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Es ist schon seltsam und grenzt an ein Luxusproblem, welches man im Kampf gegen den Abstieg eigentlich nicht haben dürfte, aber am gestrigen Tag war es wirklich so – nämlich daß das Unentschieden gegen Vfl Wolfsburg mit dem hochkarätigen Kader inklusive Dzeko, Diego, Benaglio und Kollegen sich unter dem Strich wie eine Niederlage anfühlt. Punkt bleibt aber Punkt und jeden einzelnen davon können wir absolut gebrauchen, außerdem auch auf diese klasse Leistung aufbauen. Hinsichtlich der Stimmung auf den Rängen war ebenfalls eine eindeutige Steigerung wahrzunehmen, hier hat sich der positive Trend vom Spiel gegen Leverkusen fortgesetzt. Es war ein wunderschöner Sonntagnachmittag und wenn das Ergebnis gestimmt hätte, wäre er rundum gelungen gewesen.

Die sichtbaren Veränderungen hinsichtlich des Baufortschritts der neuen Haupttribüne beliefen sich diesmal vor allem auf die Außenwand der KiTa. Das Piratennest bekommt eine wundervolle Fassade, von der die Fans gleichermaßen profitieren beim Zugang zur Haupt und auch von dieser Seite aus zur Südtribüne. In nur einer Woche hat sich das Mosaik von der Größe her fast verdoppelt und ich bin gespannt, wann dieses endgültig fertiggestellt ist und wie es dann insgesamt aussehen wird. Auch bei ausreichendem Tageslicht sieht es dann sicherlich noch schöner aus. Vielleicht kommt hier später ja auch noch mal eine spezielle Beleuchtung.

Im Trennungsbereich zwischen der Haupttribüne und der Süd hat sich auch mal etwas getan, auch wenn die Gerüste nicht wirklich im derzeitigen Zustand als hübsch zu bezeichnen sind. Ob hier wohl ein Rundgang geschaffen wird, der die beiden Tribünen verbindet? Das könnte sehr gut aussehen, wenn es mal fertig ist. Dieser Teil bleibt derzeit jedenfalls nach wie vor eine Baustelle.

Dafür tut sich auf dieser aber auch etwas. Und so ein Schild ist schon mal ein kleiner Schritt dahingehend, daß das Betongrau des Zwischenbereiches ein wenig aufgelockert wird. Noch jedenfalls mag sich niemand hier auch nur für kurze Zeit aufhalten.

Weitaus länger mag man allerdings in dem ewig langen Gang unter den Sitzplätzen auch nicht sein. Nur die Notwendigkeit bringt einen dazu, hierherzukommen – dabei könnte man mit einer liebevolleren Dekoration sicherlich noch einiges bewirken. Wie schön im Vergleich dazu waren doch die Zustände auf der alten Haupttibüne. Schmerzlich vermißt war man als Besucher der neuen Haupt das Grün, die kuschligen Bänke, die bessere Sicht näher an der Mittellinie sowie die eingespielte Stimmung durch die altbekannten Sitznachbarn.

Dieses Bild der alten Haupt ist jedoch auch ein schöner Schmuck für die weitläufige Untertunnelung, zudem auch noch ein amüsanter Zeitvertreib. Jedenfalls verlockt das großformatige Fotoposter dazu, sich selber auf der alten Haupttibüne zu suchen – und fündig wurden so einige, wie man hier sehen kann. Auch ich habe mich dort wiederfinden können. Dieses Bild würde ich sehr gerne daheim hängen haben, auch wenn ich bei dem Format sicherlich Schwierigkeiten mit dem Aufhängen hätte…

Ebenfalls ein Hingucker ist das zweite Wandbild, ein Flutlicht-Dom-Luftbild vom Millerntor, welches zumindest von den äußeren Umständen sehr an den gestrigen Nachmittag erinnerte. Bislang hingen diese Bilder nur beim Heimspiel gegen Nürnberg, wo bekanntlich der bislang einzige Heimsieg eingefahren wurde. Mit dem Gefühl, daß dies doch ein gutes Omen sein müßte, ging ich dann hoch zu den Sitzplätzen.

Das meiner Meinung nach schönste Bild des Tages verdanke ich wieder einmal den Oldtras. Diese haben ihren Bereich um die Blumenkästen festlich geschmückt. Besonders schön finde ich dabei diese FCSP-Totenkopf-Weihnachtsbaumkugel. ^^

Als ob das Flutlicht-Heimspiel zu Domzeiten nicht schon Grund genug zu feiern wäre – es hatte ja auch noch ein dem Verein nicht ganz unbekannter Mensch Geburtstag… Alles Gute an dieser Stelle nachträglich an Corny Littmann. Ob nun Ehrenpräsident oder nicht, das ist letztlich nur ein Titel.

