerade notwendig.

Besonders viel spielte sich heute im alles andere als ansehnlichen Gangbereich der Haupttribüne ab. Einfach aus dem Grunde, weil es hier eine Nuance wärmer als draußen war. Natürlich konnte man hier auch für das leibliche Wohl sorgen, wobei die Schlange vor dem Kaffee- und Glühweinstand deutlich die längste war. Amüsant zu beobachten war der starke Einsatz der Brötchen- und Kuchenverkäuferinnen, die die Fans einzeln ansprachen und zum Stand schleppen wollten. So viel Einsatz wünscht man sich doch allgemein auf der Haupt.

Der Platz war wie erwartet gut geräumt und auch entsprechend bespielbar, auch auf den Plätzen konnte man problemlos Platz nehmen – hier wurde von den verantwortlichen Schneeräumern wieder einmal gute Arbeit geleistet, was ich an dieser Stelle auch einfach mal erwähnen wollte.

Ich weiß nicht, wie lange es her ist, daß ich derart spät erst an Ort und Stelle auf der Haupt war, aber vor lauter Organisation und Begrüßungen der ebenfalls sehr spät eintreffenden Anhänger rundherum war es wirklich nicht mehr lang zum Einlaufen der Spieler. Inwiefern die anderen Tribünen früher gefüllt waren, vermag ich daher logischerweise nicht zu sagen. Positiv nicht nur in dieser Richtung fiel mir der Gästeblock auf. Die sympathischen Mainzer Fans wurden zumindest weitesgehend glücklicherweise nicht vom Winter in die Knie gezwungen. Offensichtlich wurde eine frühzeitige Anreise und eine späte Abreise von den Anwesenden eingeplant. Hat ja alles gut geklappt.

Da die Vorwärmphase für mich so kurz ausfiel, hatte ich an diesem Tag die Aufstellung auch irgendwie gar nicht mitbekommen. Zu diesem Zeitpunkt ging ich noch davon aus, daß ich mir diese während des Spieles schon noch leicht erarbeiten könnte – in mancher Hinsicht ein Fehlschluß, wie sich aufgrund der doch mitunter sehr versteckten Darbietungen einiger Spieler herausstellen sollte. Es brauchte jedenfalls unerwartet lange, bis ich alle auch wirklich identifizieren konnte. Aber später mehr dazu.

Positiv möchte ich vom Mainzspiel neben den sehr fairen und freundlichen Gästen, die ja leider auch aus anderen Gründen gut drauf sein konnten, auch noch den H2-Block erwähnen, von dem aus an diesem Tag weitaus mehr kam als an vielen anderen Spieltagen. Auch auf die Anfeuerungen von Richy war hier der Support stärker als auf der H3 – vom Oldtras-Block natürlich und auch einigen anderen Bereichen abgesehen. Das Spiel zusammen mit der Kälte hatte aber auch einiges abverlangt – von Frust über die Leistung gepaart mit der exträmen Winterkälte bis hin zur Leistungssteigerung später und spannenden Momenten, bei denen man das Anfeuern vor lauter spontanen Geräuschen fast vergaß war alles dabei.

Besonders schön war in jedem Fall der Einlauf der Mannschaften. Wo keine Fahnen geschwenkt wurden glitzerten unzählige Wunderkerzen und brachten ein wunderbares Ambiente zustande. Ganz großes Kino. Ob Haupt, Süd, Gegengerade oder Nord – überall war ein einziges Lichtermeer von meiner Position aus zu entdecken. Natürlich mit unterschiedlichen Gewichtungen, aber es war deutlich auf allen Tribünen derartiges zu sehen. Ein wunderbares Bild!

Auch von der Lautstärke wurde wieder einiges geboten. Wechselgesänge klappten auch, wenngleich jedoch nicht immer – manche Leute auf der Haupt scheinen auf die Aufstehen-Aufforderungen einzig und allein mit lautstark-genervten Hinsetzen-Gegenrufen reagieren zu können. Ob jene Pappenheimer zum Abpfiff noch da waren, habe ich leider nicht überprüft, wäre aber sicherlich spannend gewesen.

