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Am Sonntag ist es also mal wieder soweit: die Auswärtstour der Kiezkicker in der 1. Bundesligasaison 2010/2011 geht weiter. Und der Gegner lautet diesmal der VfB Stuttgart. Viel liest und hört man derzeit ja von Stuttgart, doch anstelle der Buchstabenkombination VfB steht vielmehr die Zahlenkombi 21 im Brennpunkt des Interesses. Ein Aufbäumen vor Ort im Schwabenlande, welches durch das ganze restliche Deutschland zu gehen scheint. Nur beim VfB scheint dieser Widerstand noch nicht angekommen zu sein, dümpelt der von der Veranlagung seiner Einzelspieler doch bärenstarke Verein im tiefsten Tabellenkeller vor sich her und weiß sich bis dato einfach noch nicht wirklich zu befreien.

Der Tabellenachzehnte gegen den Tabellensechsten beim neunten Spieltag. Wer sich diese Konstellation vor Beginn der Saison und den beiden beteiligten Vereinen angesehen hätte, der hätte mit Sicherheit nicht auf die Verteilung der Positionen getippt, die wir derzeit tatsächlich haben. Während unser FCSP scheinbar ganz oben dabei ist, wird der VfB die rote Laterne einfach nicht mehr los, selbst gegen den Vorletzten der Liga wurde kein Sieg eingefahren. Aber dieser hieß am 8. Spieltag eben Schalke 04 und gehört von der Klasse ebensowenig nach da unten wie der VfB. Beide Mannschaften werden mit Sicherheit aus diesem Loch bald heraus kommen – doch von mir aus kann dies bei Stuttgart gerne noch einen Spieltag länger dauern.

Anderseits geht es den Schwaben erfolgsmäßig derzeit nun wirklich nicht so schlecht, wie der Blick auf die Tabelle anzudeuten scheint – denn der Tabellenletzte der Bundesliga ist gleichzeitig der ungeschlagene Tabellenführer der eigenen Euroleague-Gruppe. Ob es nun gerade diese Doppelbelastung ist, die die Stuttgarter aus den Tritt gebracht haben, vermag man bei einer derart starken Truppe allerdings nicht zu glauben. Hier dürften andere Probleme, die eher hausgemacht sein dürften, vorliegen. Anders kann man sich das auch kaum erklären, wieso diese Mannschaft da unten und nicht viel weiter oben steht. Das Torverhältnis weißt sie auch viel besser aus als ihr Punktestand, was allerdings sicher auch an dem einen herausragenden Ergebnis, dem 7:0 Sieg gegen Gladbach, liegt. Der Wechsel des Trainers, der gerade erfolgt ist, ist immer so ein Versuch, irgendwie das Steuer herumzureißen, wobei kurzfristige Erfolge dann dem neuen Trainer gerne zugeschrieben werden, dessen Handschrift aber erst nach einiger Zeit zu sehen sein dürfte. Da aber Fußball auch immer Kopfsache ist, könnte es natürlich sein, daß jetzt bei den Stuttgartern eine Blockade fällt. Statt auf 21 sich wieder auf den VfB zu konzentrieren dürfte dabei kaum die ausgegebene Marschroute lauten. Egal, es ist ein harter Brocken, der da auf uns wartet. Wir müssen ja dort hin.

Besonders gut liest sich die bisherige Bilanz gegen den VfB ja nicht. Von bisher 14 Aufeinandertreffen konnten wir nur zwei gewinnen und diese jeweils ausschließlich daheim. Von den verbleibenden 4 Nicht-Niederlagen, also Unentschieden, haben wir auch drei zuhause und nur eine auswärts im Ländle geholt. Das Torverhältnis von 12:25 – bzw. geteilt durch 14 von etwa 1:2 spricht auch nicht für uns. Ein 2:1 Heimsieg der Schwaben würde zudem auch zu Stuttgart 21 passen… Der „Marktwert“-Vergleich fällt noch deutlicher aus, demnach steht es mindestens 3:1 für den Vfb (bei etwa 100 ME zu 30 ME). Der Formvergleich bringt hingegen eine etwas überraschende Erkenntnis: von den letzten 10 Begegnungen haben beide Vereine jeweils vier gewonnen, ein Unentschieden erzielt und fünf verloren. Das Abschneiden am letzten Spieltag in der 2. Liga nach dem sicheren Aufstieg sowie die DFB-Pokal-Niederlage ist dabei ebenso eingeflossen wie die Europa-League-Erfolge der Schwaben. Auch von einem Formvorteil kann man also bei den beiden Teams nicht sprechen. Quelle für alles ist übrigens die Vereinsvergleichs-Statisken-Seite unter http://transfermarkt.de/de/basics/vergleich/suche.html, bei der man allerdings noch die beiden Mannschaften vorher eingeben muß.

Was aber für unseren FCSP spricht, daß ist die Tatsache, daß es für uns nicht zwingend in Stuttgart um Punkte geht. Die können, müssen wir aber auswärts gegen diesen Gegner nicht holen. Der VfB hingegen muß dringend gegen einen Aufsteiger gewinnen, um sich nicht nachsagen zu lassen, daß die rote Laterne derzeit zu Recht in Stuttgart weilt. Hieraus könnte sich ein gewisser Druck entwickeln, den wir für uns nützen könnten – würde es nicht gegen so gestandene Spieler, die in ihren Nationalmannschaften zumeist auch keine Unbekannten sind, wie gegen Tasci, Cacau, Boulahrouz, Pogrebnyak, Träsch oder Harnik gehen. Und ich habe hier wahrlich noch nicht alle Erwähnenswerten beim Namen genannt. Aber wir haben ja schließlich auch einige Helden zu bieten – und hier müßte ich jetzt ALLE Namen von unserer Mannschaft nennen. ^^

Vielleicht holen wir ja den einen Punkt, auf den ich so hoffe. Das wäre wirklich klasse. Noch besser wären natürlich drei, doch ein solcher Erfolg wäre wahrlich ein überragender. Möglich ist wie an jedem Spieltag für uns ja alles. Ich bin zuversichtlich, daß wir keine Klatsche erhalten wie die Gladbacher, sondern daß wir wieder gut mitspielen und vielleicht etwas holen. Die 21 kann man ja auch anders lesen: 2+1=3, also 3 Punkte. Warum denn nicht?

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