Während des Spiels gab es immer wieder einen kleinen Knall zu hören und ein leichter Konfettiregen rieselte dann von dem Separee herab. Hätte von mir aus durchaus noch intensiver gemacht werden können und dann auch beim Einlaufen der Mannschaft und nicht zu anderen Zeitpunkten – aber hier ging die Party wohl neben dem eh sehr aufregenden Spiel hoch her. Die Leistung der Mannschaft war jedenfalls auch etwas zum Feiern.

Es fing schon wunderbar an. Noch auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Station St. Pauli konnte man laute Rufe hören. Hier suchte jemand Karten, die er angeblich garantiert zum aufgedruckten Originalpreis weiterverkaufen wollte. Was ich erst mit einem müden und ungläubigen Mundwinkelzucken bedachte, verwandelte sich schnell in zustimmende Begeisterung, als ich sah, was genau da für eine Aktion ablief. Mit „Suche Karten“ und etlichen anderen Schildern ausgestatte Fans verteilten Flyer gegen Schwarzmarkthändler und sangen „er will doch nur 100 Euro“. Hier der Flyer: Vorderseite sowie Rückseite. Sehr, sehr geile Aktion!

Auch wenn die Ticketpreise, die man im Vorbeilaufen bei den unsäglichen Schwarzmarkthändlern mitbekommt, mittlerweile durchaus höher als die genannte Summe liegen – an Aktualität solcher Aktionen hat dies nicht verloren.

Da ist das Spruchband auf der Süd schon deutlich näher am aktuellen Tagesgeschehen dran. Und der indirekt angestellte Vergleich stimmt: Schwarzmarkthändler sind ähnlich überflüssig und unangenehm wie Atommüll. Man sollte beides vermeiden, indem man das Problem von Grund auf löst.

Auch auf der Gegengeraden war ein Spruchband zu sehen, welches sich als Aufforderung zum gleichen Thema äußerte. Allerdings frage ich mich, ob dies nicht in die falsche Richtung geht. Denn so sehr ich auch den Verkauf von Tickets zu überteuerten Preisen auf dem Schwarzmarkt ablehne – geschadet wird hier schließlich der Fan, der sein Team unterstützen will – so sehe ich dennoch bei ausverkauftem Haus die Nachfrage nach Tickets auch zu überhöhten Preisen als nachvollziehbar an. Jeder andere Weg wäre besser, aber die Nachfrage austrocknen wird man durch das Ansprechen insbesondere derjenigen im Stadion, die eh ein Ticket haben, kaum. Besser wäre, wenn die Möglichkeiten ausgebaut würden, damit niemand mehr bei Schwarzmarkthändlern kaufen müßte – oder zumindest erheblich weniger. Für die, die ihr hart verdientes Geld für ein Spiel ihrer geliebten Mannschaft ausgeben, habe ich jedenfalls Verständnis – für die selbstsüchtigen, geldgierigen Schwarzmarkthändler, die die Liebe anderer Fans zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen, hingegen gar keines.

Vielleicht wäre ja ein kleiner Erfolg dadurch zu erzielen, daß direkt am Aufgang der U-Bahn in Zukunft bei jedem Heimspiel ein organisierter Fan steht, der einen fairen Ankauf nebst Weiterverkauf jeweils zum Originalpreis garantiert. Die paar Karten, die so den Besitzer wechseln, würden dann fangerecht ans Ziel kommen. Manche sind ja offensichtlich zu faul, den Weg bis zum AFM-Büro zur Abgabe der Karten anzutreten. Unsinnigerweise. Aber wenn dem so ist, und das läßt das Kartengesuche der Schwarzmarkthändler an diesem Ort und auch anderswo vermuten, dann wäre vielleicht wie gestern einiges erreicht, wenn genau dort auch den etwaigen Kartenabgebern entgegengekommen würde. Wäre natürlich auch eine entsprechende aufwendig ehrenamtliche Arbeit, für die sich jemand finden müßte.

Wirklich eine geile Aktion, wie gestern allgemein der organisierte Teil der Fanszene, namentlich die USP, positiv auffiel. Was vielleicht nach den ganzen Geschreibsel in den Medien in letzter Zeit gesagt werden sollte.