Jedenfalls kann man die alles andere als gute Leistung der Mannschaft in der ersten Hälfte nicht durch fehlenden Support erklären. Während USP mit diversen Liedern eigentlich immer hörbar war, brach aus tausenden Kelhen überall aber auch immer wieder lautstarke Anfeuerungsrufe hervor. Es wurde nach vorne getrieben und trotz der anfänglich grausigen Leistung nicht gepfiffen – was auch mal festgehalten werden sollte, eigentlich aber bei uns selbstverständlich ist und nur durch den Unterschied zu anderen Stadien und den Fans dort erwähnt zu werden braucht.

Trotz der Kälte war jedenfalls jeder, der es bis ins Stadion geschafft hatte, voll motiviert, die Mannschaft zum Heimsieg zu treiben. Warum dann diese weitesgehend so wenig auf den Platz zu sein schien, das ist eine Frage, die Stani über die Winterpause sicherlich noch klären wird. Es gab allerdings auch Ausnahmen, über den Doppeltorschützen Lehmann möchte ich hier vor allem auch wieder Gunesch erwähnen. Zusammen mit Hain, Morena und Ebbers schienen hier fast die einzigen Spieler gewesen zu sein, denen man anmerkte, daß sie an diesem Tag etwas reißen wollten.

Hier kann man allerdings deutlich sehen, daß noch mehr als die genannten Spieler in der Startformation waren. Sie waren ja körperlich auf dem Platz, fielen aber eher durch Fehler als durch etwas anderes auf. Einen ganz schwachen Tag hatte Okzipka erwischt. Sonst ein wirklich guter Spieler spielte er einen Fehlpaß nach dem anderen und ermöglichte durch diese sowie einigen Stellungsfehlern auch noch mindestens zwei Tore. Ein rabenschwarzer Tag für ihn. Aber so etwas kann halt auch passieren. Wir wissen ja, was wir an ihm haben.

Sehr umstritten war der Auftritt von Asamoah. Die einen fanden seine Leistung ebenfalls grauenhaft, andere, zu denen ich mich auch zählte, sahen ihn noch als einen der besseren Akteure von uns auf dem Platz an. Er ackerte jedenfalls ordentlich und rieb sich in diversen Zweikämpfen auf – hierbei fiel jedoch leider der insgesamt einfach nur grottenschlechte Schiedsrichter besonders negativ auf. Nachdem Asamoah ein bis zweimal gefoult wurde und auch einen Freistoß bekam, versuchte er sich ein bis zweimal mit eingedrehten Fallern nach leichten Berühungen, die natürlich nicht zu einem Freistoß führten – aber leider zu der Einschätzung des Schiris, daß Asamoah stets Schwalben machen würde. Fortan bekam er ordentlich auf die Hacken und so gut wie nie einen Freistoß, selbst bei deutlichsten Fouls nicht. Aber bei den ganzen anderen Fehlentscheidungen des Schiris, der selbst deutliche Handspiele nicht sehen wollte, wunderte das irgendwann auch nicht mehr.

Wie man es machen kann, das bewiesen die Mainzer, die zurecht ganz oben in der Tabelle stehen. Einen solchen Einsatz hätte man sich eigentlich von den Boys In Brown gewünscht – immer gedoppelt oder mit noch mehr Spielern Pressing ausgeübt und die Fehler nur so erzwungen, die dann auch zum 1:0 und auch mindestens einem weiteren Tor führten. Wir hingegen ließen den Mainzern ohne Ende Raum für ihr Spiel, als wollten wir sie gar nicht wirklich stören oder aber den Ball nur ungern haben. Ganz anders eben die Mainzer Mannschaft, die von ihren Fans entsprechend und berechtigt auch gefeiert wurden. Daß hierbei ausschließlich ein positiver Support geliefert wurde, war zwar auch erwartet, soll aber auch nicht unerwähnt bleiben.

