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So kurz vor dem Start der Fußball-Saison 2010/2011 der 1. Bundesliga sprießen die Prognosen wie Pilze aus dem Boden. Hervorzuheben ist dabei die von Google herausgegebene Vorhersage – http://abgefahrn.blogger.de/stories/1681848/ – die sich anhand der Abfragehäufigkeiten auf der eigenen Suchmaschine orientiert und in der Vergangenheit schon des öfteren richtig lag. Wenn diese Prognose zutreffen würde, hätten wir zwar in der Folgesaison nur noch einen Hamburger Fußballclub in der ersten Liga, doch wir wären noch dabei… 😉

Natürlich glaubt kaum einer, daß der HSV absteigen würde, dieses wird sehr häufig und insbesondere nach dem Pokalaus unserer Mannschaft „zugetraut“. Häufigstes Argument ist dabei der angeblich unzureichende Kader, wie man insbesondere im Prognosenthread auf der transfermarkt-Seite http://www.transfermarkt.de/de/bundesliga-prognose-20102011/topic/ansicht_6_691918_seite1.html nachlesen kann.

Ob es gar so schlimm kommen mag, wie auf anderen Seiten vorhergesagt, wird aber nun wirklich niemand mit Sachverstad ernstlich annehmen können – ganze 12 Punkte und ein negatives -65 Torverhältnis traut uns denn beispielsweise http://www.bundesliga-prognose.de/index.php?spieltag=34 zu.

Zumindest von den Wettquoten her sieht es nach wie vor noch nicht ganz so düster für uns aus – aktuell sind wir zwar auf einen möglichen Abstiegsplatz gerutscht, aber eben nur als Drittletzter geführt, was ja ein Relegationsspiel bedeuten würde – http://sportwetten-magazin.com/wettnews/bundesliga-vorschau-gruppe-der-absteiger

Doch diese ganzen Prognosen sind wie eh und je nach dem gleichen Muster gestrickt – wer aufgestiegen ist und wer letzte Saison Probleme hatte, der gilt als potentieller Abstiegskandidat – und dann kommt es jede Saison doch wieder irgendwie anders. Da wirkt die Google-Prognose doch gleich viel sympathischer und tiefgründiger, einfach weil ein anderer Ansatz gewählt wurde, der aus sich heraus so nachvollziehbar wie fußballerisch ohne jeden Wert ist. Aber letzteres sind die anderen Vorhersagen ja meist auch, rückblickend betrachtet. Sonst hätten wir ja auch wohl seit Jahrzehnten ausschließlich den FC Bayern als Meister gehabt. Prognosen stimmen also wahrlich nicht immer.

Ich persönlich schätze unsere Chancen weniger als positiv ein, mir ist das eigentliche Abschneiden am Ende der Saison vielmehr nahezu egal. Okay, natürlich bin ich für den Klassenerhalt, aber der ist einfach nicht Pflicht. Ich will die Mannschaft kämpfen und über sich hinauswachsen sehen, insbesondere daheim mit dem Millerntor Roar im Rücken. Aber eben auch gerne wieder auswärts, das braucht ja wahrlich nicht nur letzte Saison so gewesen zu sein. Was kommt, das wird eben kommen.

Man darf nicht vergessen, daß das mittelfristige Ziel unseres Vereins ist, zu den Top 25 der Fußballvereine in Deutschland zu gehören – also nicht die Erstklassigkeit als solches. Wie der FCSP am Ende der Saison und darüberhinaus dasteht, das ist also viel wichtiger als irgendwelche kurzfristigen Erfolge. Lesenswert dazu: http://www.abendblatt.de/sport/fussball/st-pauli/article1603486/Neue-Liga-altes-Motto-Schulte-fest-ueberzeugt-vom-Klassenerhalt.html – was den Klassenerhalt natürlich nicht ausschließt.

Meine persönliche Prognose lautet: wenn wir die Logen und Business-Plätze restlos loswerden sollten, dann haben wir 17 Heimspiele ein ausverkauftes Haus. Mehr geht nicht. Oder doch?

Übermorgen geht es los…

4 Comments

  1. Ich bin da nicht ganz so gelassen wie Sie. Gerne, sehr gerne sähe ich unseren FCSP langfristig in Liga 1 festgesetzt. Hoffenheim hat’s vorgemacht. Gut, wir haben keinen SAP-Mäzen im Rücken, aber immerhin unser Millerntor. Diese Leidenschaft, diese Liebe wird wahre Wunder bewirken, glauben Sie’s mir. Und ich lehne mich noch eine Ecke weiter aus dem Fenster: Einstellig wird’s. Geht nicht? Warten Sie es ab und lassen sich überraschen.