Zu hören war die Südtribüne allerdings nur ab und an, was aber an der allgemein erstklassigen Stimmung im Stadion war. Das Millerntor hat gestern einfach nur gekocht. In meinem Bereich, also Haupt H1-3, waren jedenfalls die Gäste vergleichsweise selten zu hören, wohingegen die Unterstützung von den Alteingesessenen deutlich lauter war.

Zum unsäglichen USP-Bashing im Abendblatt äußerte sich die USP auch und zwar beim Einlaufen der Mannschaft. Außerdem gab es ein wunderschönes Geleuchte von der Südtribüne. Sah weitaus schöner und beeindruckender aus als dieses Bild es vermitteln kann. Im Gegensatz zu Pyro einfach nur schön.

Flutlicht, Dom, Hells Bells, die Boys in Brown – heute allerdings in Weiß – laufen auf… Was will man bei einem Punktspiel mehr? Die Stimmung war die pure Gänsehaut. Und auch mich riß es stärker vom Sitz, als ich vor dem Spiel angesichts meines kurzfristig angeschlagenen Zustandes gedacht hätte. So ein Spiel setzt einfach ungeahnte Kräfte frei. ^^

Die schönste Gäste-Choreo, die ich seit langem gesehen habe, kam gestern von den Wölfe-Fans. Ein grün-weiß schimmerndes Konfetti schwebte ganz langsam die Nordkurve entlang und war einfach nur wunderschön anzusehen. Ich wüßte nur zu gerne, was genau das für ein Zeug war und wo man derartiges herbekommen kann. Sollte jemand eine Ahnung haben oder die Wolfsburger Fans kennen, die damit zu tun hatten und dort nachfragen könnte – über eine Aufklärung würde ich mich wirklich sehr freuen!

Statt Klopapierrollen wurden zudem grüne Bänder geworfen, die sich ebenfalls sehr hübsch über den Gästeblock erstreckten. Dazu kamen ein Haufen lustiger Pappfiguren, welche heranzuschaffen über diese Strecke sicherlich auch logistisch nicht gerade einfach war. Mein Kompliment an die Gästefans für diese sehenswerte Choreo. Die auch mal ohne jegliche Pyro auskam.

Wie langsam sich das Konfetti bewegte und die ganze Nord letztlich einhüllte, das kann man auf diesen Bild gut erkennen. Natürlich haben die Windverhältnisse ihren Teil dazu beigetragen, bei starken Winden hätte dies sicherlich anders ausgesehen.

Aber auch ohne dieses Konfetti sahen die Herzfahnen auf der Nord wieder schön aus. Und auch die Stimmung von dort war lautstark. Der Wechselgesang zwischen Süd und Nord war weitaus lauter und deutlicher zu hören als bei jedem Heimspiel in dieser Saison bislang. Was vielleicht aber auch daran lag, daß gerade in der ersten Halbzeit der Gästeblock wie die Wolfsburger Mannschaft vom FC St. Pauli beeindruckt eher ruhiger war. In Kombination mit der höheren Lautstärke eine deutlich besser wahrnehmbare gute Stimmung.

Während die Gäste sich in der ersten Hälfte auch noch angenehm mit irgendwelchen Beschimpfungen wie dem üblichen S-C-H-Gerufe zurückhielten, verwandelten sie sich leider mit der Führung dann doch noch in einen Block, der die entsprechenden Rufe anstimmte.

Amüsant war dann auch noch der Versuch, den Wechselgesang im Stadion durch irgendein Hineingerufe zu stören. Selbst im Bereich um meinen Sitzplatz in H3 war das aber nur als existent zu vernehmen, leise im Hintergrund wie ein rauschendes Echo – im übrigen Millerntor wird es vermutlich noch nicht einmal angekommen sein.

Nachdem Richy das letztmalige Ordnerproblem mit Sven Brux klären konnte, stand seinem Aufpeitschen und dem Auffordern zum Haupttribünenwechsekgerufe wie auf der alten Haupt nichts mehr im Wege. Von dieser Position aus kann man ihn auch viel besser sehen. Und nicht nur auf der Haupt, wie man im Forum lesen konnte.