Was ich jedoch unbedingt noch anbringen möchte, daß sind diese unsäglichen neuen Installationen auf der Süd und der Haupt. Flimmernde Anzeigetafeln, auf denen mit irgendwelchen kostenpflichtigen SMS-Diensten Botschaften angezeigt werden können. Gehts noch? So etwas gab es doch mal nachts auf diversen Billigkanälen, um einigen Gelangweilten mit einem unsinnigen Dienst noch ein paar Euros aus den Taschen ziehen zu können. Nun also derartiges auch am Millerntor. Kommerzieller geht es kaum. Und es stört ungemein. Andauernd flackern die Lichter im Augenwinkel. Was für eine grausige Sache. Eine ganz grausige Sache.

Pathos93 hat hierzu auch einiges ausgeführt – http://pathos93.wordpress.com/2010/12/20/das-ist-nicht-mehr-mein-pauli/ – zusammen mit der hoffentlich zutreffenden Bemerkung, daß dies nur für ein einziges Spiel installiert wurde. Wäre zumindest ein kleiner Lichtblick…

Die erste Hälfte, die ja ebenso grausig war, wenn man einmal vom Elfmetertreffer von Lehmann absehen will und dem Einsatz der genannten Spieler, war dann auch irgendwann vorbei. Zeit, das im Becher eingefrorene (!) Bier durch Neues wieder warm und flüssig machen zu lassen…

Es war eine eigenartige Stimmung zur Halbzeit zu bemerken. SO eine schlechte Leistung sah man von der eigenen Mannschaft jedenfalls daheim schon lange nicht mehr. Es erinnerte mich so einiges irgendwie an die zweite Halbzeit in Bremen, dort jedoch konnten wir ja kein Tor schießen. Insofern hatte ich noch die leichte Hoffnung, daß es zur zweiten Hälfte zumindest noch eine Steigerung von unseren Jungs geben könnte. Mit einem Inferno habe ich allerdings beim besten Willen nicht gerechnet – und außer hier auf diesem Transparant sah man davon leider auch nichts.

Nur wenige harrten zur Halbzeit auf den Plätzen aus, die meisten gingen sich im Gang ein wenig aufwärmen.

Die Gespräche hier kündigten für mich schon etwas an, was sich dann später bewahrheiten sollte. Diverse Fans hatten bei dieser Leistung kaum noch Lust, länger in der Kälte auszuharren. Von einigen bekam ich zu hören, daß sie wohl abhauen würden, wenn die Mannschaft weiter so lustlos spielen würde. Warum sich das bei dieser Kälte bis zum Schluß auch noch antun?

Na, ganz einfach. Weil die Spieler bis zum Abpfiff auch auf dem Platz stehen und wir von ihnen erwarten dürfen, alles zu geben. Wie auch wir alles geben, egal bei welchem Wetter. http://santapauli.wordpress.com/2010/12/19/deine-mudder-verlasst-vorzeitig-das-stadion/

Eine schöne und passende Choreo zu einem alles andere als schönen, aber menschlichen Thema kam zur Halbzeitpause von der Süd. Ich verweise hier mal auf die treffenden Ausführungen von momorulez in seinem Blog: http://metalust.wordpress.com/2010/12/19/volksparkisierung/#comment-10895

Ob wirklich jeder St. Pauli liebt, das mag angesichts der Abwanderungen nach dem 2:4 bezweifelt werden. Es war einfach grausig mitanzusehen, wie viele dann überall das Stadion verließen. Dabei hatte die Mannschaft in der zweiten Hälfte doch wieder derart gut gekämpft und sich fast sogar den nicht gerade verdienten Ausgleich erspielt, daß man ihr keinen Vorwurf mehr machen konnte.

