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Das letzte Testspiel des magischen FC St. Pauli vor dem Beginn der Saison 2010 / 2011 in der 1. Bundesliga verlief recht positiv – was nicht allein am klaren Ergebnis von 3:0 gegen den spanischen Erstligisten lag. Die Mannschaft zeigte sich im Vergleich zum Vorbereitungskick gegen Leverkusen gereift und machte wieder eine gute Figur, wobei sich gerade die Spieler auszeichnen konnten, die vor zwei Wochen noch recht schlecht oder gar nicht spielten. Leider haben wir mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Florian Bruns auch einen sehr negativen Aspekt zu berücksichtigen, so daß die Freude über das insgesamt gute Spiel doch arg gemildert wurde. In jedem Fall war es sehr schön, mal wieder ans Millerntor zu gehen und die Spieler erleben zu können – vor allem, da es das letzte mal bis zum 1. Heimspiel am zweiten Spieltag war. Aus diesem Grunde habe ich nachfolgend auch viele Bilder zum Nacherleben hochgeladen.

Nachdem ich für das Testspiel gegen Leverkusen noch auf Photographien einer anderen Person angewiesen war (die ich aber dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt bekam), habe ich diesmal meine Kamera mit ans Millerntor genommen und etliche Eindrücke mitgenommen. Bei der Qualität kann ich natürlich nicht mit der Spiegelreflex meiner Gastphotographin konkurrieren, aber es sind gleichwohl schöne Bilder herausgekommen. Wie hier von Naki beim Warmmachen, der offensichtlich viel Freude daran hatte, daß er zum Kader gehörte.

Die Stimmung insgesamt war wie gewohnt sehr gut. In der Vorbereitung ist die Mannschaft augenscheinlich wieder einmal noch weiter zusammengewachsen.

Die gute Moral in Kombination mit der qualitativen Breite des Kaders, bei dem jede Position mindestens doppelt nahezu gleichgut besetzt ist – da alles gibt ein gutes Gefühl für die bevorstehende Spielzeit.

Im Tor konnte in der ersten Halbzeit Kessler zeigen, was er drauf hat. Und in der zweiten wechselte Hain in den Kasten, der diese Position gewohnt sicher ausfüllte. Ein sehr passendes Bild dazu vom Warmmachen.

Die Gäste wurden wie üblich sehr freundlich willkommen geheißen und verhielten sich auch in jeder Hinsicht tadellos. Die spätere Verletzung von Bruns war ja eher ein Unfall und hatte nichts mit irgendwelcher Brutalität zu tun.

Das Millerntor war mit 6660 Besuchern (was für eine amüsante Zahl ^^) nicht gerade gut besucht, auch für ein Testspiel war das eher ungewöhnlich wenig Zuschauerresonanz – aber das lag wohl eher an der Ferienzeit als an anderen Dingen. In meinen persönlichen Umfeld allein kenne ich etliche Fans, die nur zu gerne gekommen wären. Wenn die Saison losgeht, dann wird es aber eh keine wichtigeren Termine mehr geben können… 😉

Die Stimmung war aber auch so wie immer gut. Da nur Gegengerade und Süd besetzt waren, beschränkten sich die Wechselgesänge natürlich auch nur auf diese beiden Tribühnen. Laune machte es aber in jedem Fall.

Als dann endlich das Spiel losging, war das Publikum wie immer voll dabei. Testspiel hin oder her, hier spielte immerhin der FC St. Pauli und das daheim. Was jetzt bitte nicht verbissen zu interpretieren sein sollte – wer das glaubt, der war noch nie am Millerntor.

Auch den Spielern tat es offensichtlich gut, die neue Haupt zu spüren und damit nicht mehr das Loch im Stadion erleben zu müssen. Auf die geschlossene Unterstützung – in Bezug auf die Haupt – freue ich mich schon. Doch das wird noch bis zum 2. Spieltag dauern…

Stani konnte mit dem Spiel insgesamt recht zufrieden sein, auch wenn noch lange nicht alles rund lief. Im Interview danach kritisierte er vor allem die Häufigkeit der Rückspiele sowie die fehlende Schnelligkeit im Kurzpaßspiel mit Zug nach vorn. Was in meinen Augen auch noch kritikwürdig war, das war das Zweikampfverhalten im Hinblick auf die in der 1. Bundesliga und auch international sehr verbreiteten Fallsucht der Gegenspieler. Racing Santander zeigte ein ums andere mal, daß der Schiri schnell auf Freistoß entscheidet, wenn man nur den Ball hat, selber den Kontakt zum Gegenspieler mit dem Rücken sucht und sich dann hinwirft. Hier wird noch einiges an Erfahrungsarbeit zu bewältigen sein, damit die Schiedsrichter nicht so oft ohne Grund auf Freistoß entscheiden werden.

Aber auch so hatten unsere Boys In Brown, die im Auswärts-Weiß antraten, den Gegner im Griff. Die meisten und vor allem härteren Fouls kamen von den Spaniern, die entsprechend auch die eine oder andere Karte bekamen. Auf unserer Seite wurde nur eine Gelbe vergeben (wenn ich mich richtig erinnere), gegen Boll, die aber dann auch wirklich berechtigt (ein völlig unnötiges Einsteigen an der Mittellinie, weniger brutal als arg ungeschickt). Zweikämpfe müssen eben ohne Fouls gewonnen werden – hier wirkten wir schon sehr weit.

Naki präsentierte sich wie schon in der letzten Saison als gewohnt starker Spieler. Ich hoffe, daß wir ihn noch sehr oft sehen werden bei der starken Konkurrenz intern.

Eigentlich spielte vor allem der FC St. Pauli. Racing Santander sah jedenfalls kaum einen Stich und das 3:0 ging in jeder Hinsicht in Ordnung.

In der ersten Halbzeit ließ Stani übigens Thomas Kessler, Carsten Rothenbach, Carlos Zambrano, Markus Thorandt, Bastian Oczipka, Matthias Lehmann, Fabian Boll, Florian Bruns, Max Kruse, Deniz Naki und Marius Ebbers auflaufen.

Die Abwehr war sehr stabil. Kessler hatte eigentlich nicht wirklich Gelegenheit sich auszuzeichnen, bewies aber dabei auch das nötige Stellungsspiel. Thorandt war gewohnt stark und Zambrano wußte ebenfalls zu überzeugen.

Vor allem über die starke Leistung von Zambrano habe ich mich nach dem schwachen Einstieg gegen Leverkusen sehr gefreut. An dem Jungen werden wir sicherlich noch viel Freude haben.

Soweit zum ersten Teil meines Berichts. Morgen geht es an gleicher Stelle weiter. Bis dann!

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