Allgemein wird die Stimmung in den Blöcken rund um die Blumenkästen immer besser. Vielleicht kommen die Leute auch so langsam auf ihren Plätzen an und haben erkannt, daß zusammen wirklich mehr an Support geht. Manche brauchen auch einfach nur die Aufforderung durch Dritte, um kräftig mitzumachen. Andere schreien nach wie vor lautstark ihre Unerstützung heraus – aber in einer solchen Menge geht das schnell unter, wenn es nicht mit anderen angestimmt wird. Hier war die Aufforderung der Süd auch sehr hilfreich. Besonders aber wieder der Einsatz von Richy. Danke hierfür mal an dieser Stelle.

Für 80 Jahre Mitgliedschaft beim FCSP verdient man wirklich Anerkennung. Und nicht jede Ehrung muß auf der Hauptversammlung beschlossen werden… Zu diesem Spruch möchte ich mal auf ein passendes Interview verweisen: http://www.fcstpauli.com/magazin/artikel.php?artikel=5743&type=2&menuid=57&topmenu=112.

Das Spiel selber war das beste, was ich in dieser Saison von unserer Mannschaft gesehen habe. Die Idee von Stani, fortan durch permanentes Pressing den Gegner unter Druck zu setzen und durch die so logischen Balleroberungen stärker nach vorne spielen zu können hat sich mal wieder als genau die richtige erwiesen. Die Wölfe wußten gar nicht, wie ihnen geschah, schon war der Ball wieder bei einem in Auswärts-Weiß gekleideten St. Paulianer. Leider vermißte man noch die außerdem von Stani geforderte Konsequenz im Torabschluß. Ab und an wurde noch zu oft auf den Nebenmann versucht abzulegen als einfach einmal abzuziehen. Und die meisten Freistöße verpufften durch einen unsauberen, zu hoch angesetzten Schuß. Auch die hohen Flanken, die viel zu langsam geschossen waren, konnten vom Gegner nahezu ingesamt abgefangen werden. Hier wäre ein entsprechendes Schußtraining sicherlich auch noch auf Stanis Agenda – es gibt eben immer noch etwas zu verbessern. Auch in der Effektivität. In etwa 20 zu 3 Torchancen und dann nur ein 1-1, das spricht schon eine deutliche Sprache. Aber die Leistung hat mal wieder zu begeistern gewußt.

Über diese Liebeserklärung an die Oldtras haben die Betroffenen sich sicherlich sehr gefreut. Auch ein Weg, den anderen Fans positiv etwas zu zeigen. Man kann nur hoffen, daß sich die intensiv anfeuernden Fans weiter so toll einsetzen. Sie reißen immer mehr mit und das dient nicht nur der Stimmung, sondern eben auch der Mannschaft.

Auch als dann der Abpfiff kam, wurde kräftig weitergefeiert. Insbesondere die Mannschaft für ihren Einsatz gebührend bedacht. Nicht nur das Tor von Thorandt löste Jubel aus, dieser war vielmehr während des ganzen Spiels und auch danach deutlich zu vernehmen. Am Ende hätte natürlich gerne mehr herausspringen können und irgendwie hatten alle bis zuletzt darauf gehofft, daß es doch noch zu einem gerechten Dreier kommen würde. Aber so war es dann wenigstens ein Ende der Niederlagenserie. Nun können wir eine neue Serie starten und Punkte sammeln gehen! „Auswärtssieg“ wurde dann auch lautstark der Mannschaft als Bitte mit auf den Weg gegeben.

Nach Feiern war den Gästen trotz des Punktgewinns, anders kann man es nicht nennen, nicht wirklich zumute, wie man an diesem schnell geleerten Block erkennen kann. Dafür blieben die Pappfiguren noch zurück und das sah ja auch nicht schlecht aus. Also die versammelten Wolfsburger Pappkameraden nochmal auf einer Reihe.

Solche Gäste haben wir gerne am Millerntor. Kommt bitte ja im nächsten Jahr wieder. 😉

So ging dann ein sehr schöner Nachmittag bzw. Abend zuende. Und das zwangsweise ohne einen einzigen Tropfen Astra. Blöde Antibiotika. Leider habe ich es nicht mehr zu Domschänke oder über den Dom geschafft, dazu hat die Kraft dann doch nicht mehr gereicht. Beim nächsten mal aber wieder sicher. Bis dann!

6 Comments

  1. Es ist ungefähr das eingetreten, was ich befürchtete. Wir hatten die Chancen, die anderen hatten Dzeko. Aber wenn sie diese Leistung weiter bringen, dann wird auch irgendwann etwas zählbares dabei herausspringen, 1.Liga ist halt kein Kinderspielplatz. Auswärtssieg! Forza St.Pauli!