Die Gesänge von der Süd in Richtung Haupt wirkten dabei ein wenig befremdlich, da sich die Ränge der Süd ebenso deutlich leerten wie auf der Haupt. Wobei man deutlich sagen muß, daß es nur ein Teil und deutlich nicht die Mehrheit war, die hier davonschlich. Hier kann man dazu auch noch einiges mehr lesen: http://metalust.wordpress.com/2010/12/19/volksparkisierung/.

Wer im Stadion blieb, der konnte die Mannschaft – ob ihrer deutlichen Leistungssteigerung in Hälfte zwei auch verdient – feiern. Aber auch erleben, wie am Ende die Mainzer Fans eine Liebeserklärung an St. Pauli losließen. Ganz großes Kino. Allein diese Mainzer wären schon ein Grund (von vielen, natürlich), warum ein Klassenerhalt eine tolle Sache wäre. Möglich ist diese in jedem Fall, nach wie vor. Die 17 Punkte zur Halbzeit sind für einen Aufsteiger ja nicht zu verachten.

Anschließend gab es für mich eigentlich nur noch eines – ab ins Vereinsheim zum Aufwärmen. Es ging bei diesen durchfrorenen Gliedern einfach nichts anderes mehr. Amüsant noch das Interview mit Lehmann, der auf die Frage des Reporters nach einer Vertragsverlängerung noch abblockte – einen Tag später konnte man zum Glück etwas ganz anderes lesen: http://fcstpauli.com/magazin/artikel.php?artikel=8124&type=2&menuid=57&topmenu=112. Auf diese Weise endet die Hinrunde also doch noch mit einer großartigen Meldung.

Auch wenn die Winterpause kurz ist – mir wird das Millerntor wieder einmal sehr fehlen. Bis zum nächsten Jahr!

P.S.: Sehr lesenswert: http://santapauli.wordpress.com/2010/12/22/auf-ein-wort-herr-schulte-oder-auch-ein-paar-mehr/

27 Comments

  1. Danke erneut für die ausführliche Spiel- und Rundumbetrachtung inklusive des hervorragenden Bildmaterials.
    Ich hatte mich ja kurzfristig für ein Daheimbleiben entscheiden müssen (mein Rückflug fiel auch erwartungsgemäß aus) und habe traurig meine Eintrittskarte neben dem Laptop angeschaut während Stream und AFM.

    Wir sehen uns nächstes Jahr, ganz sicher. Schön, dass das gar nicht so weit weg ist 🙂

    • Gern geschehen. Es gab ja doch noch weitaus mehr Positives, wenn man live dabei war, als wenn man das Spiel nur von der Ferne aus verfolgen konnte. Bis 2011!

  2. Im wahrsten Sinne des Wortes ein „cooler“ Bericht! Rückblickend können wir als Aufsteiger mit dem Verlauf der Hinrunde wirklich zufrieden sein. Schade, dass der Jahresabschluss dann leider nicht zum erhofften Punktgewinn geführt hat. Mein ganz persönlicher „Hauptfeind“ an diesem Tage war die mörderische Kälte! Da wir hier ja unter uns sind, gestehe ich, das Millerntor kurz vor Abpfiff in Richtung Clubheim verlassen zu haben. Ich war einfach am Ende, ist mir in den Jahrzehnten vorher noch nie passiert.

    Lasst uns mit neuer Kraft in ein braun-weißes 2011 starten!

    • Über das feedback freue ich mich sehr, wie auch über das gesamte Auftreten der Mannschaft in der Hinrunde. Punkte hätten es ruhig mehr sein können und am Samstag gegen Mainz fehlte so einiges in der ersten Halbzeit, doch die zweite hat ja irgendwie alles wieder aufgewogen. Das war dann wieder ein tolles Spiel.
      Ins Clubheim zu gehen, wenn der eigene Körper beim besten Willen nicht mehr die Kälte erträgt, ist etwas ganz anderes, als einfach abzuhauen und die Mannschaft „in Stich zu lassen“. Ich kenne auch Fans, die es nur ab und an schaffen, einem Spiel beizuwohnen – einfach weil die Gesundheit sonst nicht mitspielt. Es kann also gute Gründe geben, wenn man nicht bis zum Abpfiff vor Ort war. Aber wer früher gegangen ist, der hat auch etwas verpaßt. Allein die St. Pauli – Rufe der Mainzer am Ende war großes Kino.
      Im nächsten Jahr legen wir einfach noch ein paar Kohlen oben drauf – dann wird es auch schon gleich viel wärmer. Und den Klassenerhalt schaffen wir schon noch. In jedem Fall geben wir bis zum letzten Pfiff nicht auf! Forza.