    Warum ich so optimistisch bin? Den Fehler der letzten Aufstiegssaison, den Kader völlig neu zu gestalten, haben wir in diesem Jahr vermieden. Die Verstärkungen sind punktuell, aber IMHO effektiv. Das Gesicht der Aufstiegsmannschaft ist noch zu erkennen — und das ist gut.

    Aber in einem sind wir d’accord: „Ich will die Mannschaft kämpfen und über sich hinauswachsen sehen“. Das werden wir. Und darauf bin ich freudig gespannt.

    • Wir stimmen durchaus auch noch in einem anderen Punkt überein – auch ich würde unseren FCSP gerne auf Dauer in der 1. Bundesliga sehen.

      Allerdings würde ich unsere Chancen hierauf nicht nur wegen der Sympathienähe weitaus mehr mit Freiburg oder Mainz als mit Hoffenheim verglichen sehen. Sich zu etablieren ist halt leichter mit einem Team von hochwertigen Profis, sofern diese von einem guten Trainer auf Spur gebracht wurden – Hoffenheim hat dies vorgemacht. Unsere Boys in brown sind zwar auf ihre Weise unvergleichbar klasse, doch wir brauchen wohl nicht so anmaßend zu werden, als daß wir auch nur über einen annähernd gleichen Marktwert zu sprechen bräuchten. Wir müssen aus der Breite und dem Potential der Mannschaft und des Umfelds heraus kommen – und dazu gehört eben auch, daß nicht der erste Anlauf zu klappen braucht, sondern daß wir uns erst nach und nach als Fahrstuhlmannschaft an die mittelfristige Erstklassigkeit herantasten müssen.

      Die 1. ist mit der 2. Liga nicht zu vergleichen. Was wir nach dem Sprung aus der Versenkung geschafft haben, das wird hier nicht so leicht möglich werden. Zu viele über Jahre etablierte Teams mit Erfahrung und hochklassigen Spielern stehen einem einstelligen Tabellenplatz mit hoher Wahrscheinlichkeit im Wege. Möglich ist zwar nahezu alles, doch eben nicht wirklich wahrscheinlich.

      Die Art und Weise der Kaderzusammenstellung gefällt mir ebenfalls ausgezeichnet. Die Mannschaft hat sich die erste Liga verdient – und gerade zwischen dem unteren Drittel der 1. Bundesliga und der oberen Hälfte der zweiten Liga ist der Unterschied nicht zu groß, als daß wir da nicht unsere Chancen hätten.

      Es muß aber nichts, es kann nur alles werden diese Saison. Wir haben nichts zu verlieren, jedenfalls nicht auf dem Platz, sondern allein zu gewinnen. Und darauf bin ich ebenfalls freudig gespannt.

  2. Ja, nein, ich mein … jein, es muss nicht. Die Liebe zum Verein würde nicht enden, wenn der FCSP ’ne Etage tiefer spielen würde. Aber ich glaube an diese Mannschaft, ich glaube an Holger als IMHO sehr guten Trainer , den bestimmt auch andere Vereine gerne hätten. (Mit Trulla als Co, der irgendwie und völlig zu Unrecht gerne vergessen wird.) Und ich glaube, dass das Umfeld, also auch wir Anhänger, durchaus stimulierend wirken. Auch wenn’s kein Beinbruch wäre, die Saison auf einem Abstiegsplatz zu beenden: Schöner wär’s, wenn die Fahrstuhltage vorerst ein Ende hätten. Die Chance ist greifbar nah, auch die auf einen einstelligen Tabellenplatz. Zumal uns die Konkurrenz und die Journaille genau das nicht zutraut. Der Underdog Sankt Pauli kann seine Chance, die er nach der öffentlichen Wahrnehmung nicht hat, nutzen.

    • Insofern kann ich Ihnen absolut zustimmen: an diese Mannschaft kann man glauben. Ich tue es jedenfalls auch. Das ist einfach ein tolles Team, von den Spielern über den Trainerstab bis hin zum Rest – den Sportchef will ich an dieser Stelle ebenfalls nicht außer Acht lassen.

      Möglich wäre damit wirklich der Klassenerhalt – aber aus dieser Möglichkeit will ich hier niemanden eine Verpflichtung stricken. Es darf halt sein – wäre wunderbar. Warum auch nicht?

      Aber enttäuschen kann mich diese Saison kein Tabellenplatz – nur andere Dinge. In diesem Sinne – auf eine schöne Saison!


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