    • Also den Nimbus des Glücksbringers haben Sie nicht eingebüßt, insofern haben sich einige Befürchtungen vorab ja glücklicherweise in Luft auflösen können. 😉

      Die Stärke des Wolfsburger Spiels und Angriffs stehen nach wie vor außer Frage. 8 Tore mehr als wir in 12, jetzt 13 Spielen geschossen zu haben – das sind in etwa zwei Treffer mehr in drei Spielen. Glücklicherweise gestern zumindest das nicht. Das wäre aber auch extrem wider den Spielverlauf gewesen – was ja nichts zu heißen hat.

      Die Mannschaft hat nach wie vor Verbesserungsbedarf – oder, positiver ausgedrückt, Potential, das es noch auszuschöpfen gilt. Ich glaube übrigens an einen Auswärtssieg in Bremen. Auch ohne gefrorenen Boden… 😉

  2. Ach ja, und Glückwunsch zum Durchhaltevermögen. Mit Antibiotika und ohne Bier, das trübt doch etwas den Spaßfaktor, Respekt!

    • War weniger störend als befürchtet gestern, da die Stimmung so genial war. Im Gegensatz zu dem Geschreibsel in der FTD – von wegen, von der Haupt kam nichts.

  3. Gerade den Artikel gelesen in der FTD. Da steht natürlich ne Menge Blödsinn, aber manchmal kratzt er auch ein wenig an der Wahrheit. Wenn man sieht was bei USP abgeht, dann kommt man sich bei Bier und Joint auf der Gegengerade tatsächlich ziemlich alt vor.
    Naja, ich bin alt. Und mit mir viele andere in meiner Umgebung, was uns nicht daran hindert laut zu sein. Nur die Hüpferei, das machen die Knie halt nicht mehr mit. Trotzdem gehts immer noch besser, manchmal hat mir bei der Stimmung gegen Ende die letzte Konsequenz gefehlt, ähnlich wie den Jungs vor dem Tor.
    Der Artikel ist natürlich tendenziös geschrieben, dass die Haupttribüne dieses mal deutlich hörbar war hätte als Schlusssatz nicht gepasst, also verbiegt man die Wahrheit etwas. So dermaßen viele FTD Leser wirds bei uns nicht geben, also merkts kaum jemand.

    • Der Artikel http://www.ftd.de/sport/:st-pauli-fans-gereizte-stimmung-im-freudenhaus/50197411.html ist einfach nur grauenhaft. Bei momorulez habe ich ja schon einiges aufgezählt, was nicht stimmt (und zitiere mich hier mal selber): „weder war die HT leise bzw. kam nichts von ihr (kann ich von der anderen Seite her bestätigen, daß dieser Teil H1,2,3 so laut war, daß die Gäste direkt nebenan kaum zu hören waren), noch sitzen auf der HT nur B-Sitzer, auch gibt es nicht teure Sitzplätze in den oberen (und daraus folgend billigere unten – alle Plätze in einem Block haben den gleichen Preis) und so weiter.“

      Die Diskussion um die Stimmung am Millerntor halte ich für wenig hilfreich, jedenfalls so, wie sie derzeit geführt wird. Es gibt die unterschiedlichsten Fangruppierungen und auch Bereiche, wo diese sich aufhalten. Mit einer Kritik an den jeweiligen Eigenarten aus Sicht von Außen wird man die Stimmung kaum verbessern können. Eher wäre ein mehr an Miteinander sinnvoll. So sehe ich die wieder verstärkt auftauchenden Wechselrufe als sehr zündend für ein gegenseitiges Anstacheln an – ein derartig positives Miteinander ist doch weitaus besser als das Herunterschreiben – gar noch in Tageszeitungen gerichtet an eine große Öffentlichkeit, die die genauen Zustände im Stadion nicht kennen und insbesondere auch nicht die Sicht der anderen Seite. Anstatt uns selber zu entzweien sollten wir besser so weitermachen, wie in den letzten beiden Heimspielen.


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  1. […] Gang, der mich zu meinem auch weiterhin gewöhnungsbedürftigen Platz auf der Haupttribüne leitet. Kleiner Tod hat die so seltsamen Gemächer hervorragend dokumentiert. Und eigentlich bietet sich der Gang als Galerie an für besonders urbane Kunst und nicht nur für […]

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  3. […] KleinerTod konnte ich dankenswerterweise einen sehr umfassenden Bericht vom Spiel und dem Drumherum finden, […]

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