      • Mainz gehört zu meinen Lieblingsauswärtsfahrten. Erinnere mich an das Erdrutsch-5:1 in Mainz, als wir das Spiel abhakten und mit der Mainzer Nord(?)kurve St. Pauli-Wechselgesänge anstimmten und gemeinsam mit ihnen den sichtlich ergriffenen Jürgen Klopp verabschiedeten, als aus dem Lautsprecher des Einsatzwagens vor dem Gästeeingang „Hell´s Bells“ ertönte, als wir gemeinsam mit den Anhängern des Karnevalsverens vor dem Stadion (vor dem Spiel) feierten und viele andere Kleinigkeiten mehr, die mich jetzt schon das Rückspiel freudig herbeisehnen lassen. Egal, wie es ausgeht.

        • Schöne Anekdote. Die auch wieder zeigt, daß das Ergebnis nicht alles ist. Lieber so etwas, als dieses Gewusele anderer Vereine – ganz zu schweigen von deren Null-Atmosphären-Stadien. Es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn ich für das Mainzer Spiel Karten ergattern könnte… Nunja, ist ja noch eine Weile hin. Und nun heißt es erstmal, diese Winterpause irgendwie zu überstehen…

          • Würden Sie denn fahren, wenn Sie eine Karte hätten?

            • Wenn der Termin nicht mit Pfingsten kollidiert, dann mit einer 99%-Chance. Irgendetwas kurzfristiges könnte natürlich auch noch dazwischen kommen. Aber erstmal an eine Karte kommen…

  3. Rückspiel in Mainz ist am Sbd 14. Mai; weit weg von Pfingsten.
    Gruppenreise mit den OLDTRAS? Ich bin dabei.

    • Das wäre natürlich ein Traum. Der Termin klingt auch gut. Jetzt brauchen wir nur noch die Karten… 😉

  4. Wer „hinsetzen“ ruft ist entweder bei der falschen Sportart oder im falschen Stadion, aber das waren an diesem Tag ja leider einige. Die Jungs haben in der zweiten Halbzeit ja wenigstens noch was versucht und sich nicht ergeben. Gerade am letzten Spieltag des Jahr100jahres hätte ich mir etwas mehr Stehvermögen gewünscht. Wer direkt nach dem 4:2 gegangen ist, der ist nicht vor der Kälte geflüchtet.
    Trotzdem war es wenigstens in der zweiten Hälfte ein lohnenswertes Spiel, meine Serie ist zwar gerissen mit der ersten live erlebten Niederlage seit Jahren, aber das war in der 1. Liga auch nicht anders zu erwarten.
    Ich hab immer noch genug Vertrauen in Stani, wenn der jetzt in der Winterpause keinen Stürmer haben will, dann ist keiner zu haben der in die Mannschaft passen würde. Mir gehen die ganzen Hilfstrainer in den Foren auf die Nerven, die nach den letzten Spielen alles besser wissen.

    Diese LED Anzeigen fand ich übrigens auch völlig grausam (wer nicht?), kann aber nicht behaupten, dass mich das über Gebühr beansprucht hat. Ich lass mich durch solchen Schrott nicht ablenken, ich registriere das und blende das aus. Allerdings sollte man seinem Unmut darüber Ausdruck verleihen, sonst flimmert da irgendwann noch Werbung auf Videowänden, wie in anderen Stadien. Wehret den Anfängen.

    Danke für Bericht und Bilder, ich revanchiere mich mit nem Video von der anderen Seite: http://bit.ly/gSUZDY

    YNWA

    • Schönes Video. In etwa auf der Höhe stand ich vor etwa 20 Jahren auf der Gegengeraden auch… ^^ Vielen Dank!

      Auf den Sitzplätzen war die Kälte sicherlich härter auszuhalten als auf den Stehplätzen – je weniger wärmende Menschen um einen herum sind, umso niedriger ist halt die Temperatur. Wenn dann auch noch ein gehobenes Alter dazu kommt, dann will ich im Einzelfall ruhig auch ein Auge zudrücken. Aber nicht in der Masse. Der Großteil ist mit Sicherheit abgehauen, weil er keinen Bock mehr hatte – angesichts der schier aussichtslosen Lage. Wer zum Erfolgsgucken ans Millerntor geht, der macht etwas falsch… Wer mit diesen SMS-Anzeigen am Millerntor kein Problem hat, auch.

      Schlimm finde ich die Aussage von Schulte, der wegen der Kritik an den Abgängern einen Respekt- und Toleranzmangel bei den FCSP-Fans ausgemacht hat: http://www.mopo.de/2010/20101221/sport/stpauli/mehr_respekt_und_toleranz.html
      Es ist respektlos, das Stadion zu verlassen, wenn die Mannschaft noch spielt-und dabei sogar alles gibt, wie am Samstag in der 2.Hälfte. Diese Abwanderungen durch Gesänge zu kritisieren ist keine fehlende Toleranz, sondern eine berechtigte, konstruktive Kritik – die anzunehmen eine Möglichkeit der Abwanderer ist. Nicht die VIPs müssen in Schutz genommen werden, sondern die Abwanderer haben eine klare Ansage verdient. Kritik ist keine Intoleranz!

      Und Stani – der wird schon das Beste aus der Situation und der Mannschaft machen. Man hat es im Verlauf der Saison doch gesehen – es ist möglich. Und das zählt.

  5. Wollte den Link gerade posten, aber http://www.imdb.de/title/tt0102447/

    😉

  6. Schultes Kommentar in der Mopo lässt eine rapid fortschreitende Kommerzialisierung a la FCB befürchten: http://www.youtube.com/watch?v=ErBT1zWG8mQ

    FC St. Pauli established since 2010!

    • Guter Vergleich. Nein, passend und alles andere als gut.

      Ich empfinde es als einen Tiefschlag durch einen ansonsten von mir hochgeschätzten Ur-St.Paulianer, die berechtigte Kritik an einem Verhalten einiger Besucher auf diese Weise zu diffamieren. Fehlt nur noch, daß ab der nächsten Saison in der Stadionordnung steht, daß VIP-Besucher nicht kritisiert werden dürfen…

      • Ich mach das ja ungern, aber ich musste dann auch mal bei der MoPo kommentieren. Schulte driftet da sehr unglücklich ab, macht mich auch nicht froh.

  7. Ich habs vorhin gelesen und mich richtig erschrocken als ich ihren Namen dort las. Das Mopo „Forum“ ist dermaßen unterirdisch, das lese ich höchstens mal zur Belustigung. Hansatroll Kogge ist an Diskussionen und Informationen ohnehin nicht interessiert, der will nur provozieren, da ist jede Antwort verschwendete Zeit ;).

    • Sie wissen doch, ich schrecke vor wenig zurück, nicht mal vor der MoPo.
      Der Kogge ist danach aber nichts mehr wesentlich Provozierendes eingefallen, außer dass bei seinem Verein ohnehin Hopfen und Malz verloren sei. Immerhin leidet er nicht komplett an Realitätsverlust 😉

      Nein, im Ernst, ich gehe davon aus, dass auch HS die „Nachwehen“ zu seinem Interview verfolgen könnte und der eine oder andere sachliche Kommentar schadet der Sache sicher nicht. So wenig ich ein Fan von vielem bin, was USP so treibt, so sollte man doch im Einzelfall differenzieren können.

      Und was die verschwendete Zeit angeht: ich gebe es, so hier unter uns, mal zu: manchmal macht es mir sogar ein bißchen Spaß, weil nichts einen Provokateur mehr auf die Palme bringt als ein Gegenüber, das sich nicht provozieren lässt. Manchmal.

      • Zaphod hat zu dem User „Kogge“ alles gesagt – don´t feed the trolls. Bei der MoPo lohnt das Schreiben zudem kaum, da die Einträge schneller weg sind, als man sich zum Verfassen die Zeit nimmt. Vom sonstigen Niveau einmal ganz zu schweigen.

        Dennoch verstehe ich das Jucken in den Fingerspitzen, überkommt mich auch ab und an. 😉

        Für Schulte hoffe ich auch, daß er seine Position nocheinmal überdenkt. Kritik an den B-Sitzern und anderen, die die Mannschaft nicht unterstützen, sondern auf diese Weise respektlos behandeln, ist in einer gesunden Fanstruktur nicht nur erlaubt, sondern vielmehr nötig. Sonst könnten wir ja auch tolerieren, wenn mit Auspfeifen begonnen würde…

        • Genau darum geht es. Respekt. Es beginnt mit dem früher gehen oder später kommen, geht über das Auspfeifen und irgendwann sind dann auch homophobe Anpöbeleien von Spielern salonfähig wie anderswo, quasi im Kartenpreis inbegriffen. Wehret den Anfängen.

          Ach, ich schreib dem Helmut morgen mal ein paar Zeilen, Winterpause rockt eh nicht 😉

          • Eine lebendige Fanszene kritisiert eben Fehlentwicklungen – und das sollte nicht angekreidet werden – insbesondere dann nicht, wenn respektloses Verhalten nicht einmal als solches erwähnt wird. Ein Schreiben an Schulte wird da vielleicht die Position eines doch sehr großen Teils der Fans deutlicher machen können – gute Idee.

            • Ich habs fertig und stelle es in Kürze online. Werde natürlich versuchen, es dem Adressaten auch direkt zukommen zu lassen, da ich annehme, dass er mein Blog nicht liest. 😉

              Kann aber natürlich immer nur für mich reden und ein paar mir nahestehende Bezugsgruppenmitglieder, viele sind eben die schweigende und schwer einzuschätzende Mehrheit, der teilweise so ein Verhalten auch schlichtweg egal sein mag.

            • Bin schon sehr gespannt. Noch habe ich nicht bei Ihnen nachgesehen, ob das Schreiben schon online ist, möchte dazu aber zumindest jetzt (noch) etwas sagen. Ob Sie dies (noch) als Anregung auffassen, das ist natürlich Ihre Sache. Und zwar, daß man durch Lektüre der Blogs, der Äußerungen der Kommentatoren sowie der deutlich wahrnehmbaren Mehrheit im Stadion (die Rufe kamen eben nicht allein von einer bestimmten Gruppe oder auch nur einer Tribüne, auch auf der Haupt wurde hier miteigestimmt, ähnliche Berichte habe ich auch von den anderen Tribünen gelesen) den Eindruck nicht nur gewinnen muß, sondern diesen dadurch belegen kann, daß die Mehrheit der Fans im Stadion das ähnlich sehen. Also eine Kritik an den Weggehern, nicht der Wortlaut irgendwelcher Rufe hierbei.

              Vielleicht wäre ein Zitieren diverser Meinungen von Bloggern und Kommentatoren ja hilfreich, um das Schreiben nicht nur als eine einzige Meinung dastehen zu lassen? Wie dem auch immer sei – auf die Antwort bin ich schon jetzt gespannt!

            • Gute Idee, ich muss da mal das eine oder andere zusammensuchen, Ihre Eindrücke habe ich ja hier und mittlerweile gibt es doch schon einige Kommentare, die mich nicht so alleine stehen lassen.

              Herrn Schulte habe ich das per Mail geschickt. Musste das machen, wäre sonst erstickt dran.


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